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SPORTaktiv August 2021

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SELBSTERFAHRUNG DR.

SELBSTERFAHRUNG DR. WOLFGANG MALLIN pensionierter Lungenfacharzt, ehemaliger Präsident der österreichischen Gesellschaft für Schlafmedizin www.schlafmedizin.at Tief- oder REM-Schlaf (Rapid Eye Movement) erkennen. „Das kann eine Uhr nicht“, urteilt Mallin. Was die Uhren hingegen können, ist über die sinkende Pulsfrequenz und die Bewegungen der Hand die Einschlafzeit, Schlafdauer und Schlafphasen ungefähr zu schätzen. Im Tiefschlaf ist der Puls 5 bis 8 Prozent niedriger, in der REM-Phase sehr unregelmäßig, weil Hirn und autonomes Nervensystem sehr aktiv sind. Die Sportuhrenanalyse kann im Einzelfall ganz gut hinkommen, wie unsere Erfahrungen zeigen, aber natürlich auch sehr ungenau ausfallen. „Grob gesagt könnte die Uhr urteilen, dass ich wach bin, weil sich die Hand bewegt und der Puls hoch ist. In Wirklichkeit schlafe ich, habe einen Albtraum und bewege die Arme.“ Oder in unserem Test: Fußball-EM, Abendspiel, die Uhr sagt „eingeschlafen“, dabei sitzen wir nur seit 75 Minuten regungslos am Sofa und der Puls ist beim 0:0 ganz unten. Mallin kennt auch Fälle, wo Tracker, Uhren und vor allem das grüne Licht zur optischen Messung des Pulses die Schlafqualität negativ beeinflussen. Da gibt es nur einen Tipp des Mediziners: „Runter damit.“ Unser Fazit: Die Sportuhren und Fit-Tracker können nicht zaubern und die Schlafphasen nicht medizinisch genau bestimmen. Sie liefern aber erste Anhaltspunkte und wecken zumindest das Interesse, das eigene Schlafverhalten im Auge zu behalten oder sich näher damit zu beschäftigen. DAS RÄTSEL VON 3:21 UHR Testgerät ist eine aktuelle POLAR Vantage M2, eine Multisportuhr der mittleren Preiskategorie (UVP € 279,90), die uns Polar zum Test zur Verfügung gestellt hat. Zwei Monate lang bin ich zum Datensammler geworden, habe fleißig mit der „Polar Flow App“ synchronisiert, Werte, Grafiken und Farbbalken studiert. Menüpunkt eins in der App ist die Alltagsaktivität. Ausschnitt aus der Langzeitauswertung: Ich habe im Juni durchschnittlich 14.814 Schritte oder 10,5 Kilometer täglich zurückgelegt. 3309 verbrauchte Kilokalorien pro Tag sind mehr als angenommen. Die Kehrseite: Offenbar schaufle ich auch mehr Energie in mich hinein als gedacht, sonst würde nicht seit Jahren der Hosenbund tendenziell enger werden. Menüpunkt zwei zeigt die Trainingsauswertung. Auch bei langen Einheiten im (gefühlt) langsamen Tempo liegt meine Durchschnittsherzfrequenz dennoch kaum unter 140 Schlägen. Uff, das ist zu viel. Es besteht also Luft nach oben. Dass ich zu unregelmäßig trainiere, weiß ich, bestätigt mir aber auch die Uhr: Zu oft verstreicht der Zeitraum, der den idealen nächsten Trainingszeitpunkt markiert, ungenützt, was das schlechte Gewissen nährt. Ein Blick auf den Schlaf: letzte Nacht „gute Schlafmenge, gute Stabilität, gute Regeneration“ – 94 von 100 Punkten. Endlich! Nach den heißen Nächten im Juni eine Wohltat. Nach unruhigen Nächten bescheinigte die Uhr auch öfters eine schlechte „Nightly Recharge“: Dieser Erholungswert ergibt sich bei Polar aus der Kombination von Schlafauswertung und dem ebenfalls nachts gemessenen bzw. errechneten Status des autonomen Nervensystems („ANS-Status“). Zwei Bier am Abend (Fußball-EM): Die Durchschnitts-Herzfrequenz ist gleich höher. Wer will, kann mit der Polar-Uhr in noch deutlich tiefere Datensphären vordringen: Etwa seine Herzfrequenz-, Herzfrequenz-Variabilität und Atemfrequenz, Nacht für Nacht und Minute für Minute nachvollziehen. Um 3:21 Uhr der letzten Nacht zeigt sich ein äußerst markantes Ausschlagen aller drei Kurven. Ein Albtraum? Ein Messfehler? Trotz der gut gemeinten Erklärungen in der App ist für mich der Punkt erreicht, wo mein Erkenntnisgewinn endet. Man könnte auch sagen: wo die Uhr endgültig gescheiter ist als ich. 26 SPORTaktiv

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