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SPORTaktiv Dezember 2016

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ALLSPORT Das Credo des

ALLSPORT Das Credo des Kongresses: Lernen von Topexperten (wie Karin Albrecht, li.) und das Gelernte im Verein weitergeben Moderator Peter Resetarits (li., mit ASKÖ-Präs. Hermann Krist) ist selbst bereits ein wichtiger Promotor des Kongresses. Gesunderhaltung motiviert werden. Und wie vor zehn Jahren gilt auch heute, mehr denn je: „Die Leistungsfähigkeit des organisierten Sports im Bereich gesundheitsorientierter Bewegungsangebote und des gesundheitsfördernden Fitnesstrainings ist enorm – und oft im direkten Lebensumfeld verfügbar“, sagt Werner Quasnicka, Geschäftsführer von Fit Sport Austria und Kongress-Organisator. „Dafür stehen tagtäglich Tausende von gut ausgebildeten Menschen in tausenden Vereinen zur Verfügung. Und um für diese wichtigen Gesundheits-Botschafter die Möglichkeit des fachkundigen Austausches und einer kompakten Fortbildung zu schaffen, wurde der ,Fit für Österreich‘-Kongress ins Leben gerufen.“ Das Engagement und der Enthusiasmus dieser Übungsleiter/-innen und letztlich auch aller Teilnehmer/-innen am Fit-Kongress ist ungebrochen und ein überaus wichtiger Aspekt für die Sportvereine Österreichs. „Das zitierte ,Miteinander mehr bewegen‘ bedeutet aber mehr als nur die Zusammenarbeit der drei großen Partner“, sagt Werner Quasnicka, „auch für den kleinsten Sportverein steht dieser Slogan für das, was täglich in ganz Österreich im Sportbereich bewegt wird. Es ist eine enorm wichtige gesellschaftspolitische Verantwortung, die die Breitensportverbände und ihre Vereine hier erfüllen.“ MENTALIST ALS KEYNOTE-SPEAKER Das Impulsreferat von Mentalist Manuel Horeth am Eröffnungsabend reihte sich nahtlos in die Reihe der eindrucksvollen Präsentationen von Keynote-Speakern bei diesen Kongressen ein. Neben Medizinern wie Dr. Paul Haber, Dr. Roman Szeliga oder Dr. Jochen Schuler waren es bislang Topreferenten wie Hirnforscher Dr. Martin Korte oder die Sportwissenschaftler DDr. Jürgen Weineck und Dr. Werner Schwarz, oder auch Freizeitforscher Mag. Peter Zellmann, die das Publikum begeistern konnten. Rückblickend bilden all diese Vorträge das breite Spektrum der überaus positiven körperlichen, mentalen und auch gesellschaftlichen Auswirkungen von regelmäßiger körperlicher Aktivität ab. Diesmal konnte Mentalist Manuel Horeth mit seiner lebendigen Präsentation voller praktischer Beispiele aus Leistungssport wie Alltagsleben den Bogen zu den mentalen Gesetzen spannen. Eindrucksvoll vermittelte er, wie sich eine positive Einstellung und positive Gedanken nachhaltig auch positiv auf Körper, Geist und Erfolg auswirken. In aller Kürze: Sein Trainingsprogramm umfasst mehrere Stufen, deren Basis die Entspannung, das Finden einer inneren Ruhe ist. Die weiteren Stufen befassen sich mit Vorstellungskraft, innerem Dialog, Verlangen und der Aktivierung – dem „Go“. Wie wichtig dabei die Grundstufe, die Entspannung, ist, präsentierte der Erfolgstrainer anhand eines Relax-Experiments mit zwei Damen aus dem Publikum: Beeindruckend, wie sich hier negative und positive Empfindungen verstärken ließen, welche Auswirkungen dies auf das Unterbewusstsein haben kann – und welche Kräfte dadurch mobilisiert werden können. NACHHALTIGKEIT IM SPORTVEREIN In einem Kurzreferat präsentierte dann Felix Heckl vom Umweltbundesamt sein gemeinsam mit den Sportverbänden erarbeitetes Programm, mit dem jeder Verein selbst überprüfen kann, wie zukunftsorientiert und nachhaltig er agiert. „Die Selbstbewertung der Nachhaltigkeitsperformance ermöglicht dem Verein einen umfassenden Blick auf alle wesentlichen nachhaltigkeitsrelevanten Aktivitäten und zeigt Stärken und Schwächen auf“, erklärte Heckl. „Darauf aufbauend können dann Aktivitäten entwickelt werden, die auf Verbesserungen abzielen. Gleichzeitig kann die Selbstbewertung dafür genutzt werden, die Nachhaltigkeitsperformance zum Thema zu machen – im Verein und in der Kommunikation über den Verein.“ Besonders für junge sportliche Menschen stellt die Auseinandersetzung mit nachhaltiger Entwicklung eine wertvolle Bereicherung auf ihrem persönlichen Bildungsweg dar. Nachhaltige Entwicklung entspricht der Befriedigung der Bedürfnisse der heutigen Generationen, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen und ihren Lebensstil zu wählen. Sportvereine berühren alle Dimensionen einer FOTO: Fit Sport Austria 92 SPORTaktiv

