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SPORTaktiv April 2018

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ELDORADO BIKEFESTIVAL AM

ELDORADO BIKEFESTIVAL AM ANGERBERG Ritchey Challenge und Bike-Expo machen den Tiroler Ort Angerberg zum eldoRADo für alle Mountainbiker. 19./20. MAI. Vier Strecken von 26 über 33 und 65 bis zu 71 Kilometer durch Angerberg (T) und die umliegenden Orte bieten bei der Ritchey Challenge die passende Herausforderung für alle Bikertypen. Daneben wartet eine attraktive Bike-Expo mit zahlreichen Testangeboten und Sonderpreisen, die Angerberg für dieses Wochenende zum wahren „eldoRADo“ machen. Gründe genug also, vorbeizuschauen. Infos zu Programm sowie Pauschalangebote zum Übernachten findest du unter: www.eldorado-festival.at Der Grazer macht das alles aber nicht für sich alleine. Er will mit seinem Extremsport auch Gutes tun, im doppelten Sinn. Zum einen zeigen, dass es nie zu spät ist, mit dem Sport zu beginnen. Zum anderen, Geld aufzutreiben, für Menschen, denen es nicht so gut geht. Zu seinem 60er ist er in einem Einkaufscenter 12 Stunden für den guten Zweck geradelt und hat damit einen Freund unterstützt, der im Rollstuhl sitzt. Mittlerweile ist er Bewegungsbotschafter der Krebshilfe. Die Kommentare, warum er sich das in seinem Alter antut, überhört er. „Oft sagen die Leute auch: Hans, du trainierst ja viel zu viel.“ Sieht ja auch so aus. Immerhin radelt, schwimmt und läuft der Hans 20 bis 24 Stunden pro Woche. „Was sie aber übersehen: Ich regeneriere auch sehr viel. In der Pension geht das ja leicht. Nach einem harten Training leg ich mich halt zwei Stunden hin. Oder geh nach dem Fitnessstudio gemütlich in die Sauna.“ Seine Ziele sind aber nicht nur sportlicher Natur. Er will noch mehr Leute zum Sport bewegen, ihnen zeigen, dass immer noch was geht. Wünscher selbst Foto: Ferienregion Hohe Salve DAS BUCH 2017 bekam Hans Wünscher eine neue Hüfte. Die Zeit nutzte er, um sein Buch „Alter schützt vor Leistung nicht“ zu schreiben, das Leute zum Sport motivieren soll. hat im Vorjahr eine neue Hüfte bekommen – und sich wieder zurückgekämpft. Die Verletzungspause hat er zudem genützt, um sein Buch „Alter schützt vor Leistung nicht“ zu schreiben. Und er will auch Vorträge halten. „Meine Zielgruppe sind Leute, die kurz vor der Pensionierung stehen. Viele haben da erst Pläne, was sie nicht alles machen wollen. Aber dann bekommen sie eine ordentliche Abfertigung, kaufen sich ein dickes Auto, sitzen daheim und warten aufs Sterben. Hab ich alles gesehen.“ Es müsse ja keiner so extrem werden wie er. „Aber Leute, tut was.“ Sein Credo ist auch: auf den Körper hören. Trainingspläne schön und gut. „Das hilft schon. Gerade am Anfang, oder wenn man faul ist. Aber wenn der Körper nicht bereit ist für eine harte Einheit, soll man darauf hören und stattdessen weniger intensiv trainieren.“ Offene Rechnung Wer rastet, rostet – körperlich wie geistig. Auf beides hat der Hans keine Lust. Der Sport hält seinen Körper in Schuss und den Geist beweglich. „Durch den Triathlonsport komme ich mit so vielen jungen, gescheiten Menschen in Kontakt, mit denen du gute Gespräche führen kannst. Das taugt mir unheimlich.“ Während die Jungen gerade ins Becken springen, hat er seine erste Einheit schon hinter sich. „Jetzt geh ich heim, rast ein bissl, dann geht es auf den Ergometer und auf eine kleine Laufrunde.“ Denn es ist nicht mehr lange hin, bis zum Triple-Ironman in Bad Blumau. 96 SPORTaktiv

MIT 50 HATTE ICH MEINE MIDLIFE CRISIS, WAR EXTREM SCHRÄG DRAUF. DA HAB ICH MIR GEDACHT: JETZT MUSS SICH WAS ÄNDERN. TO BEAT THE COMPETITION #TrueSwimmer Und mit dem hat er noch eine Rechnung offen. 2016 hat der den Bewerb schon einmal absolviert. „Die 126 Kilometer am Schluss konnte ich aber nicht laufen, sondern musste sie gehen, weil ich mit der Hüfte schon solche Probleme hatte“, sagt Wünscher. „Heuer will ich das laufen.“ Alter schützt eben nicht vor Leistung. Und dann? Ist dann Schluss mit schwimmen, radeln, laufen in extremer Ausformung? Mitnichten. „2019 möchte ich in der Schweiz einen Fünffach-Ironman machen.“ Also 19 Kilometer Schwimmen, 900 Kilometer Radfahren und 210 Kilometer laufen. „Dann gibt es aber echt nicht mehr viel, was ich noch machen könnte …“

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