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SPORTaktiv April 2016

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Wenn sich die ersten Frühlingsboten zeigen, zieht es viele Sportler wieder nach draußen. Das wissen wir! Darum haben wir uns in der April/Mai-Ausgabe von SPORTaktiv auch intensiv mit den beliebtesten Outdoorsportarten beschäftigt. Weißt du, wie du deine Wander-, Kletter- und Klettersteigausrüstung wieder fit für die Saison machst? Von uns bekommst du die Checklisten für deine komplette Bergausrüstung. Außerdem geben die Naturfreunde-Profis Antworten auf 16 wichtige Fragen für einen guten Start in die Berge. Ebenfalls in der April/Mai-Ausgabe erklärt: das Eigengewichtstraining! Wir verraten dir, wie wirksam und einfach es tatsächlich ist. Und wer schon immer mehr über Eisenpräparat, Vitamin-C-Tablette und Co. wissen wollte, der erfährt im aktuellen Magazin alles über Sinn und Unsinn der Nährstoffsupplementierung.

MATERIALCHECK DER

MATERIALCHECK DER RUCKSACK-CHECK Schürfstellen an Innen- und Außenseite (vor allem im Rückenbereich)? Schimmel durch undichte Trinkflaschen oder nasse Regenhülle im Rucksack Schließen alle Schnallen richtig? Abreibungen am Hüftgurt? Reißverschlüsse auf Funktionstüchtigkeit prüfen, schmutzfrei halten Salzränder am Tragesystem? Der Experte DANIEL BÜRKLE ist Key Account Manager bei Redler Sports GmbH in Bregenz (mit Marken wie Deuter, Leki, Holmenkol) und unser Experte für Wanderstöcke und Rucksäcke. KONTAKT: redlersports.com DER RUCKSACK Er sitzt uns stundenlang im Nacken, da sollten wir den Rucksack auch in Schuss halten. Vor Saisonbeginn gehört ein „Schimmel-Check“ auf die To-do-Liste (siehe links) – Schimmel entsteht etwa, wenn eine Regenhülle nach Verwendung nass in den Rucksack gepackt wurde. Stichwort „Packen“: Eine richtige Packordnung kann den Rucksack vor Schürfstellen bewahren. Leichtes Gepäck und Kleidung am besten im unteren Teil und an den Außenseiten verstauen, schwere Dinge nah an den Körper. Sperrige Ausrüstung (z. B. Zelt) gehört überhaupt nach außen an die Befestigungsschlaufen. Hat der „Huckepack“ ein Ablaufdatum? Daniel Bürkle von Redler Sports geht davon aus, dass zum Beispiel ein Deuter-Rucksack bei richtiger Pflege ein Begleiter fürs Leben ist. „Nach jeder Tour sollte man ihn entleeren und die Flecken per Hand mit lauwarmer Seifenlauge und Bürste reinigen – dann hält er ewig.“ Übrigens: Dass Deuter bei der Rucksack-Optik durchaus auch auf Altbewährtes setzt, zeigt die neue trendige Retro-Serie. WER SPORT TREIBT, BRAUCHT SIXTUS. Die Sport-Pfl egeserie mit der höchsten Dosierung an naturreinen ätherischen Ölen. AKTIVIERT, BELEBT UND REGENERIERT. VOR, WÄHREND, NACH DEM SPORT. sixtus.de

