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SPORTaktiv Dezember 2016

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OUTDOOR FREE TO EXPLORE

OUTDOOR FREE TO EXPLORE BLIZZARD ZERO G 95 Mit Tourenski aus der Blizzard ZERO G Serie sind die Tage schlechter Abfahrtsperformance, zugunsten des Gewichts vorbei. Unsere innovative Carbon Drive Technologie ermöglicht den neuen Industriestandard für leichte Ski, mit der jahrzehntelang bekannten Blizzard Abfahrts-Performance. Der Zero G 95 ist der Allrounder unter den Tourenskiern. Entwickelt, um noch leichter aufzusteigen und um bei der Abfahrt ein völlig neues Gefühl von Kontrolle, Vergnügen und Freiheit zu erleben. ERHÄLTLICH BEI DEN BLIZZARD COMPETENCE CENTERN UND IM FACHHANDEL. Jede Skitour ist großartig. Man ist der Natur nahe, im weglosen Gelände, abseits der Menschenmassen. Man kann herrlich abschalten und den eigenen Körper, die kalte Luft, den Wind und die Sonne spüren. Das alles gilt für eintägige Skitouren genauso wie für mehrtägige, hier gibt es für mich keinen Unterschied. Aber eine Skidurchquerung oder Skihochtour, wie es eben zum Beispiel die Haute Route ist: das ist die Königsklasse! Das ist viel mehr als normale mehrtägige Skitouren: Gletscherskitouren (und das sind per Definition eben „Skihochtouren“) entführen uns in eine andere Welt, in die Welt oberhalb der Baumgrenze. Riesige Gletscherflächen sind von felsigen Bergen eingerahmt. Die bizarren Formen der Gletscher, mit ihren teils riesigen Spalten und Seracs sind für mich nicht nur ein Naturschauspiel, sondern sie machen mir auch jedes Mal bewusst, wie mächtig die Natur ist und wie winzig und unbedeutend wir Menschen sind. Mit ihrer immer auch vorhandenen Bedrohlichkeit sind Gletscher somit auch Orte der Besinnung und der Demut gegenüber der Natur. Wenn man auf einer Skihochtour die Gipfel erreicht, ist bei schönem Wetter der Ausblick schier unendlich weit. So weit sehen zu können, wie die Erdkrümmung es zulässt, diese Belohnung für den Aufstieg gibt es nicht jedes Mal. Aber wenn, dann fühlt es sich an, wie auf einer Wolke zu schweben und herunter zu sehen. Auch die Abfahrten sind auf diesen „Königstouren“ etwas Besonderes. Sie enthalten oft steile Flanken in den felsigen Passagen, die kraftraubend sind und doch ein rassiges Abfahrtsgefühl vermitteln; aber auch gemütliche, mäßig steile und breite Gletscherflächen, die man genussvoll und scheinbar ohne Kraftaufwand herunterschweben kann. Wohlgemerkt nur scheinbar: Wie viel Kraft wirklich notwendig ist, merkt man spätestens, wenn der Schnee schon etwas schwer geworden ist und man längere Distanzen in einem Zug durchfahren will. Noch ein Gedanke: Skidurchquerungen im hochalpinen Gelände führen immer sehr weit weg vom Alltagsstress im Tal. Man taucht für mehrere Der Experte PETER PLUNDRAK, 52, aus Sollenau (NÖ), ist staatlich geprüfter Instruktor für Skihochtouren, Hochtouren und alpines Klettern und Skitourenreferent der Naturfreunde Niederösterreich. Er ist jährlich auf Skihochtouren unterwegs, bevorzugt in den Westalpen. KONTAKT: naturfreunde.at Tage in eine Welt ein, in der man die Natur in ihrer Schönheit, aber manchmal eben auch in ihrer Bedrohlichkeit hautnah erlebt. Es ist eine Welt ohne Telefon, Internet, Zeitung und TV – und eine ohne die kleinen und großen, oft selbstgemachten Sorgen des Alltags. KÖRPERLICHE ANFORDERUNGEN Natürlich benötigt es Fähigkeiten und Kenntnisse, um eine Skihochtour sicher zu absolvieren. Auch in allen anderen Bereichen des Lebens ist es so: Niemand startet mit der Königsdisziplin! Man muss Erfahrungen sammeln und sich an große Aufgaben herantasten. Doch niemand sollte sich grundsätzlich abgeschreckt fühlen, nach dem Motto: „Das schaff ich nie.“ Beginnen wir mit der Frage der Fitness: Wie körperlich fordernd eine solche Unternehmung ist, hängt von mehreren Faktoren ab. Mehrtagesskitouren im Mittelgebirge sind sicher weniger fordernd als solche im Hochgebirge, wo die Luft dünner ist. Die Tourlänge (überwundene Höhenmeter und horizontale Entfernung) spielt eine wichtige Rolle. Und auch wenn sich alle Sonne wünschen, ist es viel fordernder, stundenlang im Frühling in der prallen Sonne unterwegs zu sein, als bei kühlen Temperaturen und bedecktem Himmel. FOTOS: Peter Plundrak BLIZZARDSPORTS.COM 104 SPORTaktiv

Auch beim Übernachten spielt die Seehöhe eine Rolle: Im Tal regeneriert der Körper leichter und besser als in ungewohnter Höhe auf einer Berg hütte. Wer das nicht gewohnt ist, sollte schon ein paar Tage vor der eigentlichen Tour anreisen, um sich zu akklimatisieren. So beugt man Kopfweh und Leistungseinbrüchen vor. Was man vor einer Skitourendurchquerung auch bedenken sollte: Da man von Hütte zu Hütte geht, kann man in der Regel nicht einfach einen Ruhetag einlegen, wenn die Kräfte nachlassen. Tourengehern, die noch nie mehrtägig im Hochgebirge unterwegs waren, rate ich als „Einstiegsdroge“ zu einer Tourenwoche mit einem fixen Stützpunkt, von dem aus Tages skitouren unternommen werden. Für solche Tourenwochen gibt es auch in Österreich großartige Möglichkeiten, wie etwa in der Silvretta mit Stützpunkt auf der Jamtal-Hütte, in den Stubaier Alpen mit Stützpunkt auf der Franz-Senn-Hütte oder in der Glocknergruppe mit Stützpunkt am Lucknerhaus. Auf Skihochtouren betritt man wunderschönes, aber auch anspruchsvolles Terrain. ALPINISTISCHE FÄHIGKEITEN Bezüglich der skitechnischen und alpinistischen Anforderungen gibt es ebenfalls eine ganze Bandbreite bei Skihochtouren. Wie hoch der Anspruch ist, hängt wiederum von zahlreichen Faktoren ab – von der Steilheit der zu befahrenden Hänge; von Hindernissen wie Spaltenzonen und Randkluften am Gletscher; oder von Kletterpassagen im Fels, der Ausgesetztheit von Graten usw. Auch hier ist zu betonen: Der Unterschied bezüglich der nötigen alpinistischen Kompetenz besteht nicht zwischen ein- und mehrtägiger Tour, sondern der Anspruch steigt im hochalpinen Bereich: Wenn Touren über Gletscher und in Passagen führen, wo im Fels geklettert wird, oder wenn Grate begangen werden und entsprechend gesichert werden muss. ORTLIEB WATERPROOF: BERGSTEIGEN? SKIFAHREN? HAUPTSACHE WASSERDICHT. MEHR INFOS HIER! WASSERDICHTE RUCKSÄCKE Photo: Stefan Kuerzi

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