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SPORTaktiv August 2018

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Gerhard Schiemer (hier

Gerhard Schiemer (hier beim „The North Face Lavaredo Ultra Trail“): „Trailrunning bedeutet, ständig Neues zu entdecken.“ Laufweite. Mehr braucht es nicht, um die eigene Wahrnehmung auf diesen Wegen wirken zu lassen. Eins hilft aber unbedingt: „Schuhe mit wenig Material unter den Sohlen.“ Trailrunningschuhe sind in der Regel mit weniger Dämpfung ausgestattet – und das ist auch gut so. Einerseits, weil ein Naturuntergrund selbst dämpft, und andererseits, weil stark gedämpfte Schuhe höher ausfallen und durch den Kipphebel die Gefahr des Überknöchelns im Gelände steigt. Wenig Dämpfung passt aber auch, weil man „spitze Steine ruhig durch die Schuhe durchspüren darf“, sagt Schiemer. Der bei seinen Trailrunning-Kursen auch Barfußübungen einbaut, um die Teilnehmer Bekanntschaft mit dem meist unterentwickelten Tastsinn der Fußsohlen schließen zu lassen. Fotos: Löffler, The North Face Lavaredo Ultratrail/ CanoFotoSports, Gerhard Schiemer PERFEKT FÜR JEDES WORKOUT 155 Gramm leicht, stylish und frei von schädlichen Substanzen: die neue Sexy-Trinkflasche von SIGG Die neue Sexy-Flasche von SIGG ist nicht nur federleicht und frei von Schadstoffen – sie sieht auch gut aus! Aktiv sein und dabei gut aussehen? Ganz leicht, mit der neuen Sexy-Flasche von SIGG in verschiedenen Farben. Perfekt fürs Fitnessstudio und alle anderen Indoor-Aktivitäten. Das neue Active-Spout-Mundstück aus Silikon lässt sich leicht mit dem Mund öffnen. In geschlossenem Zustand ist die Flasche 100 % auslaufsicher. Durch die extragroße Öffnung der Flasche passen locker auch Eiswürfel und nicht nur das Befüllen wird dadurch einfacher, auch die Reinigung geht besser vonstatten. Spülmaschinengeeignet ist die Flasche außerdem. Das Wichtigste aber: Sie ist sowohl geschmacks- als auch geruchsneutral und sieht aus wie Glas. Stattdessen besteht sie aus federleichtem und stabilem Tritan, welches ihr eine hochwertige Optik verleiht. Die Trinkflasche ist frei von Schadstoffen wie östrogenaktiven Substanzen und Phthalaten – für einen sicheren Trinkgenuss. ANZEIGE / Fotos: SIGG 54 SPORTaktiv

218-07-001 Training und Technik Ist die Lust geweckt, sind die ersten Runden absolviert, dann lohnt sich ein Blick auf die Lauftechnik. Eines von Gerhard Schiemers Lieblingsthemen haben wir schon erwähnt: „Die Lage im Raum, das Finden des Körperschwerpunkts.“ Der Schwerpunkt entscheidet bergauf darüber, ob man wegrutscht oder nicht. Und hilft bergab, die Gelenksbelastung zu senken (siehe auch vorne unter „Technik-Tipps“). Von einem traditionellen Berglauf mit Ziel am Gipfel unterscheiden sich Trail runs auch darin, dass bergauf und bergab gelaufen wird. Für Schiemer gehören die „Negativ-Höhenmeter“ unbedingt dazu. Trailwettkämpfe würden auch nicht bergauf, sondern in Abwärtsund Flachpassagen entschieden. Dass Bergablaufen die Gelenke malträtiert, kann Schiemer so pauschal überhaupt nicht unterschreiben: Es sei eine Frage der Technik und des Trainingszustands. Konkret sollen Trailrunner lernen, in kleinen Schritten auf dem Fußballen bergab zu laufen. Ferseneinsatz ist zu vermeiden, „denn damit schaltet man die Muskulatur aus und belastet dann wirklich die Gelenke.“ Wie beim Skifahren sei es letztlich auch eine Übungs- und Mutfrage: der Oberkörper soll vorne bleiben; wer zaudert, lehnt sich dagegen zurück und landet automatisch auf der Ferse. Sich die Technik von einem Profi einmal zeigen zu lassen, Step by Step dazuzulernen, ein Gefühl für den Untergrund, die Technik und den eigenen Körper entwickeln: Das ist wie in vielen anderen Sportarten notwendig. Ins alpine Gelände Nach einiger Zeit des Aufbaus landet man als Trailrunner dann sehr wahrscheinlich doch in den Bergen. Dann werden Themen wie in jeder Bergsportart wichtig: Tourenplanung, Orientierung, Sicherheitsausrüstung. Da kommen dann auch die langen Distanzen ins Spiel. Spätestens wenn Events locken und man feststellt, dass „Small“-Bewerbe bei Trailevents oft über 20 Kilometer lang sind – ordentliche MAG. GERHARD SCHIEMER aus Bad Vöslau (NÖ) ist Sportwissenschafter, Lauftrainer, Mitglied der Trailrunning Nationalmannschaft und Teilnehmer an der Trailrunning WM. Leistungsdiagnostik, Trainingsplanung, Trailseminare und Laufwochen für Leistungs- und Hobbyläufer auf Anfrage. www.gerhardschiemer.at Höhenmeteranteile verstehen sich von selbst. Auch das muss laut dem Sportwissenschafter nicht abschrecken. Aus physiologischer Sicht relativieren sich die langen bis ultralangen Distanzen im Trailrunning zumindest ein wenig. Schiemer erklärt: „Auf Asphalt werden die ständig gleichen Muskel- und Bindegewebsgruppen belastet. Im Gelände verteilt sich die Belastung viel besser. Ein 25-km-Traillauf mit vielen Höhenmetern ist für den Körper sicher leichter zu verkraften als ein gewöhnlicher Halbmarathon.“ Ultratrailrunner, die dreistellige Distanzen mit Tausenden Höhenmetern meistern, haben natürlich dennoch jahrelange Aufbauarbeit in den Beinen. Doch eines unterscheidet sie nicht von Einsteigern: die Lust an der Wahrnehmung, am Entdecken von Neuem, am Ungewissen. Weil das einfach in der DNA der Sportart liegt. #beyoubeactive VORBEUGEN! Stopp Blasen & Scheuern NIE MEHR ! BLASENPFLASTER pjuractive 2SKIN Lang anhaltendes Hautschutzgel gegen Blasen & Scheuern SPORTaktiv 55 Mehr Hautsache auf pjuractive.com

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