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SPORTaktiv August 2019

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KÄRNTENS NEUE

KÄRNTENS NEUE ACHTERBAHN Mit seinen Superlativen hat der neue Flowtrail von der Kaiserburgbahn in Bad Kleinkirchheim schon vor der Eröffnung im Juli für eine große Erwartungshaltung gesorgt. Tommy Squibb hatte deshalb Schweißperlen auf der Stirn. Der Trailbauer aus England hatte den ganzen Frühsommer nämlich immer eine einzige Frage zu beantworten: Wann wird dein neuer Supertrail fertig? Die Neugier war riesig. Die 15,9 Kilometer Länge über 1000 Höhenmeter machen aus dem Trail den längsten Flowtrail Europas. Mitte Juli war es endlich so weit, Feuer frei für alle Biker. Direkt bei der Bergstation der Kaiserburgbahn auf 2039 Meter Seehöhe startet der Trail, der vom Anfänger und Einsteiger bis hin zum Bikefreak alle ansprechen soll. Erreicht wird das mit einem im Schnitt nur fünf Prozent steilen, künstlich angelegten Weg, der in den Berg gegraben mit Basalt griffig gemacht wurde und der mit einer irren Anzahl an Steilkurven, Wellen und kleinen Sprüngen maximalen Bikespaß verspricht. Man kann den Flowtrail als Anfänger langsam hinunterrollen oder als Fortgeschrittener richtig Gas geben. „Ein guter Biker muss kaum bremsen“, sagt Squibb. Neben einer Traverse, bei der ein wenig getreten werden muss, hat Squibb immer wieder ein, zwei Meter bergauf angelegt, mit denen das Tempo vor den Anliegern herausgenommen und kontrolliert wird. Der Aufwand war enorm: 15.000 Tonnen Basaltschotter wurden in rund 1000 Lkw-Fahrten zu den Trailabschnitten gekarrt, rund eine Million Euro wurde insgesamt investiert. Ein Trail-Schmuckstück in Bad Kleinkirchheim! SUMMER OF BI SPORTaktiv war bei der exklusiven Preview in Bad Kleinkirchheim dabei: Christoph Heigl, Geschäftsführer Alfred Brunner (rechts). 94 SPORTaktiv

FUGA 300: VOM GLETSCHER ANS MEER EIN EVENT JAGT DEN NÄCHSTEN. HIER DAS BEST-OF DES BISHERIGEN BIKE-SOMMERS AUS DER PERSPEKTIVE UNSERER ROLLENDEN RAD REDAKTION. UND WAS DIE ZUKUNFT BRINGT! KE VON CHRISTOPH HEIGL Wieder war es ein einzigartiges Erlebnis für die 150 Teilnehmer der Fuga, die 300 Kilometer am Stück vom Gletscher ans Meer in Angriff zu nehmen, von der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe am Großglockner bis nach Grado an der Adria. Heuer mit einer speziellen Challenge auch für die Organisatoren um Ex-Pro Paco Wrolich und Michael Kummerer: „Wir hatten zwei schwere Gewitter und wollten es nicht verantworten, so eine große Gruppe bei Schlechtwetter über den Predilpass zu jagen“, erzählt Wrolich. Die Radler wurden in Busse gepackt und so die 70 km überbrückt. Danach sorgten die Guides und Promis wie Leo Hillinger für eine sichere (und schnelle) Fahrt bis nach Grado, wo wieder ausgiebig gefeiert wurde. Die Teilnehmerzahl der exklusiven Fuga bleibt auch für 2020 auf 150 limitiert. Neue Ideen: eine Fuga Rosa nur für Frauen bzw. eine „Light“-Version mit nur 150 km. „Dann kann man sich an die richtige Fuga und die 300 km herantasten“, überlegt Wrolich. Auch ein Thema ist die Route durchs Kanaltal: länger, aber leichter und schneller. Fotos: Christoph Heigl, Fuga300, Elias Lang TOKIO-RADLER EROBERN TADSCHIKISTAN Und sie fahren, fahren, fahren. Auf ihrem „Radausflug“ von Graz nach Tokio sind die beiden jungen Steirer Fabio Trenn und Elias Lang mittlerweile in Khorog (Tadschikistan) angekommen. Seit 10. März haben sie auf der Route über Osteuropa, Russland, Kasachstan und Co. knapp 7000 Kilometer abgespult. „Uns geht’s super“, melden sie per E-Mail. „Nur in Usbekistan mussten wir etwa 400 km per Anhalter fahren, da uns mitten in der Wüste bei 45 Grad das Wasser ausgegangen ist.“ Die beiden Burschen sind weltoffen, entsprechend positiv fallen ihre Erfahrungen aus. „Wir begegnen unglaublich vielen netten und gastfreundlichen Menschen. Fast jeden Tag bekommen wir Wasser oder Essen geschenkt.“ Manchmal mit Nebenwirkungen. „Ohne Magenprobleme kommt man nicht durch Usbekistan“, witzeln die beiden. Ab Tadschikistan begannen die Berge, die ersten Pässe warteten. „So anstrengend es auch ist, die Aussicht ist unbezahlbar.“ Auf dem „Pamir Highway“ geht es derzeit Richtung Kirgisistan, von dort wartet Mitte August die vermutlich spannende Einreise nach China. Der Zielpunkt Tokio steht für den Herbst am Radar, nach 14.000 Kilometern. Fortsetzung folgt. 95

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