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SPORTaktiv Bikeguide 2016

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Im diesjährigen SPORTaktiv Bikeguide geben fünf Biker Einblicke in die emotionale Zweierbeziehung zwischen Mensch und Rad. Bei den Technikchecks erfährst du die wichtigsten Eckdaten zu den unterschiedlichen „Zweirädern" wie Marathon-, Cross-Country-, und All-Mountain-Bike. Außerdem kommt ein (nach wie vor) brisantes Thema zur Sprache: der Wegestreit zwischen Mountainbikern und Waldbesitzern. Ein Auszug aus der Streit-Chronologie zeigt, wie verfahren der sprichwörtliche Karren zwischen den zwei Lagern ist.

FAHRTECHNIK SO KOMMT IHR

FAHRTECHNIK SO KOMMT IHR RUNTER! WER BERGAB weiß, was er tut, ist nicht nur sicherer unterwegs, sondern hat auch mehr Spaß am Bike. Zum Lernen und Trainieren der Fahrtechnik ist ein Bikepark der ideale Ort – folglich ließen wir uns die fahrtechnischen Grundlagen von den Experten des steirischen Bikeparks Planai erklären. Flowige Singletrails liegen voll im Trend. Gleichzeitig ist das Abfahren nicht nur für Besitzer eines Allmountain-, Enduro oder gar Downhillbikes wichtig – bergab werden XCund Marathonrennen mitentschieden, eine saubere Linienwahl und ein sicheres Beherrschen des Bikes minimiert zudem das Sturz- und damit auch das Verletzungsrisiko. „Die Kombination aus Speed und schwierigen Bodenverhältnissen bringt viele Biker rasch an ihre Grenzen. Ohne erlernte Grundlage ist an einen flüssigen Fahrstil nicht zu denken“, erklärt es Andi Viehböck, Top-Downhiller und Fahrtechniktrainer, der heuer auch im Bikepark Planai Kurse anbieten wird. Stichwort „flüssig“: Was hat es eigentlich mit dem oft zitierten „Flow“ aus Sicht des Profis auf sich? „Es geht ums richtige Verhältnis von Speed, Fahrtechnik und Ausrüstung. Hast du Vertrauen in all diese Punkte, kann man von Flow sprechen. Sagen wir es so: Wer unten am Ende des Downhills automatisch ein Lächeln im Gesicht hat, der hat schon viel richtig gemacht.“ Doch das funktioniert eben nur mit einem Mindestmaß an fahrtechnischen Skills. Die drei wichtigsten Basics der Trail-Fahrtechnik zeigt Andi Viehböck euch rechts. Klar ist aber auch: Eine gute Fahrtechnik kann man sich nicht anlesen und auch nur bis zu einem gewissen Grad selbst aneignen. Am besten lernt man sie in einem der Kurse, wie sie die Bikeparks bieten – und dort findet man gleichzeitig das ideale Terrain zum Üben und Trainieren. FOTO: Bikepark Planai 62 SPORTaktiv-BIKEGUIDE 2016

1. Die Grundposition DIESE POSITION sollte von jedem Biker nahezu perfekt beherrscht werden, weil sie die Basis ist, aus der alle Manöver erfolgen. Beim Abfahren ist sie unbedingt notwendig, um auf Hindernisse schnell und sicher reagieren zu können. DAS IST ZU BEACHTEN: • Der Blick ist in Fahrtrichtung gerichtet, je nach Terrain und Geschwindigkeit ca. fünf Meter voraus, um früh genug auf Hindernisse reagieren zu können. • Beine in leichter Hocke- und O-Stellung, Pedale in waagrechter Position (den Vorderfuß je nach persönlicher Empfindung wählen). • Der Rumpf befindet sich zentral über dem Bike, die Arme sind leicht angewinkelt (Ellbogen zeigen nach außen). • Der Lenker liegt fest in den Händen, die Zeigefinger liegen stets bremsbereit auf den Hebeln. 1 2. Das Bremsen STETS AUF SICHT und bremsbereit unterwegs zu sein, ist die Grundregel, die immer eingehalten wird. DAS IST ZU BEACHTEN: • Eine gute Grundposition hilft, Stöße abzufedern. Gebremst wird aus der Grundposition heraus – je steiler das Gelände, desto weiter wird das Gewicht nach hinten verlagert. • Bei trockenen Bodenbedingungen soll zu 40 % über die Vorderbremse und zu 60 % über die hintere Bremse gebremst werden. • Blockierende Räder sind in jedem Fall zu vermeiden, um von der Traktion des Reifens auf dem Untergrund zu profitieren. 3. Das Kurvenfahren DRUCKTECHNIK nennt sich die am häufigsten angewandte Kurventechnik, die wie im Folgenden beschrieben erlernt werden kann. DAS IST ZU BEACHTEN: • Schulterbreiter Stand, Füße leicht nach außen. • Die Fahrgeschwindigkeit unbedingt vor dem Kurveneingang drosseln und an die Bodenbedingungen anpassen. • Der Blick orientiert sich Richtung Kurvenausgang, das Körpergewicht wird auf das äußere Pedal, das unten positioniert wird, verlagert. • Die Körperhaltung ist aufrecht und zentral, wobei das Bike in die Kurve gedrückt wird, um größtmöglichen Grip über die seitlichen Stollen des Reifens aufzubauen. 2 3 Der Experte ANDI VIEHBÖCK (29) kommt aus dem Motocross-Sport und bestreitet seit 2011 erfolgreich internationale Downhill- und Enduro- Rennen. 2015 gewann der Gmundner als erster Rider zum dritten Mal in Folge das 24h-Downhill-„Race the Night“ am Semmering. 2016 hält Andi erstmalig Fahrtechnik-Kurse im Bikepark Planai ab – jeweils an den ersten Wochenenden im Juni, Juli, August und September. MEHR INFOS: bikeparkplanai.at 63

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