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SPORTaktiv Dezember 2016

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TRAINING Jüngste

TRAINING Jüngste Entwicklungen sind ebenfalls einfach zu montierende, pedalbasierte Systeme, wie etwa die „Keo Power“-Reihe von Look, oder das Kettenblatt-basierte „C1“-System von Powertap, die beide ähnlich wie ein Kurbelsystem funktionieren. WAS WATTWERTE AUSSAGEN Wie trainiert man nun als Freizeitbiker effektiv mit einem Leistungsmesser? Wer sich damit auskennt, kann eine Vielzahl interessanter Kenndaten herauslesen, um danach sein Training auszurichten. Björn Geesmann: „Die sogenannten ‚Leertretzeiten‘, also Zeiten im Bereich geringer Leistung, die nicht wirklich als Training gelten, sollten auch am Mountainbike gering gehalten werden. Ein Gradmesser für eine qualitativ gut durchgeführte Einheit ist eine relative Zeit von maximal fünf Prozent unterhalb des GA1-Bereichs – außer natürlich bei Regenerations einheiten.“ Ein Vorteil der Leistungsmessung ist, schon im Training die Werte ermitteln zu können, die man später im Rennen braucht, um ein bestimmtes Ergebnis zu erzielen. Und sie ermöglicht, in Leistungstests Maximal-Wattzahlen festzulegen, die den Sportler davor bewahren, frühzeitig zu „overpacen“. Seine ganze „Power“ entfaltet der Leistungsmesser dann aber mit der Analyse der Trainingseinheit, weiß Sportwissenschafter Geesmann: „Die Leertretzeiten, das Einhalten der Trainingsbereiche, Intervallzeiten, Pausen etc. können exakt analysiert werden.“ Zudem sei das Verhältnis von Leistung zur Herzfrequenz, als Mischung aus ob- jektivem Faktor (der Leistung) und subjektivem Faktor (der Herzfrequenz), ein wichtiger Indikator für die Qualität des Trainings. „Hinzu kommt dann noch die Möglichkeit, die erhaltenen Daten sauber auf einer Trainingsplattform oder im Trainingstagebuch ablegen zu können“, erklärt Geesmann weiter. „So kann man nicht nur eine Analyse der einzelnen Einheit, sondern auch des Trainingsblocks, der Trainingswoche und des ganzen Trainingsjahres vornehmen.“ Wird Intervall-Training über die Herzfrequenz gesteuert, fährt man anfangs zu schnell, am Ende des Intervalls immer langsamer. Das liegt an der Trägheit des Herzmuskels. Mit Wattmessung bleibt die Leistung konstant – und das Training ist effektiv. MOUNTAINBIKER STEIGEN UM Noch einmal zu den Profis: Im Rennradtraining ist die Leistungsmessung seit vielen Jahren verbreitet, nun wird sie aber auch bei Mountainbikern populär. Der größte Unterschied in der Je nach System sitzt der „Wattmesser“ auf der Kurbel (wie bei Stages Cycling im Bild), in der Nabe oder im Pedal. Trainingsgestaltung liegt in der Streckenbeschaffenheit, weiß Björn Geesmann, der viele Rennradler, aber eben auch Mountainbiker wie Alban Lakata betreut: „Auf der Straße lässt sich das Training gut standardisieren und man kann die Strecken passend zum Trainingsinhalt wählen. Diese Möglichkeit ist auf dem Mountainbike geringer. Umso wichtiger wird dann der Leistungsmesser, der mir die Möglichkeit gibt, meine Trainingsvorgaben auch auf unterschiedlichen Strecken und Untergründen etc. einzuhalten.“ Grundsätzlich sei das Mountainbike-Training etwas komplizierter, weiß Geesmann: „Leertretzeiten sind schwieriger zu vermeiden und das exakte Umsetzen der Trainingsinhalte ist weniger gut möglich. Der Leistungsmesser ist hier ein wichtiges Hilfsmittel, um die Qualität im Mountain bike- Training einzuhalten.“ VORTEIL AUCH BEI INTERVALLEN Richtig interessant ist die Wattmessung auch beim Intervall-Training. Seit zwei, drei Jahren geht der Trend im Radtraining allgemein immer mehr in Richtung kurzer, intensiver Einheiten statt stundenlangem Grundlagentraining. Die Herzfrequenz ist gerade hier als Basis wenig geeignet: Wird ein zehnminütiges Intervall mit dem Pulsmesser gesteuert, fährt man anfangs zu schnell und wird gegen Ende immer langsamer. Das liegt an der Trägheit des Herzens: Der Muskel braucht Zeit, um auf Touren zu kommen. Anders gesagt: Wenn Intervalle mit einem Pulsmesser gesteuert werden, schwanken die Wattleistungen stark. Beim Watttraining dagegen bleiben sie konstant – und damit das Training effektiv. Und wie weit sollte man sich auch in Wettkampf am Leistungsmesser orientieren? Björn Geesmann: „Das Powermeter sollte in Wettkämpfen ein Hilfsmittel sein – nicht mehr und nicht weniger. Auch in Mountainbike-Rennen zählen Technik, Taktik, die adäquate Versorgung mit Energie und etliches mehr. Aber bei längeren Bergaufpassagen kann der Leistungsmesser natürlich helfen, um nicht zu überpacen und sich die Kraft besser einzuteilen. Man sollte sich aber von dem Gerät nicht abhängig machen – oder gar einbremsen lassen.“ FOTO: Stages Cycling 74 SPORTaktiv

