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SPORTaktiv August 2021

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MAN MUSS KINDER AUCH

MAN MUSS KINDER AUCH EINMAL ACHT, NEUN, ZEHN SPORT ARTEN AUSPROBIEREN LASSEN, EHE DAS PASSENDE GEFUNDEN IST. Möglichkeit, um als Elternteil seinen Kinder in einer Lockdownphase ein passendes sportliches Angebot zu machen. „Aber man kann von Eltern nicht erwarten, dass sie auch noch Sportpädagogen sind.“ Hoffen wir, dass die Freiheit, die es seit einigen Wochen endlich wieder gibt, auch längerfristig möglich ist. Bewegungsarmut ist freilich nicht erst seit Corona ein Thema. Sondern eines, das sich quer durch die gesamte Bevölkerung zieht – und auch das Kinder- und Jugendalter schon betrifft. 60 Minuten tägliche Bewegung in unterschiedlichen Intensitätsbereichen empfiehlt die WHO Kindern und Jugendlichen. Das erreicht nur eine Minderheit von einem Viertel bis einem Fünftel, weiß Schnitzer. Das zeigt zum Beispiel die regelmäßig durchgeführte „KIGGS“-Studie des renommierten deutschen Robert-Koch- Instituts: Nur 29 Prozent der Burschen und 22 Prozent der Mädchen zwischen 3 und 17 Jahren erreichen aktuell das empfohlene Pensum. Was ist aber mit dem (gefühlten) Sportboom? Ein bewegtes Leben, ein gesunder Lebensstil liegen doch im Trend – beweisen etwa Zahlen des Sporthandels. Aber auch Blicke in die sozialen Medien, wo sich viele (junge) Menschen beim Sport und in der Natur präsentieren. Schlägt das nicht automatisch auch auf die „junge Zielgruppe“ durch? Schnitzer sieht hier leider weniger einen Boom in der Breite als vielmehr eine Polarisierung: „Eine sehr sportliche Gruppe von Menschen macht zunehmend extremere Dinge. Dann gibt es eine große Gruppe, die kaum Bewegung 30 SPORTaktiv UNIV.-PROF. MARTIN SCHNITZER, PHD lehrt und forscht am Institut für Sportwissenschaft der Universität Innsbruck. martin.schnitzer​@ uibk.ac.at Bewegungsbedürfnisse sind unterschiedlich, müssen sich nicht mit denen der Erwachsenen decken und können auch einmal wechseln. Aber: Bewegung ist ein Grundbedürfnis. macht. Die gesunde Mitte fehlt“, sagt Schnitzer. Der auch dafür plädiert, Bewegung „breiter“ zu sehen: Nicht nur an Sport zu denken, sondern etwa auch Alltagsbewegung wie den Schulweg mit einzubeziehen. Auch hier sollten Erwachsene Vorbild sein, den Trend zum „E-Roller“ für die letzte Meile sieht der Sportwissenschafter überaus skeptisch. Bewegungsfreude fördern So weit die Theorie. Doch was kann man praktisch tun, um als Elternteil Bewegungsfreude seiner Kinder zu wecken? Sportwissenschafter Schnitzer, selbst Vater von vier Kindern, hat ganz grundsätzliche Ratschläge für Eltern von Kindern unterschiedlichen Alters: „Eine Grundregel ist, Bewegungsfreude vorzuleben. Oder wenn man das aus irgendeinem Grund nicht kann, Bewegung zu befürworten und in positivem Licht darzustellen. Das ist etwas Gutes, Lässiges“, sagt Schnitzer. Zur Art und Weise der Bewegung: „Gemeinsamer Sport mit Kindern darf zwischendurch auch einmal anstrengend sein. Aber am Ende soll das Freudvolle,

