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SPORTaktiv April 2019

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RETRO + GESCHICHTE Wie

RETRO + GESCHICHTE Wie schafft man eigentlich eine Ikone? Sicher nicht, indem man brav eingetretenen Pfaden folgt. Vor 50 Jahren, im Jahr 1969, verließ Tag Heuer die Komfortzone des gelebten Erfolgs mit etwas Disruptivem, gänzlich Neuem. Mit der Monaco brachte man die erste quadratische, wasserdichte Sportuhr auf den Markt, noch dazu einen Chronografen mit erstmals automatischem Aufzug, einer gemeinsamen Entwicklung mit Breitling und Hamilton. Tatsächlich schien es anfangs so, als hätte die Welt nicht auf so etwas Avantgardistisches gewartet. Rechteckige Uhren waren, meist mit Steinen besetzt, bisher den Damen vorbehalten. Die spezielle Form machte es bis dahin auch unmöglich, die Gehäuse abzudichten. Trotz bescheidener Verkaufszahlen bewies der damalige aktive und heutige Ehrenpräsident der Firma, Jack Heuer, unternehmerischen Mut und ließ das Modell weiterhin im TAG HEUER NICHTS RETRO – EINFACH PUR! Diese, wie damals, mit dem automatischen Chrono-Kaliber 11 bestückte Monaco hat eine Breite von 39 mm. Immer noch außergewöhnlich ist eine Wasserdichte von 100 m bei einem eckigen Gehäuse, hier in Edelstahl. Perfekt: Das gelochte Vintage- Band. Preis: 5250,– Euro = IKONE Angebot. Einen wesentlichen Turbo- Schub erfuhr die Monaco durch eine andere Ikone, den Weltstar Steve Mc- Queen. Im legendären Rennfahrerfilm Le Mans zierte die berühmte, links bekronte Variante mit blauem Zifferblatt des Haudegens Handgelenk. Warum war die Aufzugskrone links? Als Instrumentenuhr für Rennfahrer sollte dem Betätigen der rechts liegenden Chrono-Drücker nichts im Weg stehen. So wird eine fehlerfreie Bedienung erleichtert. Es gibt also genug zum Feiern im Hause TAG Heuer. Dies geschieht etwa mit einer wunderbaren Neuauflage der ursprünglichen Uhr. Im Laufe des Jahres erwarten uns noch einige weitere Monaco-Gustostückerln. Wir dürfen gespannt sein. Fotos: TAG Heuer, Hersteller 166 SPORTaktiv

SPORTUHREN NEWS GARMIN DESCENT MK 1 Gut, gut. Ja, das ist ein Tauchcomputer. Aber einer, der auch zu Lande immer weiß wo’s langgeht. Unter Wasser macht ihm keiner was vor und auch sonst geht dem stattlichen Ührchen kaum die Luft aus. Volle 10 Tage im Smartwatch-Modus hält der Dauerläufer durch, was die Konkurrenz atemlos zurücklässt. Von Herzmesser, Tiefen- und Höhenmesser, Gyroskop, Kompass und Thermometer bis hin zu GPS ist so ziemlich alles für sämtliche Über- und Unterwasserabenteuer an Bord. Preis: ab 999,99 Euro www.garmin.com CASIO PRO TREK SMART Smart war schon der Vorgänger, jetzt ist sie noch schlauer, aber auch schmaler und dünner. Dank der Möglichkeit, Offlinekarten nutzen zu können, darf das Smartphone gerne zu Hause bleiben. 50 m Wasserdichte sowie ein Barometer und Höhenmesser runden das Gesamtpaket ab. Wear OS by Google öffnet ohnehin die Welt zu Unmengen an Apps. Preis: 549,– Euro www.protrek.eu MONTBLANC SUMMIT 2 TITAN SPORT EDITION Der Schreib- und Lederwarenspezialist stellt seinen Reisekoffern einen richtungsweisenden Handgelenksbegleiter zur Seite. In ihrer zweiten Auflage kann die Montblanc Summit alles besser als der Vorgänger und packt einen beeindruckenden Haufen Technik in ein gut tragbares Titan-Gehäuse. Wie bei der Casio ist hier Android Wear für die Betriebsamkeit zuständig, was sicher kein Fehler ist. Besonders chic: Bei Auswahl eines klassischen Chrono-Zifferblattes geht sie fast als mechanische Uhr durch. Preis: 1070,– Euro www.montblanc.com TECHNIK – QUO VADIS? Wir leben in einem faszinierenden Zeitalter! Große Worte, in der Welt der Zeitmesser jedoch ganz sicher wahre. Kaum eine andere Industrie entwickelt sich so bipolar wie die der Uhren. Modernste Elektronik trifft auf Mechanik, welche auf teils jahrhundertealte Prinzipien aufbaut. Smartwatch oder Handaufzug? Diese Frage wird, zum Glück, meist mit „gerne beides“ beantwortet. Das eine schließt das andere nicht aus, sondern ergänzt sich im besten Fall. Warum hat so etwas Archaisches wie die mechanische Uhr überhaupt noch Chancen, was macht ihre Begehrlichkeit aus? Wahrscheinlich ist es die Erhabenheit gegenüber geplanter Obsoleszenz, die es ja durchaus geben soll. Die Gewissheit, ein nachhaltiges Produkt zu kaufen oder zu schenken, ein mögliches Erbstück gar. Damit das so bleibt, müssen die Hersteller ein jahrhundertealtes Rezept unverändert beibehalten: kompromisslose Qualität zu selbsterklärenden Preisen. Schaffen sie das, dann kann es noch sehr lange erfolgreich auf beiden Seiten weitergehen. PHILIPP PELZ Seit bald 25 Jahren professionell mit der Welt der Luxusuhren verbunden, widmet er sich hier schreibend dem Thema Zeitmesser. SPORTaktiv 167

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