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SPORTaktiv Dezember 2019

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Leben für den Sport Aus

Leben für den Sport Aus sportwissenschaftlicher Sicht nehmen Schnellkraftleistungen zuerst ab (oder besser gesagt: sie sind schwieriger durch Training aufrechtzuerhalten). Aber man weiß heute im Gegensatz zu früher, dass die schnellen Muskelfasern auch ab 40 auf Trainingsreize ansprechen, sagt Steinbauer. Kraftleistungen und vor allem Ausdauerleistungen sind generell länger aufrechtzuerhalten. Älterwerden schlägt sich auch in höherer Verletzungsanfälligkeit und längeren Regenerationszeiten nieder. Trainings- und Regenerationszeiten müssen gut geplant sein, allgemeines Training wird im Vergleich zum spezifischen wichtiger. In der Ernährung nimmt der Eiweißbedarf etwas zu. Und hört man mit Sport auf, geschieht der Leistungsabfall deutlich schneller als in jungen Jahren. „Man ist sozusagen zum Training verdammt“, sagt Steinbauer. Was aber Masters-Athleten nicht stört. „Die Hälfte derer, die bei einer Mas- ters-EM dabei sind, lebt für den Sport“, weiß Kurt Steinbauer. Marianne Maier relativiert das für sich: „Man muss trotzdem ein bisschen das Leben genießen. Alles möchte ich nicht dem Sport unterordnen.“ Ihre Familie (Ehemann, ein Sohn, zwei Enkelsöhne) sei schon „recht stolz“ auf sie. Während sie zum Leichtathletiktraining geht, setzt ihr Mann sich gern aufs Rennrad, „nur manchmal wünscht er sich, dass ich nicht so viel weg wäre“, lacht Maier, die das Unterwegssein auch genießt: „Durch den Sport bin ich schon auf der halben Welt gewesen.“ Die Siebenkämpferin ist auch in einzelnen Disziplinen top. Im Kugel stoßen hält sie den Weltrekord. „Fast wie eine Familie“ trifft auch auf die Masters-Szene zu. Auch wenn die Leistungen erstaunlich und der Ehrgeiz groß sind, geht es freundschaftlicher zu als in den allgemeinen Klasse, bestätigen Maier und Steinbauer. Was sich Marianne Maier wünscht: Dass Masterssport mehr geschätzt und weniger belächelt wird. Auch wenn sich hier bereits einiges geändert habe: Es gebe schon noch Raum für Verbesserung. Herausforderung motiviert Ums „Fitbleiben bis ins hohe Alter“ geht es den Masters eher als Nebeneffekt. Um GUTER TIPP: THERMENZEIT SCHENKEN! In der Alpentherme in Bad Hofgastein (S) kann man tolle Winter-Glücksmomente erleben – und auch verschenken. SALZBURG. Den Schneeflocken beim Tanzen zusehen, warmes Thermalwasser auf der Haut, weiße Bergspitzen glitzern rundherum. Entspannen, abtauchen. Wo? In der Alpentherme in Bad Hofgastein. Ein Lieblingsplatz an kalten Wintertagen ist die Sauna-World mit Spezial- und Showaufgüssen. Oder man begibt sich in die magischen Hände der Beauty-Residenz-Crew – zur Beautybehandlung oder zur Massage. All diese Glücksmomente kann man – als Thermengutschein – auch als „Christkinderl“ verschenken. www.alpentherme.com KURZURLAUB MIT LANGZEITWIRKUNG Im TAUERN SPA Zell am See – Kaprun kann man übernachten oder den „Relax! Tagesurlaub de Luxe“ genießen. SALZBURG. Als Gast startest du deinen Tag mit einem ausgiebigen Frühstück im Hotelrestaurant. Im Anschluss genießt du den exklusiven Zugang zum neuen Hotel SPA Gletscherblick mit Glas-Panoramapool, Gletscherblick-Sauna und Eisnebelgang. Bei unvergleichbarem Bergpanorama kannst du dich in Ruhe entspannen und die Vielfalt der Wasser- und Saunawelt erfahren. Im Alpin Vital SPA & Kosmetik gönnst du deinem Körper noch eine Extraportion Verwöhnprogramm – alles um € 111,– pro Person und Tag. www.tauernspakaprun.com Fotos: Tauern Spa, Alpenthereme 28 SPORTaktiv

das zu erreichen, würden vier bis fünf Stunden Bewegung pro Woche mit den Komponenten Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit, Koordination reichen. Eben „Gesundheitssport“ – der jedoch immer mehr nicht reicht: „Man möchte etwas erleben, macht Crossfit, einen Ironman oder geht klettern. Herausforderung ist ein riesiger Motivationsfaktor“, sagt Kurt Steinbauer. Ein später Einstieg in den Leistungssport kommt nicht selten vor: Oft spielen die Zeitressourcen eine Rolle, die größer werden, wenn Kinder aus dem Haus sind, oder die finanziellen Möglichkeiten, wenn die Wohnung abbezahlt ist. Dass Leistungssport den Körper, zu viel Training zum Beispiel die Gelenke schädigt, habe man früher geglaubt. Heute wisse man, dass Bewegung die Gelenke mit Gelenksflüssigkeit versorgt und eher Inaktivität es ist, die schadet, erklärt Steinbauer. „Ist die stabilisierende Muskulatur rund ums Gelenk ausgewogen trainiert, schützt das vor Überlastung, was man heute im Training berücksichtigt.“ Sportliche Leistungsfähigkeit setzt auch einen allgemein gesunden Lebensstil voraus. Regelmäßige medizinische Checks, ein sehr gut geplantes, ausgewogenes Training und ein mehrjähriger Aufbau sind Voraussetzungen. In der ersten Reihe Am 24. Dezember wird Marianne Maier 77 – sozusagen als „Christkind“. Ihr Wunsch: noch lange so fit zu sein und so aktiv sein zu können – sie sagt aber auch: „Alter muss man akzeptieren.“ Dass mit Leistungssport einmal Schluss sein wird, „mit dem Gedanken kann ich mich noch nicht recht anfreunden. Aber wenn es passiert, muss ich damit leben.“ Noch gibt es keine Anzeichen, lediglich der Rücken und die Knie zwicken manchmal, was sich durch Trainingssteuerung in den Griff kriegen lässt. Maier ist heute ihre eigene Trainerin, sie hört sehr auf ihren Körper, sagt sie. Nicht nur körperlich habe ihr der Sport MAG. KURT STEINBAUER aus Deutschlandsberg (St) ist Sportwissenschafter, Trainer und Leichtathlet, EM-Fünfter im Weitsprung in der M55. www.spiritofsports.at viel gebracht: „Von Kindheit an war ich es nicht gewohnt, vorne zu stehen, mein Selbstbewusstsein war nicht so groß. Umso mehr schätze ich die Erfolge. Es freut mich irrsinnig, als ältere Dame unter den jungen Leuten stehen zu dürfen.“ Medaillensammlerin Marianne Maier wird das bestimmt noch viele Male dürfen. S E I I M E L E M E N T ARLBERG GIRO S O 02.08.20 Sei im Element. www.arlberg-giro.com 2500 HÖHENMETER 150 KILOMETER SPORTaktiv 29

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