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SPORTaktiv Bikeguide 2017

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TOUREN PLANEN lation zum

TOUREN PLANEN lation zum realistisch eingeschätzten Eigenkönnen stellen.“ DIE SELBSTEINSCHÄTZUNG. Da ist vor allem Ehrlichkeit zu sich selbst gefragt: Bernhard Rauch empfiehlt dazu ganz pragmatisch: „Vergleicht euch mit anderen Bikern in eurem Bekanntenkreis. Schon die Jahreskilometer und -Höhenmeter geben einen gewissen Anhaltspunkt: Es ist eher utopisch, gleich stark wie ein Kollege zu sein, der fünf Mal so viel am Bike sitzt.“ DIE GRUPPENZUSAMMENSETZUNG. Als ideale Gruppengröße nennt der Naturfreunde-Experte drei bis sechs – möglichst homogene – Biker. Bei größeren Gruppen muss man Zeit für Verzögerungen einberechnen. Und wenn nicht alle gleich gut drauf sind? Orientiert man sich am Schwächsten. DAS PASSENDE KARTENMATERIAL. Unverzichtbar auf Tour, aber auch schon in der Planung. Bike-Karten im Maßstab 1:25.000 empfiehlt der Naturfreunde-Experte. „In den speziellen Karten für Biker sind die offenen Trails und Tracks einer Region verzeichnet.“ Eine Karte auch lesen zu können, etwa Geländeformen anhand der Höhenlinien zu erkennen, Weglängen und Höhenmeter herausmessen zu können, ist keine Selbstverständlichkeit – aber bei der Planung wie dann auf der Tour selber wichtig. Alpine Vereine wie die Naturfreunde bieten entsprechende Kurse an. GPS-DOWNLOAD. „Nach meiner Beobachtung verwendet bestimmt mehr als die Hälfte der Biker heute GPS“, sagt Bernhard Rauch. In der Planungsphase können einzelne Wegpunkte eingespeichert werden. Oder man lädt sich eine komplette Tour aufs Gerät, der man dann folgen kann. HÖHENPROFIL AUSDRUCKEN. In einer Kunststoffhülle eingeschweißt und am Lenker befestigt, leistet der Blick auf den Geländeverlauf dann unterwegs gute Dienste: „Es hilft, die Kraft einzuteilen, und man kann sich mental schon auf die nächsten Höhenmeter vorbereiten.“ WETTERPROGNOSE BEACHTEN. Ein wesentlicher Teil jeder Tourenvorbereitung – die natürlich auch für Biker gilt. Umso mehr, wenn es in Richtung Ganztages- oder Mehrtagestour geht. AUSRÜSTUNG CHECKEN. Die Ausrüstungsliste für Biker variiert natürlich nach Tourlänge. Immer mit dabei „abseits der Zivilisation“ sollten aber sein: Orientierungsmittel (Karte, evt. GPS-Gerät), Verpflegung, Wetterschutz, Erste-Hilfe-Paket, Werkzeug und Material für die wichtigsten Reparaturen sowie ein Handy. AUF DER TOUR ORIENTIEREN MIT KARTE. Auch wenn man nur einem GPS-Track oder der Beschilderung (die meisten offiziellen Bikerouten sind in der Regel sehr gut beschildert) nachfährt: Eine Karte sollte immer mit dabei sein und natürlich auch der Umgang damit beherrscht werden. „Der wichtigste Punkt ist die Bestimmung des eigenen Standorts. Ein Schild kann man immer

DAS NEUE ORIGINAL BIKE I URVATER ALLER BIKE RUCKSÄCKE IM NEUEN DESIGN Ob auf der Uhr, am Smartphone oder am Lenker: GPS ist für viele Biker eine unverzichtbare Orientierungshilfe. FOTO: Garmin mal bei einer Abzweigung übersehen – und es gibt leider auch das Phänomen ‚versetzter‘ Schilder. Daher sollte man generell laufend seinen Standort kontrollieren. Mit einfachen Übungen wie dem Benennen umliegender Berggipfel, dem Verfolgen von Gewässerverläufen und anderen markanten Merkmalen kann man das auf bekannten Touren schnell erlernen und bekommt Sicherheit“, empfiehlt der Naturfreunde-Experte. ORIENTIEREN MIT GPS-GERÄT. So lange alles funktioniert, eine gute Sache – die Karte ist aber als „Backup“ bei einem technischen Ausfall unverzichtbar. „Das Gerät sollte am Lenker montiert sein und die Kartenansicht ein wenig herausgezoomt, um nicht nur den Wegverlauf, sondern auch umliegende Landschaftsmerkmale wahrnehmen zu können“, rät Bernhard Rauch. SMARTPHONE-APP STATT „ECHTEM“ GPS-GERÄT? „Das große Problem bei Smartphones ist nach wie vor die Akkulaufzeit. Mein Tipp für Smartphone-Nutzer wäre, auf jeden Fall einen Akkupack und eine Karte mitzuführen.“ Was man auch bedenken sollte: Es gibt zwar Smartphone-Halterungen für den Lenker, aber im Fall eines Sturzes ist das GPS-Gerät sicher robuster als das Handy. DER EXTRA-TIPP: ZUM BIKEGUIDE AUSBILDEN LASSEN. Auch wenn man nicht als Profi-Bikeguide jobben möchte, lernt man in einer Ausbildung zum MTB-Guide alles, was man zum sicheren, selbstständigen Biken und Führen einer Gruppe im unbekannten Gelände braucht: Vom Orientieren über Erste Hilfe bis zur Bikemechanik. Die Naturfreunde Österreich bieten zum Beispiel allen Interessierten eine Bikeguide-Ausbildung in zwei Modulen an. 47 www.deuter.com

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