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SPORTaktiv Bikeguide 2020

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LEIHEN MIETEN LEASEN

LEIHEN MIETEN LEASEN AUTOS WERDEN GELEAST, SKI GELIEHEN, BIKES GEKAUFT. LANGSAM, ABER STETIG ENTWICKELT SICH ABER AUCH AM BIKE- UND E-BIKE- MARKT EINE ÜBERLEGENSWERTE VIELFALT BEI LEIH-, MIET- UND LEASING VARIANTEN. WIE GUT LÄSST SICH DER TRAUM VOM BIKEN OHNE KAUFEN SCHON VERWIRKLICHEN? VON CHRISTOF DOMENIG Wenn ein neues Auto ins Heim soll, besteht die Wahl zwischen Barkauf, Kredit oder Leasing. Bei Skiern wiederum kann man sich zwischen Kauf und Leihe entscheiden, wobei das Leihen dem Kaufen schon deutlich den Rang abgelaufen hat. Mit dem Leihski bekommt man auch eine Reihe von Vorteilen, kann etwa ständig neues Material ausprobieren oder bekommt jeden Tag ein frisch serviciertes Gerät. Und als Gelegenheitsskifahrer kann man mit dem Leihen auch richtig Geld sparen. Besteht der Wunsch nach einem neuen Bike, denken derzeit erst wenige an eine Alternative zu Kaufen und Besitzen nach. Aber es gibt sie, die Alternativen. Und sie werden beliebter. Ähnlich wie bei Ski und Auto muss auch beim Bike nicht immer der Kontostand hinter der Entscheidung stehen, an eine Alternative zum Barkauf zu denken: So ist zum Beispiel die Frage berechtigt, ob man ein wertvolles Bike im Winter wirklich monatelang in den Keller sperren will – oder es sich lieber gleich nur für die warme Jahreszeit ins Haus holt. Und im nächsten Jahr wieder ein Neues. Drei durchaus überlegenswerte Alternativen haben wir uns herausgepickt, mit denen man biken kann, ohne ein Bike kaufen zu müssen (Illegales nicht mitgezählt): Leihe, Miete oder Leasing. Wir haben uns die drei Varianten angeschaut: Wie sie funktionieren, was sie kosten und für wen sie passen. LEIHEN Sporthandel und Tourismus bieten eine Reihe von Bikeverleih-Angeboten. Geliehen wird stunden-, halbtagsoder tageweise, manchmal auch eine Woche – also vergleichbar mit dem Skiverleih. Manchmal wird diese Variante auch als „Bikemiete“ bezeichnet, wir definieren Miete (siehe dort) jedoch über einen deutlich längeren Zeitraum als Leihe. Für wen passt das Leihmodell? Für sehr unregelmäßige Biker könnte es sich durchaus auszahlen. Alle, die nur wenige Wochenenden im Jahr fahren wollen oder die, die nur im Urlaub ausnahmsweise Biketouren unternehmen. Beim Urlaub: Ist am Auto keine Anhängerkupplung für einen Biketräger vorhanden – Bike daheimlassen und am Urlaubsort eines leihen. Leihen kann sich auch auszahlen, wenn man ein Bike kaufen und es zuvor einmal richtig Probe fahren will (viele Händler erlauben nur kurze Fahrten). Fraglich ist jedoch, ob es genau das eigene Wunschbike auch zu leihen gibt. Eher wird dieses Argument auf ein Bikekonzept statt auf ein konkretes Modell zutreffen: Als die E-Bikes und E-Mountainbikes jung auf dem Markt waren, haben es viele zunächst geliehen und ausprobiert, statt die Katze im Sack zu kaufen. Für Mountainbiker bietet sich Leihe auch an, wenn man atypische Einsätze plant: Ein Tag im Bikepark wird dem wertvollen Race-Fully wenig Freude bereiten – umgekehrt genauso. Fotos: iStock 62 SPORTaktiv

Stattdessen leiht man sich ein Endurooder gleich Downhillbike, das es oft sogar direkt bei der Talstation gibt. Was kostet die Leihe? Kommt darauf an. In Tourismusregionen ist es öfters etwas teurer als in weniger touristischen Gebieten, E-MTBs kosten mehr als normale Mountainbikes und E-Fullys noch einmal mehr als E-Hardtails. Pro Tag ist mit € 30,– bis 60,– zu rechnen, wochenweise sind € 200,– bis 300,– Euro ein Anhaltspunkt. Nachteil? Die Bikes werden natürlich auch von anderen gefahren. Und Auswahlmöglichkeiten sind beschränkt. MIETEN Wer halbwegs regelmäßig bikt, stößt mit dem Leihmodell schnell an Grenzen der Rentabilität. Anders schaut es mit Mietmodellen aus, die man ebenfalls findet. Dabei mietet man ein Bike für einen längeren Zeitraum, zum Beispiel eine Saison oder ein Jahr, und gibt es dann zurück. Derzeit noch auf Deutschland beschränkt, aber bald auch in Österreich zu haben ist das „E-Bike-Abo“-Modell von „Rebike Mobility“ aus München: 3, 6 oder 12 Monate kann man dabei neue E-Bikes von rund 20 Premiummarken mieten. Das Bike wird vor die Haustür zugestellt und am Ende wieder abgeholt. Wer gehört zur anvisierten Kundengruppe? „Etwa Menschen, die noch unsicher sind, ob ein E-Bike richtig für sie ist. Oder Enthusiasten, die jedes Jahr das neueste Bike mit der neuesten Technik wollen. Oder auch solche, die ein Bike nur für die Sommersaison brauchen und im Winter gar nicht wüssten, wo sie es unterbringen sollen“, zählt Melanie Maier von Rebike auf. Für sie ist auch klar: Nutzen statt besitzen liegt im Trend. SPORTaktiv 63

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