EINWURF Auch „Drummerin“ Carrie Ekins war Teil des 86 Workshop-starken Programms. nachhaltigen Entwicklung. Die Art und Weise, wie Vereinsaktivitäten organisiert und durchgeführt werden, ist von großer Relevanz: So ist beispielsweise die An-und Abreise zu Trainings- und Wettkampfterminen ein wichtiger Nachhaltigkeitsindikator, ebenso der Umgang mit Abfällen (besonders bei Veranstaltungen), Herkunft und Herstellung der Sportausrüstung und anderes. Aber auch Themen wie Gesundheit und Ernährung, regional ökonomische Aspekte, Barrierefreiheit, Geschlechtssensibilität, Gewaltfreiheit usw. sind wichtige Themen für eine nachhaltige Entwicklung. 175 STUNDEN UND MEHR Nach den spannenden Vorträgen an Tag 1 startete am Samstagmorgen der Kongress dann in der Praixs so richtig durch. Ab 8.30 Uhr wurden an fünf verschiedenen Orten vorerst morgendliche Bewegungsimpulse angeboten, um die Teilnehmer in Schwung zu bringen. Danach starteten die Arbeitsgruppen: Mit seinen 86 Workshops zu 41 verschiedenen Themen – jedes Thema für sich zwei Stunden lang perfekt aufbereitet – ist der „Fit“-Kongress auch in Form und Umfang einzigartig in Österreich. Auffallend: Auch augenscheinlich jugendliche Themen wie Hip- Hop, Hula-Hoop oder Longboarden wurden sehr wohl auch mit viel Einsatz von den älteren Teilnehmern in Anspruch genommen. „Bei unseren Kongressen“, weiß Werner Quasnicka, „nehmen wir immer wieder Mentalist Manuel Horeth begeisterte als Keynote-Speaker die Zuschauer. wahr, dass der Slogan ,Sport hält jung‘ in vielerlei Hinsicht stimmt. Und der lebende Beweis dafür sind Jahr für Jahr die Menschen, die bei diesem Kongress mit viel Engagement und Begeisterung bei der Sache sind.“ Bezeichnend: In Kombination mit den Bewegungsimpulsen und dem partizipativen Abendprogramm am Samstag – mit Line Dance, Hip- Hop, BaBoom, lateinamerikanischen Tänzen, Trommlern und Tänzern aus Ghana sowie der nachfolgenden freien Tanzmöglichkeit – kamen so manche Kongress-Teilnehmer an diesem Wochenende auf weit mehr als zehn Stunden körperlicher Aktivität ... Und noch etwas Besonderes prägte den Samstagabend: Auch das komplette Abendprogramm wurde ausschließlich von Vortragenden des Kongresses gestaltet! Und bei allen Auftritten wurden die Zuschauer zum Mitmachen eingeladen – frei nach dem Motto: „Bewegt bis in die Nacht“! Eines der Highlights war sicher der Auftritt von Referent und Jongleur Mario Filzi: Er hat mit seiner exorbitanten Diabolo-Nummer den Kongress regelrecht „diabolisiert“. Das Wichtigste zum Schluss: Der Fit für Österreich“-Kongress ist für alle Interessierten offen, der Andrang aber auch entsprechend groß. Daher gilt es, den Termin für die Anmeldung rechtzeitig zu notieren: Im nächsten Jahr findet der Fit-Kongress von 20. bis 22. Oktober statt. Natürlich wieder in Saalfelden. Never change a winning team . . . Alle Infos: fitsportaustria.at Vereine als Schule des sozialen Lebens Es gilt wohl mittlerweile als unbestritten, dass dem Sport in vielen gesellschaftlichen Querschnittsmaterien eine Schlüsselrolle zufällt. Sport genießt auch in Österreich einen hohen sozialen, politischen und wirtschaftlichen Stellenwert. Sport kann begeistern, Grenzen überwinden, den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken und Menschen aller Altersgruppen zu einem aktiveren, gesünderen Leben bewegen. Um allen Bevölkerungsgruppen die gewünschte Ausübung des Sports zu ermöglichen, müssen Politik und Verwaltung die notwendigen strukturellen Rahmenbedingungen herstellen. Mindestens ebenso bedeutungsvoll ist aber die Rolle des organisierten Sports: Ohne die ehrenamtliche Tätigkeit vieler tausender Funktionärinnen und Funktionäre würde der Sportbetrieb in Österreich sehr rasch zum Stillstand kommen. Der „Internationale Tag des Ehren amtes“ jährt sich am 5. Dezember zum 30. Mal. 46 Prozent der Bevölkerung in Österreich leisten Freiwilligenarbeit – über die Ausübung von Ehren ämtern, im Privatbereich und in Form von Nachbarschaftshilfe. Der von der UNO 1986 gestartete Gedenk- und Aktionstag hat damit auch für Österreichs 14.000 Sportvereine eine besondere Bedeutung. Nach dem Kunst- und Kultursektor ist der Sport in Sachen Ehrenamt das größte Betätigungsfeld. Nicht weniger als 475.000 Österreicherinnen und Österreicher sind hier freiwillig tätig. Freiwillige leisten Enormes für den Sport in Österreich, die Freiwilligenarbeit trägt aber auch viel zur Entwicklung der Persönlichkeit junger Menschen und zum sozialen Zusammenhalt bei. Diese wertvolle Arbeit würdigen wir daher in der aktuellen Ausgabe von SPORTaktiv mit einer breiten und informativen Lesestrecke. Mit sportlichen Grüßen, Dr. Samo Kobenter Sektionschef BMLVS Nr. 6; Dezember ´16 / Jänner ´17 93

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