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SPORTaktiv Bikeguide 2016

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Im diesjährigen SPORTaktiv Bikeguide geben fünf Biker Einblicke in die emotionale Zweierbeziehung zwischen Mensch und Rad. Bei den Technikchecks erfährst du die wichtigsten Eckdaten zu den unterschiedlichen „Zweirädern" wie Marathon-, Cross-Country-, und All-Mountain-Bike. Außerdem kommt ein (nach wie vor) brisantes Thema zur Sprache: der Wegestreit zwischen Mountainbikern und Waldbesitzern. Ein Auszug aus der Streit-Chronologie zeigt, wie verfahren der sprichwörtliche Karren zwischen den zwei Lagern ist.

BIKEGUIDE allen

BIKEGUIDE allen Bereichen des Mountainbikens, vom Downhill bis zum Marathon, bildeten sich Communitys von Gleichgesinnten, die in wechselnden Gruppen und Teams gemeinsam – oder auch oft allein und einsam trainieren. Von Rennformaten bei Etappenrennen hervorgerufen oder von gemeinsamen sportlichen Zielen des „Höher-Weiter-Schneller“ beim Tourenfahren inspiriert, kam es auch zum ultimativen Downgrade der Gruppengröße: Es bildeten sich zunehmend Zweierteams! Argwöhnisch beobachtet von den echten Lebenspartnern verbringen diese beiden Sportfreunde einen erklecklichen Teil ihrer frei verfügbaren Zeit gemeinsam am Bike. Manchen der daheim Zurückgelassenen (in der Mehrzahl Frauen) wurde es irgendwann zu blöd, regelmäßig auf den dreckig, verschwitzt und immer zu spät daherkommenden Biketrainierer zu warten. Sie stiegen selbst ins „Stollenreifen-Business“ ein und flugs waren die Bike-Pärchen geboren. URLAUBSTRÄUME AM BIKE Das Mountainbike und die darauf sitzenden Bergradl-Enthusiasten haben definitiv die Fahrradindustrie in lichte (Umsatz-)Höhen geführt. Doch damit gaben sich die Mountainbiker nicht zufrieden! Gegen anfangs heftigen Widerstand der Tourismusregionen in den Alpen machten sie sich daran, mit ihrem sauer verdienten Schilling oder ebensolcher D-Mark in ebendiesen Regionen den Sommertourismus neu zu beleben. Schilling und D-Mark sind heute genauso Geschichte wie der Widerstand des Tourismus gegen sein eigenes pekuniäres Glück. Die Biker kamen nämlich meist in Gruppen und kommen heutzutage in Scharen. Gestartet wurde diese bikende Tourismusbewegung mit Etappen fahrenden Männerpartien reinsten Wassers: gestandene Kerle, flüchtig vor daheim, konditionell unerschütterlich und trinkfest! Sie taten sich in erster Linie als „Wall-Fahrer“ hervor und nutzen dabei die Wege, die schon seit Jahrhunderten von „Wallgehern“ benützt werden. Unsere deutschen Bikefreunde hatten indes anderes im Sinn. Sie be- Der Gruppenbiker aus Leidenschaft JÜRGEN PAIL ist begeisterter Mountainbiker, Obmann des Bikeclubs Giant Graz-Stattegg und Veranstalter der jährlichen Rennen in Graz-Stattegg. KONTAKT: bike09.at gannen ihre Sehnsucht nach dem Süden per Bike zu stillen und lösten eine Massenbewegung aus: Transalp als Tour, als geführte Tour, als Rennen und als heiliger Gral jedes Flachhügelbikers aus nördlichen Gefilden. Ein kleiner Exkurs dazu: Der einzige, der die Alpen in echt „erfahren“ hat, ist der Schweizer Lukas Stöckli. Von Wien nach Nizza, in einem Aufwaschen, in vier Wochen, mit 100.000 Höhenmetern. „Längs“, nicht „trans“. In der dafür einzig denkbaren Gruppe – allein! Wie auch immer – nach den eher rauhen Anfangsjahren des Mountainbike-Tourismus ist die Auswahl an Zielen und Angeboten für Biker heute im Zeichen von exotischen Destinationen, Bikeparks mit Liftsupport und Viersternehotel mit hauseigenem Guide beinahe unerschöpflich. Damit definieren sich die möglichen Gruppen vom zusammengewürfelten Transalphaufen bis zur Familie im Bikehotel mit Kinderbetreuung völlig neu. MÄDELS UND KIDS IM KOMMEN Haben die Pionierinnen des Bikesports noch versucht, die männlichen Vorbilder in allen Bereichen vom verbissenen Rennfahren bis hin zur Touren fahrenden Trinkfestigkeit zu imitieren, setzen die Mädels heute die Trends und die Maßstäbe. Befeuert von der In- FOTOS: Harry Tauderer, Erwin Haiden 20 SPORTaktiv-BIKEGUIDE 2016

.. DER KLEINE SNACK FUR ZWISCHENDURCH ! Wenn Jürgen Pail und Freunde auf Biketour sind, gehört das Einkehren natürlich mit dazu. „Spaß an der Freud“ geht gemeinsam einfach besser. dustrie, die beim Bike und der Bekleidung endlich den Unterschied von Manderl und Weiberl erkannt hat, finden immer mehr Frauen ihre Ideen von Style und Lebensgefühl auch im Biken verwirklicht. Diese Entwicklung zeitigt deutliche Auswirkungen auf die Gruppendynamik in allen Spielarten des Mountainbike-Sports. Lang hat es auch gedauert, bis sich die ersten Bikevereine etablierten, die auch mit Kindern unterwegs waren. Mittlerweile gibt es bereits bikende Kindergartengruppen, die mit Begeisterung jedes sich bietende Verkehrshütchen im kindgerechten Parcours umkurven. Ein ähnliches Lachen muss einst auch Joe, Gary und Konsorten bei der Abwärtsbewegung in ihren Bike-Spielplätzen an der US-Westküste im Gesicht gestanden sein. Damit schließt sich hier der Kreis: Spaß an der Freud geht eben nur in der Gruppe! Egal, ob es eine Kindergartengruppe ist, oder eine aus g’standenen Mannsbildern. 21 www.wiesbauer.at

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