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SPORTaktiv Bikeguide 2020

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PUSH AND PUMP WIE IM

PUSH AND PUMP WIE IM SKISPORT IST AUCH BEIM MOUNTAINBIKEN DAS ABWÄRTSBRETTERN DIE KÖNIGSDISZIPLIN. DARUM HABEN WIR FÜR UNSERE „MTB-FAHRSCHULE“ DIESMAL MIT DAVID TRUMMER EINEN DER WELTBESTEN DOWNHILLER ALS INSTRUKTOR ANGEWORBEN. SCHLIESSLICH IST GERADE DAS WECHSELSPIEL VON GESCHWINDIGKEIT UND SICHERHEIT FÜR VIELE BIKE-NEWCOMER DIE GRÖSSTE CHALLENGE. VON THOMAS POLZER 44 SPORTaktiv

Foto: Isac Paddock Aufgewachsen im südoststeirischen Gnas, ist der 25-jährige David Trummer der lebende Beweis, dass man – anders als im Skisport – nicht in den Bergen aufgewachsen sein muss, um ein Weltklasseabfahrer auf dem Mountainbike zu werden. Und damit sind wir auch schon beim ersten Tipp, den David Trummer und unser Co-Instruktor und MTB-Trainer Michael Gölles allen angehenden, aber durchaus auch den fortgeschrittenen Mountainbikern mit auf den Weg geben wollen: Um an der Kombination von Fahrtechnik und Geschwindigkeit zu feilen, braucht ihr keine steilen Downhill-Strecken – es genügen in Wahrheit schon ein paar kleine Hügel! Im Idealfall sind es allerdings nicht irgendwelche Hügel, sondern ein künstlich angelegter „Pumptrack“. „Diese kupierten Rundstrecken“, erklärt Michael Gölles, „die man früher nur von BMX-Rennen kannte, nutzen wir schon seit 15 Jahren, um den Bikern die richtige Technik beizubringen. Denn am Pumptrack spürt jeder sofort, ob seine Grundposition in den Kurven stimmt oder ob das Timing passt, wenn durch das pumpende Drücken auf und in der Welle das Bike maximal beschleunigt werden soll.“ Doch bevor uns Trummer genau zeigt, wie dieses „Push and Pump“ am Bike funktioniert, empfehlen unsere beiden Instruktoren, sozusagen zum Aufwärmen für diese MTB-Fahrschule, einige wichtige Basic-Übungen: „Versucht anfangs einfach einmal, mit dem Bike so langsam wie möglich zu fahren, um eurer Gleichgewicht zu schulen. Probiert dabei, das Vorderrad und das Hinterrad durch Anheben seitlich zu versetzen. Macht dann ganz gezielt ein paar Bremsmanöver vom Speed bis in den Stillstand mit anschließendem Stehversuch. So lernt ihr das Bremsverhalten eures Bikes kennen.“ Ganz wichtig beim Basicthema Bremsen: Habt keine Angst, die (stärker wirkende) Vorderbremse einzusetzen, sondern lernt aus euren Fehlern: Wenn das Rad wegrutscht, hat man zu intensiv gebremst. Das heißt, beim nächsten Mal an derselben Stelle früher anbremsen. Wie überhaupt gilt: Da das Bremsen immer zulasten des Grips geht, wird vor Kurven schon zuvor auf der Geraden angebremst, beim Richtungswechsel ist man dann schon weg vom Anker und kommt so nicht ins Schleudern. Eine weitere Grundregel hat Michael Gölles parat: „Schau nie, was dein Vorderrad macht, sondern richte den Blick weit genug, zumindest ein paar Meter, auf die Strecke voraus. Der Biker-Lehrsatz lautet: Wenn du das Vorderrad rutschen siehst, dann könnte in diesem Moment der Blickfehler der Auslöser sein ...“ Aus seiner jahrelangen Erfahrung als Weltcup-Downhiller weiß Trummer am besten, dass beim Erlernen und Festigen von Fahrtechnik vor allem das richtige Tempo ganz entscheidend ist. „Ist man zu langsam, findet man nur schwer das Gleichgewicht. Ist man zu schnell, bekommt man ein Timingproblem und die Folge sind wieder technische Fehler. Das Herantasten an das richtige Tempo ist im Training eine ganz wichtige Aufgabe, denn so werdet ihr ganz automatisch schneller und schneller und zugleich bekommt ihr auch das nötige Vertrauen und die Sicherheit für diesen Sport.“ Apropos Sicherheit: Dass Stürze speziell bei Downhill-Fahrten dazugehören, ist Faktum. „Ich werde immer wieder gefragt“, sagt David, „ob es eine Sturztechnik gibt. Nein, die gibt es aus meiner Sicht nicht. Wenn’s passiert, dann kann man nur hoffen, dass der Sturz glimpflich ausgeht. Stürze gehen in der Regel schlechter aus, wenn die Biker zu lange dagegen ankämpfen. Also wenn nix mehr geht sich rechtzeitig vom Bike trennen. Umso wichtiger ist es, dass ihr viel Zeit in die Sturzprävention investiert. Und die lautet natürlich neben einer professionellen Schutz

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