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SPORTaktiv Dezember 2019

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Ein Besuch auf dem

Ein Besuch auf dem Laufsportsymposium der Sportartikelmesse ISPO gewährt einen spannenden Einblick in die Zukunft der Laufschuh-Branche. Von „connected footwear“, Sohlenformen, Wundermaterialien und Drehkräften. SO KOMMST DU IN DIESPUR 80 SPORTaktiv

WORAUF MUSS ICH ALS NORDISCHER NOVIZE ACHTEN, BEI SCHUHEN, SKI, STÖCKEN, AUSRÜSTUNG. UND IN WELCHEM STIL SOLL ICH ÜBERHAUPT MIT DEM LANGLAUFEN BEGINNEN? WIR HABEN DIE ANTWORTEN. VON KLAUS MOLIDOR Fotos: Thomas Polzer Langlauftrainer Reini Kaurzinek erklärt dem Autor die richtige Technik beim Skaten. anglaufen ist längst nicht mehr verstaubt oder old-fashioned. 30 Jahre alt ist der durchschnittliche Langläufer zum Beispiel in der Ramsau, einer der größten Langlauf-Destinationen des Landes, Kinderkurse erfreuen sich im ganzen Land wachsender Beliebtheit. Warum also nicht einmal langlaufen probieren? Schont die Gelenke, trainiert den ganzen Körper, ist gut für das Herz-Kreislauf-System und bietet ein einmaliges Naturerlebnis. Wie aber beginnen? Welche körperlichen Voraussetzungen braucht man, worauf sollte man gerade als Einsteiger beim Material achten und überhaupt die Kardinalsfrage: klassischer Stil oder Skating? Da räumt Reini Kaurzinek von der Langlaufschule fit&fun in Ramsau am Dachstein gleich mit einem Vorurteil auf, das sich in die Köpfe eingefräst hat und das da lautet: Skating ist sportlich, klassisch nicht. „Stimmt überhaupt nicht. Beide Techniken lassen sich extrem sportlich ausüben.“ Trotzdem rät er Einsteigern eher zum klassischen Stil, weil der sich leichter erlernen lässt. „Der einzige Unterschied ist die fehlende Führung“, erklärt der ehemalige Leistungssportler. Während beim klassischen Stil die Loipe den Ski führt, fehlt das beim Skating. „ Diese Gleitphase auf einem Bein macht es anfangs schwieriger.“ Wer aber sportlich ist, eislaufen kann, inlineskaten, oder ein guter Skifahrer ist, der könne durchaus auch gleich in der Skatingtechnik einsteigen. „In Kursen sehe ich sehr schnell, ob jemand dafür geeignet ist. Oft rate ich Leuten nach 30 Minuten in den Klassik-Kurs umzusteigen, weil ihnen der Erfolg beim Skaten fehlt und sie dadurch Spaß und Motivation verlieren. Beginnen kann jeder, der schmerzfrei ist. „Für Leute mit Rückenproblemen ist klassisch sicher die bessere Variante, weil durch die harmonische Bewegung die Lendenwirbelsäule mobilisiert wird.“ Tipp: Wem der Arzt rät aufs Gesäß zu achten, kann mit einer Protektorhose Steißbein und Hüfte stützen. Ski: Bei der Ausrüstung empfiehlt er zu Beginn einen Fell- oder Schuppenski. „Leider werden immer weniger Schuppenski produziert, Handel und Industrie setzen voll auf den Fellski“, sagt Kaurzinek. Seit einigen Jahren boomt diese Variante, bietet das Fell in der Steigzone in der Mitte des Skis gute Steigeigenschaften und stört auch im Flachen oder berg ab nicht. „Wenn der Ski exakt zum Läufer passt“, schränkt er ein. Beim Kauf sollte man unbedingt auf eine Härtetest achten. Die Ski gibt es für bestimmte Gewichtsbereiche. „Sagen wir, ein Ski ist für 60 bis 70 Kilogramm. Jetzt kann es sein, dass der Ski innerhalb dieser Kategorie eher weich ist, also für 63 Kilo optimal passt, für 69 aber schon überhaupt nicht mehr und dann in der Ebene oder bergab schlechter gleitet.“ Was noch zu verschmerzen wäre. „Problematisch wird es beim Spurwechsel oder wenn man aus der Loipe raus muss. Dann setzt das Fell zu sehr aus und es stoppt dich extrem her. Das führt dann sehr oft zu Stürzen. „Besonders wenn du Anfänger bist und nicht damit rechnest, dass der Ski so abrupt bremst. Spielt beim Diagonalstil die Skilänge eine untergeordnete Rolle, kommt ihr beim Skating deutlich mehr Bedeutung SPORTaktiv 81

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