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SPORTaktiv April 2020

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EIN DOWNHILL-BIKER UND

EIN DOWNHILL-BIKER UND EIN SKI-FREERIDER SETZEN SICH AUF IHRE RENNRÄDER UND FAHREN ALLES AB, WAS STEIL UND LEGENDENTRÄCHTIG IST. MANUEL GRUBER UND TOM KALCHER HABEN POSTKUTSCHEN, FERRARIS UND TEUFELSBRÜCKEN GESEHEN UND EINE MEDAILLE BEI EINEM RENNEN GEWONNEN, BEI DEM SIE GAR NICHT GESTARTET WAREN. VON CHRISTOPH HEIGL Manuel Gruber ist eigentlich Downhill-Mountainbiker, mit einer Silbermedaille von der Europameisterschaft 2013 im Trophäenschrank. Tom Kalcher ist Gesellschafter einer Skischule am Niederalpl (St) und Freerider. Über ihre gemeinsame Ski-und Tourenleidenschaft haben sich die beiden Mürztaler kennengelernt und spontan ein Rennradprojekt auf die Beine gestellt: die schönsten Alpenpässe finden und befahren. „Ich bin als Downhiller immer schon Rennrad gefahren“, erzählt Gruber, „aber halt rein zu Trainingszwecken oder zum Sightseeing in den Wettkampforten.“ Kalcher ist ebenfalls Mountainbiker, Rennrad fährt er aber erst seit Herbst 2018, Pässe Fotos: Stefan Filzmoser waren Neuland für ihn. „Nach dem ersten Mal aufs Niederalpl hatte ich drei Wochen Fieber“, scherzt er. Rund 30 Alpenpässe in Österreich, Italien, Slowenien und der Schweiz sind die beiden im letzten Sommer abgefahren, manche von langer Hand geplant, andere ganz kurzfristig als Wochenendtrip. Elf Pässe innerhalb von fünf Tagen waren der Rekordwert des 52 SPORTaktiv

KULTIGE KURVEN Abenteuers, das sich über zwei Monate erstreckte. Speziell trainiert haben die beiden Sportler nicht dafür, man muss aber erwähnen, dass vier-, fünfmal pro Woche Rad zu fahren für sie „normal“ ist. Den Großglockner haben sie als ersten Gradmesser gewählt, mit Nockalmstraße, Predil und Nassfeld hat sich Gruber Richtung Westen vorgetastet. DIE TIPPS „Grundlagentraining ist natürlich wichtig“, sind sich die beiden bei den Tipps für Alpenpass-Neulinge einig. Speziell steile Steigungen zu trainieren, halten sie hingegen nicht für notwendig. „Es sind auch nicht alle bekannten Pässe automatisch steil, manche sind sehr angenehm zu fahren.“ Beim Radfahren hatten sie das Tagesgepäck „am Mann“ und am Rücken in den Trikottaschen, vor allem genug zu essen und – extrem wichtig – eine Radjacke für die Abfahrten. „Auch wenn es unten im Tal sommerlich heiß ist, bei den Abfahrten von 2000 Metern runter – vom Timmelsjoch etwa geht es 30 Kilometer nur bergab – brauchst du immer eine Jacke“, weiß Gruber und berichtet von unerwartet großer Kälte und SPORTaktiv 53

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