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SPORTaktiv Bikeguide 2016

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Im diesjährigen SPORTaktiv Bikeguide geben fünf Biker Einblicke in die emotionale Zweierbeziehung zwischen Mensch und Rad. Bei den Technikchecks erfährst du die wichtigsten Eckdaten zu den unterschiedlichen „Zweirädern" wie Marathon-, Cross-Country-, und All-Mountain-Bike. Außerdem kommt ein (nach wie vor) brisantes Thema zur Sprache: der Wegestreit zwischen Mountainbikern und Waldbesitzern. Ein Auszug aus der Streit-Chronologie zeigt, wie verfahren der sprichwörtliche Karren zwischen den zwei Lagern ist.

PERSONALITY MIRO

PERSONALITY MIRO PETRUSIC, SPORTSCHULE KRAINER, FELD AM SEE (K) Miro, freust du dich nach dem Winter schon auf die Bikesaison? Klar, 2016 gehe ich in Kärnten in meine vierte Sommersaison. Im Winter arbeite ich auch bei Wolfi Krainer, als Skilehrer und Schneeschuhguide. Aber das Mountainbiken in den Nockbergen ist was ganz Besonderes. Inwiefern? Einerseits wegen der vielen Trails. Andererseits können wir hier bis zu den Gipfeln mit dem Bike fahren. Durch unseren Shuttleservice muss man außerdem keinen Meter auf Asphalt fahren, das ist großartig. Pro Jahr fahre ich über 60.000 Höhenmeter mit unseren Gästen. Wer sind denn die Gäste, die sich dir anschließen? Ich würde sagen, das Publikum ist so bunt, wie es die Mountainbiker eben sind. Es sind viele leidenschaftliche Uphillbiker genauso wie solche, die schöne Trails schätzen. Es kommen routinierte Biker ebenso wie Einsteiger zu uns. Der Vorteil mit einem Guide ist, dass man sich ganz auf sich, sein Rad und das Gelände konzentrieren kann. Man kann entspannt fahren, muss sich sonst um nichts kümmern. Was sind deine Kernaufgaben als Mountainbikeguide? Tourguiding und das Vermitteln der Fahrtechnik sind sicher die wichtigsten Aufgaben. Die Auswahl der Touren und Trails muss dem Können angepasst erfolgen. Unterwegs sollten Tipps zur Sicherheit und zur Fahrtechnik einfließen. Das sollte man möglichst spielerisch und dem individuellen Können angepasst vermitteln. Lernen kann man nämlich nur step by step. Natürlich weiß der Bikeguide auch über die besten Aussichtspunkte und die besten Hütten Bescheid. Wie erfolgt eigentlich die Gruppeneinteilung? Nach Selbsteinschätzung oder gibt es einen „Test“, damit jeder in der passenden Gruppe landet? Zum einen reden wir natürlich mit den Leuten, andererseits beginnen jede Tour und jeder Kurs auf unserem Übungsparcours im Tal. Die Gruppeneinteilung ist sogar ganz wesentlich dafür, dass unterwegs alle Spaß haben, und das kriegen wir auch sehr gut hin. Was kostet das Guiding mit dir? Da gibt es viele Möglichkeiten: Mit der „Regionscard“ sind zwei bis drei Touren pro Woche kostenlos. Eine Halbtagestour kostet regulär € 33,– und eine ganztägige € 55,–. Oder man bucht gleich ein mehrtägiges Fahrtechnikcamp mit Übernachtungen. Gibt es auch viele Stammgäste, die jährlich mit dir biken wollen? Die gibt es tatsächlich, viele kommen schon seit mehreren Jahren. Ist aber auch kein Wunder, schließlich haben wir jedes Jahr hier in den Nockbergen neue Trails und Wege! KONTAKT MIRO PETRUSIC: sportschule.at FOTOS: Bikeschule Krainer, Mountain Movement 56 SPORTaktiv-BIKEGUIDE 2016

MICHAEL MARTE, BIKESCHULE „GRAVITY ACADEMY“, BIKEPARK BRANDNERTAL (V) Michael, wie würdest du dich selbst als Biker beschreiben? Einfach als begeisterten Mountainbiker, der seine Leidenschaft zum Beruf gemacht hat. Die Begeisterung hat mich und auch meine Firmenpartner Philipp und Christian dazu gebracht, den ersten Bikepark Vorarlbergs auf die Beine zu stellen und zu betreiben. Nun gehen wir bereits in die dritte Saison. Neben Guiding im Bikepark gehört klassisches Tourenguiding in unserer Region zu unserem Angebot. Wenn du mit Gästen auf Tour gehst, was siehst du dann als deine wichtigsten Aufgaben: Tourguiding, Vermitteln von Fahrtechnik ...? In erster Linie ist es mir wichtig, Freude am Mountainbiken und an der Bewegung in der Natur zu vermitteln. Das Erlebnis sollte dabei immer im Vordergrund stehen. Aber natürlich ist auch Fahrtechnik eine wichtige Aufgabe, damit die Teilnehmer mehr Sicherheit auf dem Bike bekommen. Denn Sicherheit bedeutet Fahrspaß – und dieses Plus wirkt ein Bikerleben lang. Gehört auch das Motivieren in der Gruppe zu deinen Aufgaben? Klar, gerade bei unterschiedlichen Niveaus in der Gruppe ist es wichtig, Gäste motivieren zu können. Schließlich sollen auch die Schwächeren im Team das Outdoor-Erlebnis genießen können. Im Bikepark ist es zudem manchmal auch wichtig, mentale Blockaden überwinden zu helfen. Wie schafft man das am besten – motivieren, ohne zu überfordern? Ich halte es für besonders wichtig, ein Hindernis zuerst Schritt für Schritt zu besprechen. Erst muss man es ‚psychisch‘ überwinden, bevor man es auch physisch in Angriff nimmt. Wer sind denn die Biker, die dich als Bikeguide buchen? Guidings werden bei uns von ganz unterschiedlichen Typen gebucht. Von Kids, die zum ersten Mal im Bike park unterwegs sind, bis zum 50-jährigen Familienvater, der mit den eigenen Kids im Park mithalten will. Die klassischen Mountainbiketouren buchen genauso unterschiedliche Sportler: von blutigen Anfängern bis zu Topsportlern, die in Gesellschaft eines ortskundigen Guides biken wollen. Auch an dich die Frage: Was kostet’s? Wir bieten in unserer Bikeschule unterschiedliche Guidings an: Gruppenkurse und -touren, mit und ohne Ausrüstung. Touren in der Gruppe werden bereits ab € 25,– angeboten, Privatkurse können für € 48,– pro Stunde gebucht werden. Und was sind für dich als Bikeguide die schönsten Erfolgserlebnisse? Das Beste ist wahrscheinlich, wenn dich ein Kunde wieder bucht. Das ist eine tolle Bestätigung für den Job, den man gemacht hat. KONTAKT MICHAEL MARTE: bikepark-brandnertal.at 57

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