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SPORTaktiv Bikeguide 2017

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TRAILBAU Kann erst

TRAILBAU Kann erst einmal gebaut werden, wie hier am Wurbauerkogel in Oberösterreich (linkes Bild) oder auf der Petzen in Kärnten (rechte Bilder), dann geht es vergleichsweise schnell, bis die Biker am Zug sind. Wesentlich zeitaufwendiger (und oft auch nervenaufreibender) ist die Planungs- und Genehmigungsphase. Bikeparks auf der Schladminger Planai oder in Wagrein (Salzburg) und als jüngstes Projekt den Bikepark am Wurbauerkogel (Oberösterreich) realisiert hat, meint dazu: „Nach der Strecken-Markierung erfolgt die Vor-Ort-Besichtigung mit den jeweiligen Grundbesitzern. Erst wenn alle ihr ‚Okay‘ mittels Unterschrift am Plan gegeben haben, können die Unterlagen den Behörden zur Genehmigung vorgelegt werden. Je nachdem, wie viele Besitzer es gibt, kann das dauern.“ Dann kommen noch die Besichtigungen mit Behördenvertretern und Sachverständigen, weiß Fernbach: „Erst danach wird ein Bescheid ausgestellt, der allerdings wiederum Auflagen enthalten kann, die zu beachten sind. Erst dann können wir mit dem Bau beginnen.“ DREI WOCHEN PRO KILOMETER Nun kommt also der sichtbare Teil des Trailbaus. Das kann je nach Lage, Geologie, Maschinen-Einsatz und Budget unterschiedlich lang dauern; in der Regel, und je nach Wetter zwischen wenigen Monaten bis zu einem Dreivierteljahr. Zum Einsatz kommen dabei beispielsweise Drehkranz- und Spinnen-Bagger, Radlader, Raupen-Dumper, Mini-Bagger und, ganz wichtig, die Rüttelplatte, um den Boden zu verfestigen. Aber auch „hemdsärmelig“ mit Krampen und Schaufel wird gewerkt ... Je nach Anlage, Länge und Gelände rechnet Peter Fernbach mit drei bis vier Wochen pro Kilometer: „Es kommt vor allem aufs Wetter an, aber auch auf den Maschinen- und Personal-Einsatz, der sich aus dem Budget ergibt. Und ein naturbelassener Singletrail lässt sich schneller bauen, ein Jumptrail mit viel Erdbewegungen dauert länger.“ Philipp Wiedhofer: „Eine Rolle spielt auch, wie oft in der Bauphase nachjustiert werden muss. Zwar so wenig wie möglich, aber es passiert doch öfters, dass etwas geändert werden muss. Zudem muss laufend auf die Gegebenheiten des Bodens reagiert werden.“ 15 BIS 80 EURO PRO METER Die Gesamtkosten für einen Trail können bis zu 200.000 Euro betragen – soviel hat in etwa der Petzen-Trail gekostet. Was macht den Trailbau teuer? Diddie Schneider: „Die Maschinenmiete macht locker 35 Prozent der Gesamtkosten aus. Für den Übungsparcours im Bikepark Schöneck etwa kamen allein fast 20.000 Euro Betriebskosten zusammen, also für Öl, Sprit, Fett, Ketten. Dazu 40.000 Euro für LKWs und Material. Noch ein Beispiel: Für die Downhill-Strecke in Willingen mussten wir 700 LKW-Ladungen Erde herankarren. Da landet man schnell bei solchen Summen.“ Philipp Wiedhofer und Peter Fernbach rechnen je nach Anlage und Gesamtlänge mit 15 bis 80 Euro pro laufendem Meter. Mit dem Bau allein sind die Kosten aber noch nicht am Ende: Der Trail muss gepflegt und erhalten werden. Auch das kostet durchaus, weiß Philipp Wiedhofer: „Grob kann man sagen, dass sich die jährlichen Wartungskosten auf fünf bis 15 Prozent der Errichtungskosten belaufen. Je besser die Planung und je nachhaltiger der Bau, umso geringer sind die Folgekosten. “ Wesentlich für die Erhaltungskosten ist die Anlage des Trails, was Neigung, Wasserführung, Aufbauten und Material betrifft. Daher sollte das maximale Gefälle nicht über 15 Prozent betragen, um die beiden „Hauptfeinde“ des Trails, Wasser und Brems spuren, in Schach zu halten. „Gut erhaltene Trails, auch bei hohem Nutzungsgrad, sind das Zeichen eines professionellen Trail-Baus“, sagt Diddie Schneider: „Und natürlich die Begeisterung der Biker ...“ FOTOS: Bikepark Wurbauerkogel/Steiner, Region Klopeiner See – Südkärnten/Haidenm, www.bikefacilities.de 70 SPORTaktiv-BIKEGUIDE 2017

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