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SPORTaktiv Erste Hilfe Guide 2016

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ERSTE HILFE KNOCHEN-

ERSTE HILFE KNOCHEN- BRÜCHE Ganz klar: Ein Knochenbruch ist ein Fall für geschultes Notfallpersonal und Mediziner. Trotzdem ist die Outdoor-Hilfestellung notwendig, um Schlimmeres abzuwenden. EINFACHE BRÜCHE Davor ist niemand, der sich (sportlich) bewegt, gefeit: Durch direkte Krafteinwirkung auf den Knochen (Schlag, Sturz, usw.) oder durch Verdrehen, Verbiegen (z. B. Hängenbleiben in einem Hindernis) kommt es zu einer Fraktur eines Knochens! Natürlich eine schwere Verletzung, bei der aber gerade in der Erstversorgung Ruhe bewahrt werden soll und richtiges Handeln der Helfer gefordert ist. SYMPTOME: Bei einfachen Brüchen: starke Schwellung, Bluterguss, der betroffene Körperteil kann nicht mehr bewegt werden. Womöglich sogar äußere sichtbare Zeichen wie abgeknickte, verdrehte Körperteile. ERSTE HILFE: Grundsätzlich gilt bei einem Knochenbruch: 1. Du musst den Verletzten in eine für ihn angenehme Lage bringen (siehe auch Seite 30). 2. Der gebrochene Knochen sollte so gut wie möglich stabilisiert werden – bei einem Armbruch am besten durch das Anlegen eines Dreiecktuchs, bei einem Beinbruch durch Ruhigstellung mittels Decke oder Jacken. Wie du beides richtig machst, zeigen wir auf den folgenden Seiten 54/55. 3. Kleidung bzw. Schuhe an der Bruchstelle nur lockern und nicht entfernen, denn das sorgt nur für unnötige Schmerzen oder auch Auskühlung. Nimm aber Schmuck (z. B. einen Ring) ab. Bei Schwellungen mit einem feuchten Tuch kühlen. Nach Absetzen des Notrufs führst du dann bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes die normalen Basismaßnahmen der Ersten Hilfe durch. Zum speziell im Outdoorbereich früher oft diskutierten Thema „Schienen von Brüchen“ siehe Seite 53. WEITERE SCHRITTE: Knochenbrüche müssen klarerweise so rasch wie möglich ärztlich versorgt werden. 52 SPORTaktiv / ERSTE HILFE GUIDE 2016

Foto: Granitbeisser ZUM THEMA FIXIERUNG VON BRÜCHEN IM OUTDOORBEREICH stellt jeder Knochenbruch eine Ausnahmesituation dar, bei der zu den üblichen Erste-Hilfe- Maßnahmen auch immer wieder das Thema „Schienen“ ins Spiel kommt. Dazu gibt es eine klare Empfehlung des Roten Kreuzes: Grundsätzlich ist eine Stabilisierung des verletzten Körperteils wichtiger Bestandteil der Ersten Hilfe. Allerdings behilft man sich bis zum Eintreffen eines professionellen Rettungsdienstes lediglich damit, einen verletzten Arm mittels Dreiecktuch oder ein verletztes Bein mit einer Polsterung (z. B. zusammengerollte Decke oder Jacken – siehe nächste Seite) zu fixieren. Das Anlegen aller anderen Arten von Schienen (ob provisorisch mittels Stöcken oder mit den sogenannten Sam Splints) verursacht in den meisten Fällen nur unnötige Schmerzen und sollte daher auch nur in absoluten Ausnahmesituationen und nur von geschulten Helfern durchgeführt werden. www.roteskreuz.at 53

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