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SPORTaktiv Dezember 2017

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Photo © Christoph Schöch gute Empfehlungen definiert. An diese sollte sich einfach jeder halten (die Empfehlungen im Wortlaut siehe im Kasten rechts, Anm. der Redaktion). Eine dieser Empfehlungen lautet, Hunde nicht mitzunehmen. Dennoch sind sie oft als Begleiter von Pistentourengehern mit dabei? Man kann niemandem verwehren, seinen Hund mitzunehmen. Hunde gehören bei Pistentouren aber in jedem Fall an die Leine. Beim Bergaufgehen ebenso wie bei der Abfahrt auf der Piste. POLE BLUE BIRD VARIO S ∂ HÖCHSTER KOMFORT SCHNELLES, EINFACHES EINRASTEN BZW. LÖSEN DER SCHLAUFE ∂ MAXIMALE SICHERHEIT VERMINDERTES VERLETZUNGSRISIKO ∂ IDEALE KRAFTÜBERTRAGUNG PERFEKTER SITZ, OPTIMALE FÜHRUNG KLAUS KRANEBITTER aus Innsbruck ist 44 Jahre alt, staatlich geprüfter Berg- und Skiführer sowie Fotograf. Seine Mission sieht der Tiroler darin, kluge Lösungen für neue Trends und Entwicklungen im Bergsport zu finden. Wichtig ist es ihm, Wege zu gehen, die für alle Beteiligten positive Effekte bringen. Im Bereich Pistentouren betreut er die Angebote am Patscherkofel und in Seefeld (Rosshütte). Auch beim Pistentourenkonzept am Pitztaler Gletscher (neuer Skibergsteigerpark) ist er involviert. Kranebitter ist weiters Gründer und Entwickler von SnowHow, einem Verein zur Förderung von Bildung und Sport, und hat die Snow & Alpine Awareness Camps (saac) ins Leben gerufen. www.snowhow.info www.saac.at Welche Lösungsmöglichkeiten siehst du, um die Konflikte beizulegen? Dreierlei ist möglich und wichtig: Erstens Lenken und beschildern. Zweitens informieren – durch Infotafeln sowie Öffentlichkeitsarbeit. Drittens mit Aufklärungsangeboten Verständnis zu wecken: etwa mit Vorträgen zum Thema Skitourengehen, mit Internetportalen oder App-Lösungen … Was wünschst du dir von den Pistentourengehern? Pistentourengeher müssen sich bewusst sein: Sie benützen aufwendig gewartete, sehr teure Infrastruktur – sprich die Pisten – und zahlen dafür nichts oder sehr wenig. Die Tourengeher sind nicht die primären Nutzer der „Sportanlage“ Piste. Deshalb wünsche ich mir von ihnen Verständnis für Regeln, Einschränkungen oder etwaige Gebühren. Konkret: Soll man fürs Skitourengehen auf Pisten bezahlen müssen? Wenn das Skigebiet für das Pistengehen einen Beitrag vorschreibt, dann ist dieser Beitrag zu bezahlen. Was wünschst du dir von Skigebietsbetreibern? Ich wünsche mir Offenheit gegenüber der neuen Sportart Pistentourengehen. Kompromissfähigkeit. Die Bereitschaft, in Lenkungs- sowie Aufklärungskonzepte zu investieren. Und Aufgeschlossenheit gegenüber Ideen, um mit dem Pistentourensport zusätzliche Einnahmen zu generieren. Foto: Klaus Kranebitter 128 SPORTaktiv WWW.LEKI.COM

Welche Lösungen sind aus deiner Sicht besonders gut? Wenn sich Skigebietsbetreiber bemühen, mit dem Phänomen Pistenskitouren umzugehen, ist das immer positiv. Negativ ist, wenn Pistentourengeher kategorisch ausgeschlossen werden. Blockaden sind nie die Lösung. Fotos: © Michael Werlberger EMPFEHLUNGEN FÜRS PISTENTOURENGEHEN VOM KURATORIUM FÜR ALPINE SICHERHEIT One hell of a run Warnhinweise sowie lokale Regelungen beachten. Der Sperre einer Piste oder eines Pistenteils Folge leisten. Beim Einsatz von Pistengeräten – insbesondere mit Seilwinden – oder bei Lawinensprengungen etc. kann es zu lebensgefährlichen Situationen kommen. Pisten können daher aus Sicherheitsgründen für die Dauer der Arbeiten gesperrt sein. Nur am Pistenrand und hintereinander aufsteigen. Queren der Piste nur an übersichtlichen Stellen und mit genügend Abstand zueinander. Frisch präparierte Pisten nur im Randbereich befahren. Über Nacht festgefrorene Spuren können die Pistenqualität stark beeinträchtigen. Bis 22.30 Uhr oder einer anderen vom Seilbahnunternehmen festgelegten Uhrzeit die Pisten verlassen. Sichtbar machen – bei Dunkelheit oder schlechter Sicht Stirnlampe, reflektierende Kleidung etc. verwenden. 6 WELTCUP- STRECKEN 5.000 HÖHENMETER 06.01.2018 Hinterstoder AUT 20.01.2018 Madonna di Campiglio-Pinzolo ITA 27.01.2018 Gröden – Val Gardena ITA 4 LÄNDER 85 % STEIGUNG 17.02.2018 Feldberg GER 24.02.2018 Kitzbühel AUT 25.03.2018 Wengen SUI Bei besonders für Pistengeher gewidmeter Piste nur diese benützen. Hunde nicht auf Skipisten mitnehmen. Ausgewiesene Parkplätze benützen und allfällige Parkgebühren entrichten. Ziel ist es die weltberühmten Weltcup-Strecken vertikal so schnell wie möglich zu bezwingen. Der „Clou“ an der ganzen Geschichte sind die Regeln — es gibt keine. Freie Materialwahl solange alles aus eigener Kraft angetrieben wird (kein Motor), sowie freie Streckenwahl auf den original Weltcupstrecken für die Speed- bzw. Rucksackklasse. Beste Ausdauer, beste Technik gepaart mit optimalem Material gewinnt. SPORTaktiv 129 www.vertical-up.com · www.facebook.com/VerticalUp

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