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SPORTaktiv April 2020

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MANUEL GRUBER aus Bruck

MANUEL GRUBER aus Bruck (St) ist Downhill- Biker, Bikeguide, Trailbauer und Skilehrer. gefrorenen Fingern im Hochsommer. „Dir ist heiß, kalt, du hast Hunger, man muss damit rechnen, dass es ungemütlich wird.“ Ende der Saison muss man auch schon mit Straßensperren wegen Schneefall und Wintereinbruch rechnen. TOM KALCHER aus Mürzsteg (St) ist Gesellschafter der Skischule „Snowsports121“ am Niederalpl (St) und Freerider. Als Tipp für Einsteiger empfehlen die zwei Steirer übrigens die Sella Ronda in Südtirol und Trentino. „Das sind nur 53 Kilometer mit 1650 Höhenmetern um das ganze Sella-Massiv. Wunderschön und relativ flache Steigungen.“ WAS IST DER REIZ? „Drei Stunden nur bergauf zu fahren, hat einen besonderen Reiz“, erklären sie. „Es ist ein Supergefühl, solche Bergetappen mit eigener Muskelkraft zu schaffen.“ Zehn Kilometer auf Pflastersteinen durch geschichtsträchtige Landschaften zu kurbeln, zählt genauso zu den unvergesslichen Erlebnissen wie der Sprung in einen Dorfbrunnen oder das Abkühlen in der Etsch mitten in Meran. Weniger gut ist das Gefühl der Müdigkeit und die beginnt bei der Anreise in fern von Autobahnen gelegene Alpentäler. „Wenn du neun Stunden im Auto nach Andermatt sitzt und am nächsten Tag frische Beine brauchst, ist das nicht zu unterschätzen“, warnt Gruber. Bei der Wahl des Rennrades gingen sie mit leichten Modellen des Trek Emonda SL 7 auf Nummer sicher. „Essenziell in den Bergen sind für mich Scheibenbremsen“, sagt Gruber, „bei den langen Abfahrten sparen sie Kraft und WER SCHNICKSCHNACK WILL, SOLL AUTO FAHREN. bergamont.com

du kannst mit einem Finger bremsen.“ Bergübersetzungen hatten sie nicht montiert, dafür je zwei 750-ml-Trinkflaschen mit. „Es gibt sehr viele Brunnen, wo man sich mit frischem Wasser versorgen kann.“ In den Trikots steckten Riegel, Gels und Bananen. Defekte hatten sie kaum, ein Patschen und ein leerer Di2-Schaltungsakku („Anfängerfehler, selber schuld“) waren schon alles. Die Strecken fuhren sie mit möglichst wenigen Stopps durch, für Foto- und Drohnenaufnahmen kamen sie später mit dem Auto zurück. Im Sommer ist viel los in den Bergen. „Motorräder, Oldtimer, Ferraris, 911er-Karawanen, mich hat das aber nie gestört“, sagt Gruber. Und natürlich fahren sehr, sehr viele Radfahrer die Pässe ab. „Alte, Junge, Hobbyfahrer, Vollprofis, sogar das Elite-Team von Jumbo-Visma haben wir beim Training gesehen. Und interessanterweise kaum E-Biker.“ Grubers Highlight: Er kam an einem Pass unerwartet in den Zieleinlauf eines Schweizer Alpenbrevets, eine sehr beliebte Jedermann-Radrennserie. „Ich hab gleich gesagt, dass ich kein Teilnehmer bin, habe aber eine Finisher-Urkunde und eine Goldmedaille um den Hals bekommen, irre!“ Besonders eingebrannt haben sich bei Gruber und Kalcher die Erinnerungen an drei „Legenden“ unter den Pässen, Gotthard, Stelvio und Zoncolan: GOTTHARDPASS SUI, 2107 Meter hoch, zwischen Andermatt und Airolo „Ich habe kurz davor zufällig im TV eine Doku über den Gotthardpass und seine Geschichte gesehen“, erzählt Gruber. Alles dann mit eigenen Augen zu erleben und zu begreifen, hat ihn nachhaltig begeistert. „Du siehst im TV diese wunderschöne alte Pferdepostkutsche, die mit Touristen fährt, und Tage später hörst du vor dir ihre Glocken läuten und die Pferdehufe auf den Pflastersteinen. Ich kannte den Hinweis: ‚Die Pferde immer bergseitig!‘ – also sind wir brav auf die andere Straßenseite ausgewichen.“ Auch die der Legende nach vom Teufel errichtete „Teufelsbrücke“ und den genialen Trick der Urner Bevölkerung mit der Ziege kannte Gruber. Der Teufel hatte nämlich der Sage nach als „Belohnung“ für seinen Brückenbau eingefordert, dass der Erste, der die Brücke überquert, ihm gehöre. Ein schlauer Bauer hatte die Idee: Man schickte eine Ziege. Da hat der Teufel ziemlich gewütet, seine Brücke wieder zerstört und er ist zornig wieder in die Hölle abgedampft. „Wenn man den Background kennt, sind die Pflastersteine, die Postkutsche und die Teufelsbrücke noch viel geilere Erlebnisse.“ 3-Tages-Radtour vom Lungau bis Bad Radkersburg 30. RADUMZUG Mehr Infos und Anmeldungen auf www.tour-de-mur.at 11. bis 13. Juni 2020

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