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SPORTaktiv Dezember 2017

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BEI UNS KANN MAN BEI

BEI UNS KANN MAN BEI NULL BEGINNEN, AB 14 DARF MAN ALLEINE KLETTERN ,, “ und echte Könner“, erzählt Messini, der selbst oft atemberaubende Kletterausflüge unternimmt. Ist Eisklettern noch gefährlicher als das Klettern im Fels? „Das kann man so nicht sagen“, meint Messini, „weil es davon abhängt, ob du der Erste in einem Eisfall bist oder es schon viele Vertiefungen von Pickeln gibt. Aber es gibt ein paar nicht zu unterschätzende zusätzliche Gefahrenquellen.“ So sind etwa die Temperatur des Eises (zu warm? zu kalt?) und die Sonneneinstrahlung kritische Faktoren, genauso wie Wind und Regen und – oft auch von Experten unterschätzt – die erhebliche Lawinengefahr beim Klettern in Eisfällen. 136 SPORTaktiv

Diese Gefahren gibt es beim Hallenklettern nicht. Das ist quasi der Einstieg in die Kletterwelt. „90 Prozent unserer Zielgruppe klettern bis zum Schwierigkeitsgrad 7“, sagt Stefan Klein happl, Bereichsleiter des City Adventure Center Graz (CAC). Auf den 2300 Quadratmetern Kletterfläche (Indoor, Outdoor) wird alles geboten, was das Kletterherz begehrt, bis zu 200 Kletterer können sich gleichzeitig austoben. Das CAC macht auch Kurse für Kinder und Jugendliche, Kindergeburtstage und Eltern-Kind-Kurse. „Bei uns kann man bei null starten, vorrangig im Boulderbereich“, erzählt Kleinhappl. „Fürs Seilklettern sollte man schon Kurse besuchen, ab 14 darf man alleine klettern.“ Besondere Voraussetzungen und Athletik sind zum Start nicht erforderlich. „Wer wiederkommt, beginnt zu trainieren, denn speziell in den Fingern ist viel Kraft erforderlich.“ In der ganzjährig offenen Grazer Halle sind nicht nur Anfänger und Fortgeschrittene, auch Topkletterer hängen in den Wänden. Und all jene, die um diese Jahreszeit gierig aufs Klettern sind, wenn es draußen länger und früher finster ist. „Viele klettern das ganze Jahr in der Halle und gehen nie in den Fels“, weiß Kleinhappl. „Für die Profis ist die Halle aber ein Trainingsort, wo man für die schwierigsten Routen draußen trainiert.“ KLETTERSPORT Im Winter bieten sich diverse Kletterhallen an, wie zum Beispiel das CAC in Graz, aber auch Einrichtungen wie der Eispark Osttirol. www.c-a-c.at eisparkosttirol.wordpress.com Fotos: CAC/Glasner Dry-Tooling Und siehe da, auch das Eisklettern ist in der Halle ein Thema. „Dry-Tooling“ nennt sich jene junge Kletterdisziplin, bei der man mit den Kletterbeilen nicht nur den Felsen bearbeiten kann, sondern auch normale Wände in Hallen. Das Problem dabei: Mit den scharfen Zacken und durch den extremen Druck beschädigt man die bunten Plastikgriffe, weshalb Dry-Tooling in vielen Hallen verpönt ist. Alternativen sind lange Schlaufen, mit denen man die Griffe schont, oder Schutzkappen, die über die scharfen Zacken gestülpt werden. Beim „Dry-Tooling“ kann man das Eisklettern mit zwei Beilen auch in der Halle üben, mit scharfen Zacken oder griffschonender mit zwei Schlaufen. SPORTaktiv 137

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