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SPORTaktiv August 2019

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ieser Transit ist

ieser Transit ist ausdrücklich erwünscht. Wo lässt es sich in der Hitze des Sommers besser biken als oben in den Bergen? Wo es vormittags noch angenehm kühl ist, eine frische Brise weht und man genüsslich von Alm zu Alm schweben kann. Weil aber nicht jeder Österreicher die Almen und Berge gleich vor der Haustür hat und man nicht immer ewig in den Blechkutschen sitzen will, lohnt es sich, solche Berg-Bike-Tage zu verbinden und zu einer ordentlichen Tour zu verknüpfen. Einen regelrechten Trend in dieser Hinsicht gibt es bei den Kollegen der Wanderfraktion, wo das Weitwandern über zig- und im Extremfall Hunderte Kilometer gerade viele neue Freunde findet. Ein wenig abseits der Zivilisation sein, aber gute Infrastruktur (Übernachtungen, Essen, Wege) zu genießen und in der Komfortvariante auf Gepäcktransport setzen zu können, kommt gerade sehr gut an. Angebote schießen wie Schwammerl aus dem Boden. Das kennen auch Radfahrer. Mountainbike-Klassiker hierzulande und im benachbarten Germanien sind Trans- Alp-Touren von Bayern, Tirol oder Salzburg in Richtung Slowenien, Adria oder Südtirol und bis an den Gardasee. „Doch man muss nicht immer ÜBER die Alpen, man kann sie Fotos: KAT Bike/Erwin Haiden 112 SPORTaktiv

auch QUER befahren“, befanden vor ein paar Jahren die Tiroler und erfanden die „Bikeschaukel Tirol“. In 16 Tages etappen kann man von Nauders am Reschenpass über 780 Kilometer quer durchs „Heilige Land“ bis St. Johann und den Walchsee an der deutschen Grenze radeln. Der Clou: Knapp die Hälfte, etwa 15.000 der insgesamt 32.000 Höhenmeter kann man mit Bergbahnen zurücklegen. Tourenbiken de luxe. Manche Hardcore-Tourenfahrer rümpfen die Nase, aber es trifft den Nerv der Zeit. Man will volle Erlebnisse und volle Emotionen aufsaugen, auf etwas Erleichterung, Luxus und Komfort aber nicht verzichten. In diese Kerbe stoßen auch Angebote wie der „Kitzbüheler Alpen Trail“ (KAT), der als KAT Bike solche Tourenerlebnisse verspricht. Von Mariastein bei Wörgl im Inntal geht es in vier Tagen quer durch die Kitzbüheler Alpen bis Fieberbrunn. „Wir sprechen damit gute Biker an, die anspruchsvolle Touren auf der sicheren Seite, Genuss und Komfort suchen“, sagt Kurt Tropper, selbst leidenschaftlicher Biker und im Tourismusverband Kitzbüheler Alpen – Brixental für das Mountainbiken zuständig. „Trans-Alp-Touren bringen manche an ihre Grenzen. Unsere Berge sind nicht allzu hoch, fahrtechnisch ist alles relativ einfach und im Tal unten haben wir Top-Hotels, damit der Komfort nicht zu kurz kommt.“ Der KAT Bike besteht aus vier Tagesetappen und einer Gesamtlänge von 178 Kilometern bei knapp 6000 bis 8000 Höhenmetern (je nach Variante). Viele Biker planen das auf eigene Faust, organisieren sich Unterkünfte und Gepäcktransport selbst. Die Tiroler bieten aber eine Komfortvariante an, bei der ein Package gebucht werden kann, das Hotels und den Transport der Gepäckstücke inkludiert. Am Rücken bleibt dann nur der kleine Tagesrucksack. So muss man nach einem Tag in den Bergen nicht auf Wellness, Sauna und feinen Zwirn beim Abendessen verzichten. Als Draufgabe ist mit der Gästecard die Rückreise im Zug gratis. Wahlmöglichkeit Die Etappen kann man je nach Kondition und Schwierigkeitsgrad abkürzen. „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass es innerhalb einer Gruppe oft zwei Tendenzen gibt. Die einen, die alles abfahren wollen, und die anderen, die über ein paar Erleichterungen und Abkürzungen froh sind“, erzählt Tropper. Deshalb gibt es Varianten, wo ein paar Höhenmeter umfahren werden können. Auch wenn fahrtechnisch alles im grünen WEITWANDERN IM SATTEL UNTEN IM TAL SIEHT MAN URLAUBERVERKEHR, TRANSIT UND DIE MÜHEN DES ALLTAGS. OBEN WARTEN ALMEN, GIPFEL UND DIE SELIGPREISUNGEN VON TRAILS UND SPECKJAUS’N. WAS KANN TOURENBIKEN DE LUXE IM JAHR 2019? AM BEISPIEL DES „KAT BIKE“ IN TIROL. VON CHRISTOPH HEIGL SPORTaktiv 113

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