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SPORTaktiv Bikeguide 2016

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Im diesjährigen SPORTaktiv Bikeguide geben fünf Biker Einblicke in die emotionale Zweierbeziehung zwischen Mensch und Rad. Bei den Technikchecks erfährst du die wichtigsten Eckdaten zu den unterschiedlichen „Zweirädern" wie Marathon-, Cross-Country-, und All-Mountain-Bike. Außerdem kommt ein (nach wie vor) brisantes Thema zur Sprache: der Wegestreit zwischen Mountainbikern und Waldbesitzern. Ein Auszug aus der Streit-Chronologie zeigt, wie verfahren der sprichwörtliche Karren zwischen den zwei Lagern ist.

MATERIAL HELM & BRILLE

MATERIAL HELM & BRILLE „Oben ohne“ geht gar nicht „Wer Köpfchen hat, der schützt es“, lautet wohl der bekannteste Slogan, der zum zwingenden Tragen eines Radhelms im Straßenverkehr aufruft. Umso mehr gilt dies, wenn man vorhat, steinige Trails, rutschige Waldböden und Ähnliches mit Speed zu bezwingen. Aus diesem Grund tragen Downhiller und Freerider prinzipiell Vollvisierhelme. Weil man damit aber – trotz ausgeklügelter Belüftungssysteme – ordentlich ins Schwitzen kommt und auch das Sichtfeld eingeschränkt wird, verwenden Race- und Allmountain-Biker eher „klassische“ Radhelm-Varianten, wobei Enduro-Helme in der Regel an der Seite und am Nacken weiter nach unten gezogen sind. Für bestmögliche Sicht und zugleich Schutz der Augen sorgen hochwertige Sportbrillen. Rennfahrer verwenden hauptsächlich leichte Modelle (oft mit Halbrahmen), Allmountain-Biker hingegen etwas robustere Modelle mit möglichst großem Sichtfeld. Im Freeride- und Downhill-Bereich kommen Brillen zum Einsatz, die jenen aus dem Ski- bzw. Motocrosssport ähneln. Erwähnenswerter Trend in allen Bereichen sind selbsttönende Gläser, die sich an die Helligkeit der Umgebung anpassen. sport_aktiv_95x135.pdf 1 16/03/2016 15:37 BIKEHOSEN & -TRIKOTS Verschiedene Dresscodes BIB-Shorts, also klassische, eng anliegende Fahrradhosen mit Trägern, sind das Markenzeichen von Marathon- und Cross- Country-Bikern. Die haut eng geschnittenen Hosen sind zum Teil aber auch unter den weiten Baggys anderer Mountainbiker zu finden. Bei all jenen, für die Bestzeiten nicht so sehr im Vordergrund stehen, dominieren weit geschnittene Shorts, die teils über (herausnehmbare) Innenhosen verfügen. Unter Baggys ohne Polsterung wird entsprechende Unterwäsche getragen (oder eben BIB-Shorts). Anhänger der „Gravity-Szene“ tendieren zu Shorts, die über das Knie reichen. Auch bei den Trikots gilt: je enger, desto renn orientierter. Lange Ärmel findet man bei Freeridern und Downhillern, deren meist farbenfrohe Ausrüstung nicht ohne Grund der von Motocross-Fahrern ähnelt. Fakt ist: In sämtlichen Kategorien kommen bei namhaften Herstellern nur hochwertige Funktionsmaterialien zum Einsatz, die Schweiß nach außen leiten und so für möglichst trockene Haut sorgen. Als Ergänzung schadet es gerade im Frühling und Herbst nicht, eine Wind- oder gar Regenjacke sowie Armlinge und Beinlinge, die kein großes Packvolumen benötigen, mitzuführen. Wird ein Unterhemd getragen, sollte man auch bei diesem Wert auf die Funktionalität legen. SCHUHE & PEDALE Mit oder ohne Klick Auch beim Anschaffen des Schuhwerks und den dazu passenden Pedalen gilt es, bedürfnisorientiert vorzugehen. Racer verwenden zur bestmöglichen Kraftübertragung Klickpedale mit Schuhen, die auf den ersten Blick denen von Rennradlern ähneln, allerdings mit einem zusätzlichen Profil ausgestattet sind und außerdem mit widerstandsfähigerem Material verarbeitet werden. Downhill-Biker tragen breit gebaute Schuhe mit verhältnismäßig wenig Profil, um auf ihren besonders robusten Pedalen, den sogenannten „Bärentatzen“, guten Halt zu finden. Im Enduro-Bereich ist beim Schuhwerk ein Kompromiss aus diesen beiden Welten die beste Wahl. An den Sohlen sind hier Vertiefungen zu finden, die die Verwendung von Klicksystemen ermöglichen, aber nicht zwingend erfordern. Ob Klickpedale eingesetzt werden, hängt hierbei vom Einsatzbereich und dem individuellen Geschmack ab. FOTOS: Schöckl Trail Area/The Gap Coaching, Bergamont Bikes. istock, Haibike 90 SPORTaktiv-BIKEGUIDE 2016

