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SPORTaktiv April 2018

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LAUFEN MIT WAHRZEICHEN

LAUFEN MIT WAHRZEICHEN GARANTIE LAUFEND EINE STADT ENTDECKEN, URLAUB MIT SPORT VERBINDEN. DAS HABEN WIR PROBIERT. IM INDIVIDUAL-KONZEPT IN WIEN UND GEMEINSAM MIT ADIDAS SPORT EYEWEAR IN LONDON. VON KLAUS MOLIDOR 48 SPORTaktiv

Florian Tischler (rechts) vor dem Palmenhaus im Wiener Burggarten. „Wo die Tour startet, entscheiden die Gäste selbst. Ich hole sie auch direkt vom Hotel ab.“ Fotos: Thomas Polzer Städtetrip oder Aktiv-Urlaub? Kultur oder Sport? Diese Entscheidung ist eigentlich überflüssig geworden. Denn „laufende Stadtführungen“ gibt es längst. Nicht nur in Megacitys wie New York, London oder Berlin. Auch in Wien. Aber was sieht man auf so einer Runde wirklich? Das haben wir uns nicht nur gefragt, sondern haben uns die Laufschuhe angezogen und sind der Sache auf den Grund „gelaufen“. In Wien und in London, bei zwei unterschiedlichen Konzepten. In Wien mit individueller Guide-Betreuung, in London mit Gruppengefühl bei den adidas Runners London. Laufen für den Überblick Florian Tischler trabt an der Staatsoper vorbei zum Würstelstand vor der Albertina – unserem Treffpunkt mit dem „Sightrunning“-Anbieter. Punkt elf Uhr, wie vereinbart, laufen wir los. Raus auf den Ring, vorbei an den monumentalen Bauten des Natur- und Kunsthistorischen Museums, rein in Burggarten und zwischen Palmenhaus und Nationalbibliothek vorbei Richtung Heldenplatz. Seit zwei Jahren bietet der 28-Jährige diese Touren durch seine Heimatstadt jetzt schon an. „Ich hab das vom Gründer übernommen, der sich nach ein paar Jahren nicht mehr so drum kümmern wollte und konnte“, erzählt Flo. Er selbst hatte aber Lust, mehr draus zu machen, und vor allem Zeit: „Als Student lässt sich das gut einrichten und weil ich Geografie und Geschichte Lehramt mache, geht das auch danach noch.“ Denn, so erzählt er während wir über den wohl geschichtsträchtigsten Platz des Landes laufen, fixe Zeiten gibt es keine. „Jede Tour kann man individuell zu seiner Wunschzeit buchen. Egal, ob vor dem Frühstück oder knapp vor Sonnenuntergang.“ Weiter geht es durch den Volksgarten, wieder hinaus auf den Ring, der Prachstraße Wiens und Fixpunkt der City-Tour. Parlament, Burgtheater, Rathaus, das wollen die Gäste sehen. „Die meisten kommen aus Amerika und Deutschland“, sagt Tischler. „Viele sind dabei, die in einem der Ringstraßenhotels wohnen und nicht unbedingt so aufs Geld schauen müssen.“ Meistens haben sie auch nicht viel Zeit. „Die durchschnittliche Besuchsdauer in Wien beträgt drei Tage“, rechnet er vor. Optimal sei daher eine Tour am ersten Tag, um einen Überblick zu bekommen, was man sich danach vielleicht genauer anschauen möchte. Tischler erzählt, erklärt Gebäude, er kennt seine Stadt eben und interessiert sich für sie. „Stadtführer bin ich aber keiner. Detailinformationen zu Statuen oder so müsste ich googeln“, sagt er, als wir links am Burgtheater vorbei ins Winkelwerk der Stadt eintauchen. Schon sind wir nahezu alleine. Keine Reisegruppen, keine Selfiesticks, kein Trubel. „Das sag ich meinen Gästen auch immer: ein paar Meter abseits der Trampelpfade und du bist nahezu alleine.“ Das schätzen die Leute. In Zeiten von Instragram und Voll-Digitalisierung geht es um einzigartige Erlebnisse, die nicht jeder macht. Das Cafė Central zieht vorbei, wir SPORTaktiv 49

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