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SPORTaktiv Dezember 2016

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FIT NOCH BESSER ALS

FIT NOCH BESSER ALS PERFEKT DIE LASERGESTÜTZTE KORREKTUR von Sehschwächen hat im vergangenen Jahrzehnt erstaunliche Fortschritte gemacht, und gerade aktive Sportler verschaffen sich auf diese Weise immer öfter einen visuellen Vorteil. Wie das funktioniert? SPORTaktiv hat Prim. Dr. Ali Abri zum Lokalaugenschein im Grazer Augenlaser-Zentrum getroffen. 30 SPORTaktiv

FOTOS: istock, Augenlaser-Zentrum Der Laser-Spezialist PRIM. DR. ALI ABRI leitet die Augenabteilung im Klinikum Wels-Grieskirchen (OÖ). Zudem betreibt der begeisterte Hobbygolfer mit seinem Bruder Dr. Samad Abri das Grazer Augenlaser- Zentrum am Europaplatz 12. INFO/KONTAKT: E-Mail: office@augenlaser-graz.at Tel.: Graz: 0 316/39 94 99 Wels: 0664/16 44 223 Eferding: 0727/27 07 07-0 WEB: augenlaser-graz.at Sportler mit Sehproblemen kennen das: Juckende, irritierte Augen bei Kontaktlinsen oder beschlagene Brillen, die im schlimmsten Fall nicht einmal über den notwendigen Halt verfügen, wirken sich beim Sport sofort ungünstig auf die Performance aus. Und auch Menschen, die gar keinen Wert auf Spitzenleistungen legen, können Probleme mit der jeweiligen Sehhilfe das sportliche Vergnügen ganz schnell vermiesen. Ob man sich nun für (Tages-)Linsen, eine normale oder eine optisch angepasste Sportbrille entscheidet, ist Geschmackssache. Wobei alle Sehhilfen unterschiedliche Vor- und Nachteile mit sich bringen. „Aus rein medizinischer Sicht ist eine Brille den Kontaktlinsen in jedem Fall vorzuziehen, da sich durch Linsen die Infektionsgefahr der Hornhaut deutlich erhöht und es auf lange Sicht zu einer irreversiblen, sprich unumkehrbaren Trocknung der Augen kommt“, weiß Dr. Ali Abri, Chefarzt der Abteilung für Augenheilkunde und Optometrie des Klinikums Wels-Grieskirchen. „Dass optische Brillen beim Sport aber oftmals stören, ist wiederum die andere Seite der Medaille, das hat in der Regel nichts mit Eitelkeit zu tun.“ Rund zehn Jahre ist es her, dass sich der Mediziner mit persischen Wurzeln der „lasergestützten Augenkorrektur“ verschrieben hat. „Anfangs war ich ehrlich gesagt kein großer Fan solcher Verfahren, denn in meiner Zeit als Primar in Leoben und Bruck an der Mur habe ich viele Fälle korrigiert, bei denen noch nach der alten Methode behandelt wurde“, erzählt Abri. „Aber als sich die Technik rasant weiterentwickelte, sodass bessere Erfolge bei gleichzeitig höchster Sicherheit möglich wurden, war ich schließlich überzeugt und führe derartige Operationen nun seit 10 Jahren mit Überzeugung durch.“ Dass derartige Verfahren von Teilen seines Berufsstandes als „bloße Lifestyle-Chirurgie“ abgetan werden, lässt der Mediziner wiederum nicht gelten: „Natürlich ist eine Augenkorrektur nicht lebensnotwendig. Allerdings bringt sie im Grunde für alle Menschen mit Sehfehler einen massiven Zuwachs an Komfort und Lebensqualität. Und das gilt in ganz besonderem Maß für sportlich aktive Menschen!