Spielerische überwiegen. Etwa beim Radfahren: Das Runterfahren als Belohnung fürs Rauffahren.“ Auch ein grundsätzlicher Tipp: „Einfühlen und verstehen, welche Bedürfnisse Kinder und Jugendliche haben“, sagt Schnitzer. Nicht von den eigenen Vorlieben ausgehen, sondern die Kinder selbst entdecken lassen, was zu ihnen passt. „Man muss Kinder auch einmal acht, neun, zehn Sportarten ausprobieren lassen, ehe das Passende gefunden ist.“ Andererseits sollte man auch nicht den ersten Impuls des Nachwuchs, eine Sportart nach drei Versuchen gleich wieder aufzugeben, nachgeben: „Vielmehr motivieren, auch einmal durchzuhalten, wenn es nicht so leicht ist. Das ist ja auch etwas, was im Sport für das Leben mitgegeben wird.“ Zu akzeptieren ist jedoch auch, wenn sich die Bedürfnisse ändern. Gerade mit dem Eintritt ins Jugendalter ist das häufig der Fall. Sport mit den Eltern, aber auch Sport im Sinne von Wettkampf und Leistungssport sei da häufig nicht mehr gewünscht. Manche Sportvereine hätten das schon verstanden, manche müssten sich auch erst danach ausrichten. Es muss aber nicht in einem Verein sein, man denke etwa an die urbanen Skaterszenen. Stichwort Jugendalter: Hier passiert oft ein Ausstieg aus dem Sport, wenn eben keine passende Alternative gefunden wird. Der Wiedereinstieg danach im Erwachsenenalter ist später oft schwer. Gelinge es aber, junge Menschen das gesamte Jugendalter über bei einem Sport zu halten, dann sei umgekehrt die Chance groß, dass man sich ein Leben lang gern bewegt, sagt Schnitzer. Ein Auftrag nicht nur für Eltern, sondern für die gesamte Gesellschaft. Urlaubszeit ist Bewegungszeit Die Möglichkeit zum Ausprobieren vieler unterschiedlicher Bewegungsformen haben wir schon angesprochen. Und dafür ist die Urlaubszeit ideal. „Zeitmangel wird häufig als Verhinderungsgrund von Sport genannt“, weiß Martin Schnitzer. „Dieses Argument fällt im Urlaub schon einmal weg,“ Der Sportwissenschafter liefert die fachlichen Inputs für das sportliche Angebot von Hotels der „Pletzer Resorts“ und hat für das „Familotel Bayrischzell“ in Oberbayern an einem Sport- und Gesundheitskonzept speziell für Familien mitgewirkt. „Der Urlaubskontext ist ideal, um neue Sportarten auszuprobieren. Wichtig ist auch die Möglichkeit, sich kompetent betreuen zu lassen“, erklärt Schnitzer. Ganz generell gilt, dass die Berge und das Wasser ideale „Familien-Bewegungszonen“ sind. Gerade jetzt, nach einem Jahr mit vielen Einschränkungen, gilt es, die wiedergewonnenen Bewegungsmöglichkeiten zu nutzen! ANZEIGE / Fotos: Peeroton LESERAKTION Fritz Greiner, Triathlet aus Vogau „Der PEEROTON SLIM SHAKE lässt sich wunderbar ins Training integrieren, ich hatte nie ein Hungergefühl. Als Triathlet freu ich mich über drei Kilo weniger in nur drei Wochen. Damit lässt sich die Langdistanz in Podersdorf Anfang September im wahrsten Sinn ‚leichter‘ meistern.“ Andreas Pavalec, Läufer aus Feldkirchen bei Graz „Nach einer OP arbeite ich gerade am Comeback; konkretes Ziel ist der Halbmarathon in Graz. Minus zwei Kilo nach zwei Wochen PEEROTON SLIM SHAKE motivieren mich nach der OP doppelt, ich zieh das SLIM-SHAKE- Programm sicher durch.“ ZIEL: –4kg Der PEEROTON SLIM SHAKE schmeckt lecker! Vorteilsaktion in Ihrer Apotheke und im Peeroton- Online-Shop: www.peeroton.com/ shop Infos unter: www.slimshake.at DER PEEROTON SLIM SHAKE LÄSST DIE KILOS PURZELN Ob gegen Corona-Kilos oder um sein Idealgewicht für ein sportliches Ziel zu erreichen: PEEROTON bat SPORTaktiv-LeserInnen zum Test seines „Slim Shakes“. Die Rückmeldungen zeigen: Minus ein Kilo pro Woche sind drin! SPORTaktiv 31

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