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SPORTaktiv Bikeguide 2016

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Im diesjährigen SPORTaktiv Bikeguide geben fünf Biker Einblicke in die emotionale Zweierbeziehung zwischen Mensch und Rad. Bei den Technikchecks erfährst du die wichtigsten Eckdaten zu den unterschiedlichen „Zweirädern" wie Marathon-, Cross-Country-, und All-Mountain-Bike. Außerdem kommt ein (nach wie vor) brisantes Thema zur Sprache: der Wegestreit zwischen Mountainbikern und Waldbesitzern. Ein Auszug aus der Streit-Chronologie zeigt, wie verfahren der sprichwörtliche Karren zwischen den zwei Lagern ist.

E-MOUNTAINBIKE Tobias

E-MOUNTAINBIKE Tobias Spindler vom deutschen Hersteller Riese + Müller: „Der elektrifizierte Bergradler muss sich die Abfahrt genauso verdienen wie ein Biker ohne Unterstützung. Er kommt bloß weiter und höher, als es für ihn mit reiner Muskelkraft möglich wäre.“ Vergangenheit aber ist der Gipfelsturm mit hochrotem Kopf, denn Überlastungserscheinungen lassen sich auf dem E-MTB leichter vermeiden. Das macht das E-Bergrad auch für Radsportler interessant, die gezielt trainieren und die Belastung nach Belieben dosieren wollen. Ausgewiesene Bewegungsmuffel dagegen werden schnell feststellen, dass auch Mountainbiken mit Motor anstrengend ist. DER QUEREINSTEIGER Ein ausgewiesener Radsportler dagegen ist Guido Tschugg. Der gebürtige Allgäuer zählt zu den erfolgreichsten Bikern Deutschlands: Er fuhr in den vergangenen Jahren in 4cross-, Downhill- und Freeride-Rennen diverse Podiumsplätze ein, sechsmal war er deutscher Meister. Und zweimal war er als einziger Deutscher bei der „Red Bull Rampage“ dabei, dem wohl härtesten Freeride-Event der Welt. Im Januar des vergangenen Jahres wurde Tschugg dann „Testimonial“, wie es im Marketing-Sprech so schön heißt, für die elektrischen Bergräder des E-MTB-Vorreiters Haibike. Nicht „E-Bikes sind für mich so was wie die perfekte Kombination aus den beiden Welten Motocross und Mountainbiken!“ GUIDO TSCHUGG, DEUTSCHER WELTKLASSE- MOUNTAINBIKER, ÜBER DIE FASZINATION DER ELEKTRO- GETRIEBENEN BERGRÄDER weniger als 51 Elektro-Bergziegen hat der Hersteller aus Unterfranken mittlerweile im Programm; darunter drei Fatbikes und eine ausgewachsene Downhill-Kanone, mit der Guido häufig zu sehen ist – auch in diversen Anzeigen in einschlägigen Fachblättern. Wir sehen uns dagegen „live“ am Chiemsee in Oberbayern, unweit seiner Heimatstadt Prien. Guido hat sein „Xduro Downhill“ mitgebracht und für mich ein „Sduro Nduro“, das ich mal ausprobieren wollte, da ich noch nie ein „offenes“ E-Bike gefahren bin. Also eines, das bis 45 km/h Unterstützung gibt. „Mit der Kiste bin ich auch gern unterwegs“, grinst Guido, als er mir das Rad rüberschiebt – „ich liebe einfach die Geschwindigkeit ...“ DAS BESTE AUS ZWEI WELTEN Guido Tschugg wollte als Kind eigentlich Motocrosser werden, wie sein Vater. Dann fuhr er sein erstes BMX-Rennen, direkt auf den 2. Platz – und so blieb er beim Rad. „Jetzt hab ich alles! E-Bikes sind für mich die perfekte Kombination aus beiden Welten“, erklärt der 38-Jährige: „Die nächsten Jahre werden spannend, und ich freue mich darauf, den Soul von Mountainbike und Motocross zu kombinieren.“ Aber wie kommt er mit dem Gegenwind zurecht, der ihm vor allem im Netz entgegenschlägt, seit er sich für E-Bergräder engagiert? Kommentare wie: „Warum steigt jemand von einer Downhill-Rakete auf einen Rollator um?“ sind noch die harmloseren. Guido lacht: „Die Reaktionen sind eigentlich immer die gleichen. Viele sagen erstmal: ,Nö, so ein E-Bike, das ist nix für mich.‘ Aber jeder, der dann mal ein paar Runden elektrisch geschrubbt hat, der sagt hinterher: ,Wow, das ist ja richtig geil!‘“ DIE KISTE ZISCHT AB Wir starten auf Radwegen zu unserer Runde um die Kampenwand, eines der Lieblingsreviere der Chiemgauer Biker. Und das „Sduro“ geht richtig ab: 35, 40, 45 – die Kiste zischt dahin wie Ein Erlebnis der besonderen Art: Auf einem E-Mountainbike beginnt der „Flow“ bereits beim Bergauffahren. FOTOS: Haibike 76 SPORTaktiv-BIKEGUIDE 2016

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