“ MEHR ALS 100 PROZENT Zu den Patienten von Dr. Abri – der inzwischen für seine Eingriffe mit dem „Wavelight EX 500“ den schnellsten und genauesten von der FDA zugelassenen Laser auf dem Markt verwendet – zählen daher auch immer mehr Profisportler. „Der visuelle Vorteil gerade im Sport ist unumstritten. Egal, ob Die Augenkorrektur: So läuft’s beim Profi ab VOR JEDER BEHANDLUNG erfolgt ein unverbindliches Erstgespräch, bei dem die Wünsche und Vorstellungen des Patienten sowie die weitere Vorgangsweise abgeklärt werden. BEI DER VORUNTERSUCHUNG wird die individuelle Beschaffenheit des Auges (Hornhauttopographie) lasergesteuert bestimmt. Daraus ergibt sich die passende Therapiemethode. Um ein aussagekräftiges Ergebnis zu erhalten, herrscht (wie auch vor dem eigentlichen Eingriff) drei Wochen vor der Untersuchung striktes Kontaktlinsenverbot. DER EINGRIFF findet unter lokaler Betäubung statt und ist somit völlig schmerzfrei. Initial wird ein Lappen mit Femtosekunden-Laser kreiert und auf die Seite geschoben. Danach modelliert der sogenannte Excimer-Laser die Hornhaut so, dass der Patient in der Regel bereits am ersten Tag über 100 Prozent Sehkraft verfügt. Eine Woche lang heißt es: kein Reiben, keine Sauna, keine Seife (ins Auge). In Folge kann die Sehkraft auf bis zu 150 Prozent ansteigen. Ballsportler, Mountainbiker oder Skifahrer – sie alle profitieren enorm von dieser Art der Sehfehlerkorrektur. Bei rund einem Drittel meiner Behandlungen werden Ergebnisse von 150 Prozent der ‚normalen‘ Sehkraft erzielt, beim Rest liegt das Ergebnis in der Regel bei über 100 Prozent“, sagt Dr. Abri. Mit der sogenannten Femto- Lasik-Methode behandelt der Laser- Spezialist Kurzsichtigkeit mit bis zu 8 Dioptrien, Weitsichtigkeit bis zu 5 Dioptrien und Hornhautverkrümmungen bis 5 Dioptrien. Und sollte die Lasermethode nicht in Frage kommen, besteht die Möglichkeit, eine spezielle Kontaktlinse (ICL) ins Auge einzupflanzen. „Zur Klarstellung: All das geschieht unter lokaler Narkose und ist somit mit keinerlei Schmerzen verbunden.“ INDIVIDUELL ANGEPASST Welche Art der Behandlung für Sportler am meisten Sinn macht, hängt einerseits von deren physischen Voraussetzungen und andererseits von den jeweiligen Bedürfnissen ab. Angesichts der unterschiedlichen, höchst komplexen Möglichkeiten rät Fachmann Dr. Abri jedenfalls zur Besonnenheit: „Sämtliche Fragen werden in einem unverbindlichen Gespräch oder bei der Voruntersuchung geklärt, so dass jeder die für ihn passende Behandlung bekommt.“ Was das im konkreten Fall bedeuten kann, erläutert der Mediziner am folgenden Beispiel: „Bei vielen Menschen tritt mit der Zeit neben der bestehenden Kurzsichtigkeit altersbedingte Weitsichtigkeit auf. In diesem Fall gibt es die Möglichkeit, ein Auge für größere Distanzen und das andere für die Nähe zu optimieren. So ein Eingriff ist für die meisten Patienten im besten Sinne lebensverändernd.“ Die Begeisterung jener, die sich bereits getraut haben, ist wohl einer der Hauptgründe, warum sich immer mehr Menschen für eine Augenkorrektur per Laser entscheiden. Dass mit dem Eingriff Kosten für Brillen, Kontaktlinsen und deren Pflege wegfallen, ist ein weiterer Bonus, für viele aber zweitrangig: Die komplette Unabhängigkeit von lästigen Sehhilfen ist gerade für Outdoor-Freaks ein absoluter Gamechanger. Nr. 6; Dezember ´16 / Jänner ´17 31

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