DER TELESKOPSTOCK-CHECK Staub und Schmutz mit lauwarmem Wasser entfernen, gut trocknen Haben die Stöcke sichtbare Dellen oder tiefe Kratzer? Sind die Metallspitzen abgenutzt? Fehlen die Schutzkappen der Spitzen? Der „Auszieh-Test“: Funktionieren die Klemmelemente einwandfrei? Sind Schlaufen und Teller abgenützt? Schimmel am Schaumgriff? DIE TELESKOPSTÖCKE Bei Touren mit schwerem Gepäck sind (meist 3-teilige) Teleskopstöcke Standard, da sie die Kniegelenke im Abstieg entlasten. Wenn man die Stöcke (die immer trocken gelagert werden sollten, da Griffe aus Schaummaterial schimmeln können) zu Saisonbeginn wieder hervorholt, sollte man sie zuerst von Schmutz befreien. Dazu werden die Segmente ganz auseinandergezogen, gereinigt und getrocknet. (Das gilt auch nach jeder Tour, vor allem bei Regen). Bei diesem Check werden auch die Klemm elemente begutachtet und nötigenfalls ausgetauscht. Für hochwertige Leki-Stöcke etwa gibt es ein reichhaltiges Sortiment an Zusatz- und Ersatzmaterial. Das gilt auch für die Handschlaufen: Sind diese stark abgenutzt, können sie auf der Haut scheuern und zu lästigen Blasen führen. Noch zur Materialfrage: Stöcke aus Carbon sind leicht und stabil, können bei extremer (Über-)Belastung aber brechen. Aluminium verbiegt sich eher, ist dafür aber anfälliger für Korrosion. DER KLETTERSTEIG-CHECK FOTOS: istock, kk Nähte & Seil: Sind die Nähte intakt? Ist das Seil ausgefranst oder beschädigt? Weist der Fangstoßdämpfer Risse auf? Lassen sich die Karabiner problemlos öffnen und schließen? Klettergurt (vor allem Anseilpunkte) auf Risse, Schnitte, Abrieb überprüfen. Ist der Stoff ausgedünnt, Gurt tauschen! Weist der Helm Kratzer oder Dellen auf? Bei allen Materialien gilt: Immer die Lebensdauerangabe beachten! DIE KLETTERSTEIG-AURÜSTUNG Eine Klettersteig-Ausrüstung besteht aus einem Klettersteigset (mit Fangstoßdämpfer und zwei Karabinern), einem Kletterhelm und einem Klettergurt, an dem das Set befestigt wird. Alle Elemente gehören vor der ersten Klettersteig-Begehung genau kontrolliert: Ist das Seil an einer Stelle ausgefranst? Weist der Fangstoßdämpfer Risse auf? Lassen sich die Karabiner problemlos öffnen und schließen? Ist das Set verschmutzt, kann man es mit lauwarmem Wasser per Hand reinigen. Keinesfalls darf die Ausrüstung in die Waschmaschine, auch chemische Reinigungsmittel oder das Trocknen in der Sonne ist tabu. Bei starken Abnützungserscheinungen sollte das Set (genauso wie nach einem Sturz) unbedingt getauscht werden. Grundsätzlich gilt: Je nach Häufigkeit des Gebrauchs ist das Klettersteigset nach ein bis fünf Jahren auszutauschen. Experte Gottfried Teufl von SPORT 2000 in Ohlsdorf (OÖ) empfiehlt „eine regelmäßige Prüfung durch einen Fachhändler, weil der mit fachkundigem Blick Abnützungen sofort erkennt.“ Das Klettersteigset in Y-Form ist derzeit Stand der Technik. Die veraltete V-Form weist Sicherheitsmängel auf und wird nicht mehr produziert. Apropos: 2012 und 2013 gab es zwei große Rückrufaktionen, da bei einigen Klettersteigsets erhebliche Mängel festgestellt wurden. Der erste Rückruf betraf einige Sets mit elastischen Lastarmen, deren häufiges Dehnen zu einer Schwächung und sogar zum Reißen der tragenden Fasern führen konnte. 2013 waren Modelle mit Reibungsbremsen betroffen. Die Kombination aus häufigem Gebrauch und Alterungserscheinungen von Bremse und Lastarmen konnte hier bei einigen Sets im Sturzfall ebenfalls zum Riss führen. „Die bekannten Fehler der damaligen Rückrufaktionen wurden grundsätzlich behoben“, beruhigt Teufl, „vereinzelt treten jedoch neue Problemstellen auf, über die man sich bei einem Fachhändler regelmäßig informieren sollte.“ Nr. 2; April / Mai 2016 85

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