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SPORTaktiv Bikeguide 2021

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KINDERN MUSS MAN LANGE

KINDERN MUSS MAN LANGE EINE ALS KIND GEHÄNSELT UND VON TRAINERN NICHT ERNST GENOMMEN. ALS ERWACHSE- NER ERFOLGREICHER MOUN- TAINBIKEPROFI. EHRGEIZ UND DURCHHALTEVERMÖGEN HABEN LUKAS KAUFMANN WEITERGEBRACHT. UND, DASS SEINE ELTERN IMMER HINTER IHM GESTANDEN SIND. VON GEORG MICHL CHANCE GEBEN Mit zwölf Jahren bin ich in Landescups Letzter geworden. Oder Vorletzter, wenn sich ein anderer verfahren hat“, erzählt Lukas Kaufmann und lacht. Mittlerweile ist der Oberösterreicher allerdings nicht mehr von Navigationsfehlern der Konkurrenz abhängig. Spätestens mit dem dritten Platz auf der Königsstrecke der Salzkammergut-Trophy im Jahr 2019 hat er seine Klasse auf dem Mountainbike unter Beweis gestellt. „Meine Stärke ist, dass ich nie aufgebe Foto: The Outdoor Lab Fotos: xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx 44 SPORTaktiv

und alles mit Freude mache. Wenn man an seine Ziele und Träume glaubt und alles dafür tut, dann kann man sie erreichen.“ Dass er einmal die 200 Kilometer im Herzen Österreichs auf dem Podest beenden würde, hätte sich der Letzte der Cuprennen 2006 aber nicht gedacht. Denn auf dem Weg vom Burschen zum Profi vergoss der Kronstorfer nicht nur viel Schweiß. Als Jugendlicher durchlief er eine Wandlung. „Sagen wir es einmal so: Ich war als Kind dem Essen nicht abgeneigt.“ Die Mutter war die erste Frau Österreichs, die den Titel „Meisterköchin“ verliehen bekam und ihre Kochkünste waren für den Sohn in jungen Jahren von einer verhängnisvollen Güte. „Bei uns hat es immer sehr gute Sachen gegeben, aber ich habe auch viel ungesunde Dinge extra dazugegessen.“ Wenn es beim Einkauf nicht etwa eine Leberkässemmel gegeben hat, konnte der Sprössling schon einmal ungehalten werden. Zu den Favoriten zählte ein lukullischer Gipfelsturm: die Bergsteiger. Aber nicht, weil der Vater als passionierter Bergsportler ihm schon damals die Liebe zu den Massiven vermittelt hat, durch die er jetzt pedaliert. „Es war so, dass ich selbst schon zu Geburtstagen so Geschenkkörbe von den Verwandten bekommen habe.“ Hänseleien von anderen Kindern blieben ihm nicht erspart. „Die haben mich teilweise schon beschäftigt“, erzählt er, „aber meine Eltern sind immer hinter mir gestanden und sie haben mir das Gefühl gegeben, dass es das Wichtigste ist, dass ich glücklich bin.“ ICH HABE ALS KIND WIRKLICH UNGERN VERLOREN. WENN ICH DANN EINE AUF DEN DECKEL BEKOMMEN HABE, HABE ICH WAS ANDERES GEMACHT. SPORTaktiv 45

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