GESCHENKTIPPS ... FÜR BIKER SCHNELLE WEIHNACHTEN! DAS HAIBIKE SEET Downhill 9.0 ist ein Downhill-Fully für ambitionierte Racer. Von verwinkelten Wurzelpassagen über High-Speed-Abschnitte bis zu weiten Sprüngen macht das Bike mit 200 mm Federweg alles mit. Um € 3.699,– stellt man sich das schnelle Haibike unter den Christbaum. WEB: haibike.de Made in England FÜR FEINE BIKEPARTS, die im englischen Barnoldswick konstruiert, getestet und gefertigt werden, ist HOPE bekannt. Genau so ein Teil ist die Hope Carbon-Sattelstütze. 24 mit Epoxidharz getränkte Lagen gewährleisten Haltbarkeit und Standfestigkeit bei minimalem Gewicht. GLÄNZENDER AUFTRITT DIE SHOWROOM POLISH von FINISHLINE reinigt und schützt alle Oberflächen von Bikes und sorgt dafür, dass sie glänzend dastehen. Der Teflon- Wachs-Film, der entsteht, lässt Wasser abperlen und verhindert, dass sich neuer Schmutz festsetzt. WEB: finishlineusa.com WEB: hopetech.com HANDLINGWUNDER AGILITÄT, PERFEKTES HANDLING und balanciertes Fahrverhalten verspricht FOCUS mit dem JAM² PLUS PRO. Das neue E-Mountainbike soll sich fahren wie ein Bike ohne Unterstützung. Das eigens entwickelte, maßgeschneiderte Batteriekonzept T.E.C. bietet vielfältige Einsatzmöglichkeiten und eine maximale Power von 756Wh. Ab Jänner steht das E-Fully mit 140 mm Federweg bei den Händlern. WEB: focus-bikes.com FOTOS: Hersteller FEDERLEICHTER SCHUTZ NORRØNA setzt bei seiner Mountainbike-Kollektion FJØRA auf lässige Styles, markante Farben und federleichtes Gewicht: Die abgebildete „fjøra dri1“-Jacke wiegt nur 165 Gramm in Herrengröße L. Die 2,5-Lagen-Jacke ist PFC-frei, trägt sich angenehm und passt in jeden Rucksack. WEB: norrona.com Nr. 5; 6; Oktober Dezember / November ´16 / Jänner 2016 ´17 75

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