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SPORTaktiv Bikeguide 2016

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Im diesjährigen SPORTaktiv Bikeguide geben fünf Biker Einblicke in die emotionale Zweierbeziehung zwischen Mensch und Rad. Bei den Technikchecks erfährst du die wichtigsten Eckdaten zu den unterschiedlichen „Zweirädern" wie Marathon-, Cross-Country-, und All-Mountain-Bike. Außerdem kommt ein (nach wie vor) brisantes Thema zur Sprache: der Wegestreit zwischen Mountainbikern und Waldbesitzern. Ein Auszug aus der Streit-Chronologie zeigt, wie verfahren der sprichwörtliche Karren zwischen den zwei Lagern ist.

BIKEKATEGORIE FOTO: TVB

BIKEKATEGORIE FOTO: TVB Paznaun – Ischgl Ironbike 32 SPORTaktiv-BIKEGUIDE 2016

SPORTaktiv-TECHNIKCHECK RAHMEN Die Langstreckenfahrer der Disziplin Marathon schätzen meist den Komfort der Vollfederung. Die Rahmengeometrien sind im Vergleich zu Racebikes auch deutlich komfortabler, sprich: Man sitzt weniger gestreckt. Die aufrechtere Sitzposition sorgt zudem vor allem in Downhill-Passagen für ein sicheres Gefühl und bessere Manövrierbarkeit. RÄDER UND REIFEN Der Trend bei den „Marathonisti“ der Transalp-Fraktion geht in Richtung 27,5 Zoll – zumindest, was vollgefederte Bikes betrifft. 29-Zöller der Marathon- Kategorie fahren fast nur noch Racer (und dabei oft als Hardtail), obwohl die „big wheels“ durchaus einige Vorteile bieten: besseres Überroll-Verhalten, mehr Traktion und bergab „mehr Gummi vor sich“ – also weniger Gefahr eines Überschlags, ergo mehr Fahrsicherheit. Bei den Alpenüberquerern ziehen 650B-Plus- Reifen, also 27,5-Zoll-Mäntel mit bis zu 3 Zoll (und mehr) Breite vor allem in Sachen Traktion mit den 29ern gleich. Wenn die „Halbfetten“ schlauchlos mit wenig Luft gefahren werden (möglich sind bis unter 1 bar), dann ist die Haftung vor allem im groben, nassen Gelände sogar besser. Einige Hersteller haben mittlerweile auch Rahmen im Programm, in die sowohl 29er- als auch 650B-Plus-Reifen passen: Die Bremsen haben den neuen „Boost“-Standard, Ausfallenden und Gabel sind breit genug für die „Halbfett“-Patschen. So kann man für kürzere Rennen die 29-Zöller montieren – und für die Alpenüberquerung die 27er-Plus-Reifen. FAHRWERK Hier sind 90 bis 120 mm Federweg an Front und Heck die Regel und ausgeklügelte Hinterbau-Systeme unterbinden unerwünschte Einflüsse des Antriebs auf die Federung. „Intelligente“ Plattformen sind eindeutig auf dem Vormarsch, die die Beschaffenheit des Geländes erkennen und die Dämpfungs-Charakteristik ohne Zutun des Bikers angleichen. Diese Systeme funktionieren mittlerweile gut und zuverlässig.Ein Lockout, um den Federweg fürs Bergauf-Fahren zu ... BEIM MARATHON-BIKE Räder dieser Kategorie sind erste Wahl für Alpenüberquerungen und lange Renndistanzen. blockieren, ist meist Standard – oft nicht nur für die Federgabel, sondern auch für den Hinterbau. Meist ist diese Funktion vom Cockpit aus zu bedienen; manchmal auch direkt am Dämpfer – und dann oft mit weiteren Einstellungsmöglichkeiten kombiniert. BREMSEN Je nach Einsatzbereich und Preisklasse finden sich auch an Marathonbikes bereits Vierkolben-Bremssättel. Größere und schwerere Fahrer, die gerne downhill unterwegs sind, montieren auch mal 200-mm-Scheiben vorn und 180 mm hinten, statt der üblichen 180-/160-mm-Kombi. Ganz neu und vor allem für Ausdauer- oder „Self-Support“-Fahrer (die Mehrtages-Rennen ohne Betreuung und mit Gepäck fahren) interessant: „WaterStop“-Bremsen (von Yps), die das Nachfüllen von Bremsflüssigkeit auch mitten in der Pampa unkompliziert machen. ANBAUTEILE Bei Race-Fullys spielt das Gewicht eine große Rolle – also finden sich auch hier, je nach Preisklasse, Carbon-Parts in allen Variationen, vom Lenker bis hin zum Sattel. Vario- oder Tele-Sattelstützen, die sich vom Cockpit aus in der Höhe verstellen lassen, halten auch in der Marathonklasse Einzug. Ausnahme sind die reinen Racer – (noch) aus Gewichtsgründen und weil Telestützen im Rennen bisher nicht praktikabel sind. „Einfahren“ geht nur mit Druck und kostet zu viel Zeit. Elektrische Versionen, die auf Kopfdruck auch absenken, sind noch in Entwicklung. ANTRIEB Auch bei Marathonbikes sind zwei Kettenblätter heute Standard, drei gibt´s eigentlich nur noch in den unteren Kategorien. Einfach-Systeme mit elf Ritzeln sind für fitte Racer ein Thema. Aber merke: Auch mit einem 42er-„Rettungsring“ wird es vor allem auf längeren Anstiegen hart, wenn man vorne nur ein Blatt fährt. Natürlich könnte man das Kettenblatt dem Gelände anpassen, mal 30, mal 34 montieren – aber wer will schon ständig die Kurbel wechseln ...? 33

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