SERIE FAHRRADCOMPUTER HANDSCHUHE & PROTEKTOREN Je schneller, desto geschützter Das ungewollte Touchieren von Bäumen und auch Stürze kommen bei den geübtesten Mountainbikern vor. Damit derartige Vorfälle aber möglichst glimpflich ausge- . hen, sind zusätzlich zum Helm spezielle „Schutzmaßnahmen“ sinnvoll. Bei den Mountainbike-Handschuhen geht der Trend vermehrt in Richtung Vollfingerschutz. Moderne Materialien sorgen dafür, dass es zu keinem Hitzestau kommt, die Finger aber auch ohne zusätzliche Verstärkungen vor Hautabschürfungen geschützt sind. Doch auch Handschuhe, bei denen die Fingerspitzen freiliegen, erfreuen sich weiterhin großer Beliebtheit. Ausdauerorientierte Biker legen vor allem auf einen hochwertigen Gelpolster an den Auflageflächen Wert – „Abfahrer“ hingegen verwenden Modelle mit möglichst gutem Griff und Schutz am Handrücken. Bei den Protektoren wird die Sache schon etwas kniffliger. Während bei MTB-Marathons in der Regel komplett auf Schützer verzichtet wird, verwenden Allmountain-Radler zumindest fallweise Knie- und Ellbogenschoner. Abfahrtsorientierte Biker tragen zusätzlich Wirbelsäulen- und Brustschutz (oft in einer Weste kombiniert) sowie Schienbeinprotektoren. Und zum Teil sogar einen Nackenschutz, der im Ernstfall das Überstrecken der Halswirbelsäule nach hinten verhindert. Im Trend sind auch Rucksäcke mit eingebauter Schutzfunktion, die allerdings nicht mit der eines gut sitzenden Rückenprotektors vergleichbar ist. Zusammengefasst: Mit dem Adrenalinspiegel steigt meist auch die Quantität und Widerstandsfähigkeit des zu verwendenden Schutzmaterials. Downhiller und Freerider verwenden entsprechend robusteres Equipment mit Hartkunststoffschalen an der Außenseite. Etwas weichere Protektor-Varianten mit Schutzschichten im Inneren (beispielsweise für Trail-Biker) ermöglichen hingegen deutlich mehr Bewegungsfreiheit. Wie auch beim Helm sollte man bei Protektoren auf die richtige Passform und einen guten Sitz achten. Liegen diese nämlich nicht richtig am Körper, wird nicht nur die Schutzfunktion vermindert, sondern im schlimmsten Fall durch Verrutschen gar ein Sturz provoziert. RUCKSÄCKE & TRINKSYSTEME Der Komfort auf dem Rücken Ein Großteil der Mountainbiker ist heutzutage (außer natürlich bei Rennen) mit Rucksack unterwegs. Die Vorteile liegen auf der Hand: Im Rucksack findet sich ausreichend Stauraum für unverzichtbares Werkzeug (Reifenheber, Pumpe, Ersatzschlauch etc.) sowie für Schlechtwetterkleidung und Verpflegung. Manche Bikerucksackmodelle verfügen über einen eingebauten Rückenschutz, andere wieder über ein Trinksystem, bei dem mit Hilfe eines Schlauchs, der an einem der Rucksackträger festgemacht wird, auch während der Fahrt problemlos Flüssigkeit aufgenommen werden kann. Rucksäcke, die nicht über dieses Feature verfügen, können aber meist unkompliziert mit derartigen Trinkblasen nachgerüstet werden. Wichtig: Auch wenn diese nur mit klarem Wasser befüllt werden, sollte man darauf achten, dass Blase wie auch Schlauch stets sauber bleiben. Schlimmstenfalls können Verunreinigungen, die über einen längeren Zeitraum nicht beseitigt werden, dazu führen, dass das Trinksystem unbrauchbar wird. Verstellbare und gut gepolsterte Träger und Riemen sorgen auch in anspruchsvollen Passagen für Halt des Rucksacks am Rücken, sofern man sie konsequent anpasst. Gerade auf mehrtägigen Touren und Bikereisen machen sich Reißverschlüsse, die das Volumen des Rucksacks vergrößern, bezahlt. Trotz dieser Option mancher Modelle sollte man sich aber gut überlegen, was man unterwegs wirklich braucht (Werkzeug, Kleidung, Verpflegung) und sich unnötiges Gewicht ersparen. Für alle, die eine extra Portion Motivation brauchen Analoge Funkübertragung für die Geschwindigkeit Geschwindigkeitsvergleich Großes sehr gut ablesbares Display Mit Kalorienzähler und zwei Werten im Display 91 www.vdocyclecomputing.com

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