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SPORTaktiv August 2019

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Gerhard Schiemer (r.)

Gerhard Schiemer (r.) und Bernhard Fink beim neuen Backwaterman: „lustiges Rennformat, lässiger Event.“ Ziel immer mitzutragen. Geschwommen wird daher in Laufschuhen, Schwimmhilfen sind auf den Laufstrecken zu transportieren. Wird temperaturbedingt ein Neoprenanzug verwendet, wird, logisch, in diesem auch gelaufen. Der Sportart immanent ist auch ein ausgeprägter Naturfaktor: Die Rennen finden meist in einer möglichst naturbelassenen Umgebung statt, gelaufen wird meist auf Trails. Und wenngleich es wie erwähnt auch Einzelbewerbe gibt, ist der Partnergedanke doch ebenfalls typisch für den Swimrun: Die startenden Zweierteams dürfen oder müssen (je nach Rennausschreibung) Verbindungsleinen verwenden, wodurch sich zum Beispiel ein schlechterer Schwimmer vom besseren ein wenig ziehen lassen kann. Die Regel schreibt einen Maximalabstand für beide Partner vor (oft sind es zehn Meter), der im gesamten Rennverlauf nicht überschritten werden darf. Gelungene Premiere Mit dem Swimrun-Bewerb beim Backwaterman am Ottensteiner Stausee im niederösterreichischen Waldviertel fand im Juli eine interessante Eventpremiere in der heimischen Szene statt. Organisator Andreas Sachs gelang es, auf der Marathondistanz (41,3 km, davon 7,8 km Schwimmen) rund 85 Prozent ausländische Starter nach Österreich zu holen. „International hat sich im Swimrun mittlerweile eine eigenständige Szene etabliert“, weiß der Veranstalter, neben Skandinavien sei etwa Frankreich mit rund 80 jährlichen Events eine Swimrun-Macht, erzählt Sachs. In Österreich kämen die Starter derzeit erstens aus der Triathlonszene, zweitens vom Trailrunning und in dritter Linie vom Open-Water-Schwimmen. „Es gibt aber auch Quereinsteiger aus anderen Fun- und Abenteuersportarten.“ Beim Backwaterman bestritt auch Gerhard Schiemer, Stammlesern als Trailrunning-Ratgeber bekannt, seinen ersten Swimrun. Schiemer und Teampartner Bernhard Fink wurden in 5:43:48 Stunden als beste Österreicher Dritte („es war aber auch ein Mixed - Team schneller als wir“) auf der Marathondistanz. Sein Gesamteindruck? „Noch lässiger als erwartet. Die Trails waren relativ anspruchsvoll, die Natur mit dem fjordartigen See wirklich schön. Der ständige Wechsel – es waren 14 Lauf- und 13 Schwimmabschnitte – hat Würze und die Zeit vergeht dadurch superschnell. Die regelmäßige Abkühlung an heißen Tagen ist auch super“, lacht Schiemer. Die Sportart habe unbedingt Potenzial – und durch die Schwimmhilfen sowie kürzere Distanzen müsse sich niemand vorm Schwimmen fürchten. Schiemer will nun sogar Workshops für Trailrunner anbieten, die den Swimrun einmal probieren wollen, aber sich das Schwimmen nicht zutrauen. Wer heuer noch einen Swimrun probieren will, kann das zum Beispiel beim Riverthlon in Waidhofen an der Ybbs tun. Freiheit vor Leistung Ehemaliger Schwimmprofi und ebenfalls swimrunerprobt ist Gottfried Eisenberger, Betreiber des Portals www.openwaterschwimmen.com. „Kein Swimrun gleicht dem anderen“, sagt Eisenberger, der „die variable Streckenführung durch offenes Gewässer, Wander- und Radwege, Trails mit teils unberechenbaren Einund Ausstiegen aus dem Wasser“ jedes einzelnen Events hervorhebt. Durch das Hantieren mit der Ausrüstung sei auch ständiges Improvisieren gefragt. Wer heuer in Österreich noch die Sportart ausprobieren will, der kann das etwa beim Riverthlon-Swimrun in Waidhofen an der Ybbs (31. August – Eisenberger: „definitiv ein Highlight der Szene“) tun oder beim Austria- Swimrun in Klosterneuburg (7. September). In Schweden steht die „originale“ ÖTILLÖ-Weltmeisterschaft am 2. September ebenfalls noch vor der Tür. Ein Rennen, das Trailrunner Gerhard Schiemer extrem reizt und wofür er sich 2020 qualifizieren will. Die derzeit noch überschaubare österreichische Swimrun-Szene erinnert Schiemer übrigens an die Anfänge des Traillaufens, „als der Wettkampfgedanke noch nicht im Vordergrund und der Freiheitsgedanke über der Leistung stand.“ LINKS: www.otilloswimrun.com www.backwaterman.at www.riverthlon.at www.openwaterschwimmen.com www.swimrunmajorseries.com 88 SPORTaktiv

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