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SPORTaktiv Dezember 2017

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S PETRA TANNER Jahrgang

S PETRA TANNER Jahrgang 1986, aus Reith in Seefeld (T), Mitglied beim Skimarathon Team Austria. Größte Erfolge: national: Siege und Stockerlplätze bei zahlreichen heimischen Volkslangläufen, international: Platz 28 beim Wasalauf ie sind Ärzte, Anwälte, Sportwissenschafter und Büroangestellte. Sie sind eine verschworene Gemeinschaft. Und sie leben vor, wie man neben Job und mit Familie den Langlaufsport in Österreich erfolgreich und mit Spaß betreiben kann. Die Hobbylangläufer mit Leistungsambition vom „Ski Marathon Team Austria“ stellen sich bei Volkslangläufen in ganz Europa der internationalen Konkurrenz. Und sie betätigen sich dabei – das sei nur ganz nebenbei erwähnt – auch als Botschafter für einen 100 Prozent sauberen Sport. Was das „Ski Marathon Team“ besonders macht, wie sich ambitionierter Sport und zeitraubende Berufe zeitlich ausgehen und was die erfahrenen Volkslangläufer anderen Hobbylangläufern raten – das haben wir bei Petra Tanner nachgefragt. Die sympathische Tirolerin ist die erfolgreichste Athletin des Teams und hat immer ein Wörtchen mitzureden, wenn es bei heimischen und auch internationalen Volkslangläufen um die Stockerlplätze geht. Petra, was ist eigentlich die Grundidee hinter eurem Team? Die Grundidee ist, dass wir uns als absolute Liebhaber des Langlaufsports gefunden haben. Ausgehend von den Petritsch Brüdern war das Ziel, ein Ski-Classics- Team aus Österreich ins Leben zu rufen. Alle haben denselben Spirit. Langlaufen fasziniert, die Bewegung im Schnee motiviert und inspiriert uns. Uns verbindet auch, dass wir uns Zeit für unsere liebste Beschäftigung freischaufeln müssen. Alle haben Fulltime-Jobs und Familie. Langlaufen heißt aber bei euch nicht nur, einfach mal abends eine Runde drehen … Wir sind in der internationalen Ski- Classics-Rennserie vertreten, und mischen als Amateure unter Profis mit. Als einziges österreichisches „Ski Classics Team“ wollen wir den Langlaufsport aus Österreich gut vertreten und eine Plattform sein, die das Volkslanglaufen für alle Athleten und insbesondere den Nachwuchs attraktiv macht. Uns ist die Präsenz bei den großen, internationalen und traditionsreichsten Volkslangläufen sehr wichtig, aber auch bei heimischen Rennserien. Wie lässt sich so ein „Hobby“ mit einem Fulltime-Job vereinbaren? Ganz ehrlich, teilweise ist es schon schwierig. Man muss schon eine recht konsequente Art an den Tag legen und leider auch manchmal auf andere gesellschaftliche Ereignisse verzichten. Wichtig ist auch, zumindest einen groben Plan für die Ruhezeiten zu haben. Die kommen meines Erachtens nach nämlich schon zu kurz. Wenn der Kopf will, der Körper nicht und der Kopf sich dennoch durchsetzt, dann ist das auf lange Sicht kontraproduktiv. Man muss also schon sehr intensiv auf seinen Körper hören – auch wenn es schwerfällt. Was treibt dich denn an? Oder anders: Was weckt in dir die großen Emotionen beim Langlaufen? Die emotionalsten Erlebnisse sind für mich bei den großen internationalen Events zu finden. In meinem Fall waren zwei Starts beim Wasalauf sowie der Start beim Birkebeiner Rennen sicherlich die prägendsten. Die Atmosphäre in den Tagen davor ist bereits einzigartig. Die Nervosität vor dem Start, vor allem im Eliteblock, ist enorm. Viele Situationen während dieser Rennen sind auch ganz speziell. Fotos: Ski Marathon Team Austria 70 SPORTaktiv

LEBEN FÜR DEN N Ø RDIC SPIRIT WAS DEM LÄUFER SEIN MARATHON, IST DEM LANG LÄUFER SEIN VOLKSLANGLAUF. DOCH DAS STIMMT NICHT GANZ: DIE NORDISCHEN WETTKÄMPFE FÜR JEDERMANN VERSPRÜ- HEN EIN EIGENES FLAIR. DAS FINDEN AUCH DIE AMATEURE DES „SKI MARATHON AUST- RIA TEAMS“. PETRA TANNER, ERFOLGREICHSTE ATHLETIN DES TEAMS, ERKLÄRT IM GE- SPRÄCH DEN „NORDIC SPIRIT“. VON HERWIG REUPICHLER SPORTaktiv 71

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