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SPORTaktiv April 2020

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784 Dreitausender-Gipfel

784 Dreitausender-Gipfel gibt es in Österreich. Bergsport-Ausrüster Salewa hat seine Community auf den sozialen Medien dazu aufgerufen, diese zu besteigen. Am Ende der Aktion sollte von jedem der 784 ein Gipfelfoto hochgeladen sein. Wie alle Outdoor-Unternehmungen war auch diese Aktion bei Redaktionsschluss in Warteposition. Aber natürlich gibt es ein Leben nach dem Coronavirus. Und ein heimischer 3000er noch in diesem Sommer ist bestimmt für viele, die noch nie so hoch gestiegen sind, ein lohnendes höheres Ziel. Doch zunächst die Frage an Bergführer Martin Edlinger von den Naturfreunden Österreich: Macht es vom Gefühl her einen Unterschied, ob man in den Alpen einen Gipfel mit 2500, 2800 – oder doch einen über 3000 schafft? „Der erste 3000er wird nicht unbedingt eine ‚magische‘ Grenze sein. Aber einen Abschnitt im Leben jedes passionierten Bergsportlers, ein erreichtes Ziel stellt er auf alle Fälle dar. Nicht umsonst heißt es bei gemeinsamen Bergtouren: Wenn’s dein erster 3000er war, zahlst du die Runde auf der Hütte“, schmunzelt Edlinger. Wie geht man es also an? „Grundsätzlich sind 3000er-Gipfel in Österreich hochalpine Berg- oder Wandertouren“, sagt Edlinger. „Wobei man natürlich nicht pauschal sagen kann, welchen Schwierigkeitsgrad sie haben: Es gibt viele, die technisch wie auch konditionell fordernd sind – und es gibt sehr wohl auch einige, die leichter und einfacher bestiegen werden können“, sagt der erfahrene Bergführer. „Einstiegs-3000er“ sind in der Regel durch Wanderwege gut erschlossen und zeichnen sich durch eine gute Hütten-Infrastruktur aus. Ausgangspunkte liegen höher, sodass der Gipfelanstieg leichter wird. Und Aufstiege lassen sich manchmal auch mit Seilbahnen abkürzen. MARTIN EDLINGER ist staatlich geprüfter Bergführer und Leiter der Abteilung Bergsport bei den Naturfreunden Österreich. www.naturfreunde.at Um für sich und seine Fähigkeiten ein passendes Gipfelziel über 3000 m Seehöhe zu finden, empfiehlt der Experte einen Blick in Online-Tourenportale (das der Naturfreunde heißt www.tourenportal.at). „Dort findet man eine Vielzahl von Touren, die auch gut selektierbar sind: Die Suche kann nach Höhenmetern, Schwierigkeit und etlichen weiteren Kriterien gefiltert werden, um die genau passende Tour zu finden.“ Wichtig: die empfohlenen Touren und die gefundenen Daten einer „Qualitätsprüfung“ zu unterziehen. Nicht jede online vorgeschlagene Tour ist genau genug beschrieben. Und manchmal sind in den Weiten des World Wide Web auch Daten zu finden, die veraltet oder schlicht falsch sind, weiß der Bergführer. Vor allem dann, wenn keine namhafte Institution hinter der Quelle steckt (wie z. B. ein alpiner Verein oder auch Tourismusverbände), sollte man die gefundenen Daten immer auf Plausibilität kontrollieren. Was muss man können, um einen 3000er ins Auge zu fassen? Auch das unterscheidet sich natürlich je nach Schwierigkeit der gewählten Tour. „Grundsätzlich wird auch auf leichteren 3000ern das Gelände alpiner. Trittsicherheit auch im verblockten oder weglosen Gelände sowie Schwindelfreiheit sind Fähigkeiten, die Fotos: Martin Edlinger 76 SPORTaktiv

EIN STÜCK NÄHER AM HIMMEL WAS MAN IMMER HAT, IST FAD. DIE UNFREIWILLIGE OUTDOOR-ABSTINENZ ZUM FRÜHLINGSSTART 2020 SCHÜRTE SO GESEHEN DIE VORFREUDE AUF HÖHERES: WARUM SICH ALS WANDERER NICHT EINMAL EINEN 3000ER- GIPFEL ZUM ZIEL SETZEN? WIR SAGEN EUCH, WORAUF ES DABEI ANKOMMT. VON CHRISTOF DOMENIG 77

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