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SPORTaktiv Februar 2019

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DER DAUER- LÄUFER 70

DER DAUER- LÄUFER 70 SPORTaktiv

MICHAEL BUCHLEITNER IST ZUM SPASS GELAUFEN UND ALS PROFI. DIREKT VOR DER HAUSTÜR UND BEI DEN OLYMPISCHEN SPIELEN. VON 3000 M HINDERNIS BIS ZUM KLASSISCHEN MARATHON. HEUTE VERANSTALTET ER KLASSIKER WIE DEN WACHAUMARATHON UND BETREIBT EIN LAUFGESCHÄFT. UMFASSENDER ALS DER NIEDERÖSTERREICHER KANN MAN SICH KAUM MIT DIESEM SPORT BESCHÄFTIGEN. VON KLAUS MOLIDOR Fotos: xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx RunInc.Circle/Rainer Hackstock, MB privat ie Achillessehne macht uns einen Strich durch die Rechnung. „Ich muss mich 48 Stunden komplett schonen“, sagt Michael Buchleitner. „Ich hab ein Problem am Übergang der Wade zur Achillessehne und das geht vom Fuß aus“, präzisiert er. Aus der geplanten gemeinsamen Laufrunde wird also nichts. Buchleitner ist neben Gerhard Hartmann und Günter Weidlinger einer von nur drei Östereichern, die den Marathon in 2:12 Stunden absolviert haben. Reden hätte auf der Runde also wohl nur einer gekonnt. „Nein, nein“, sagt Buchleitner schnell. „Ich kann auch ganz langsam laufen. 7:30 Minuten am Kilometer.“ Also wirklich langsam und nicht nur das, was Ex-Profis unter langsam verstehen und was für den Durchschnittsläufer dann ein Vollsprint ist. Aus dem einstigen Profisportler und dreimaligen Olympiateilnehmer über 3000 m Hindernis beziehungsweise eben im Marathon ist heute ein renommierter Laufveranstalter geworden. Wachaumarathon, Wings for Life World Run – dafür zeichnet der bald 50-Jährige verantwortlich, daneben noch kleinere Läufe wie den Mödlinger Adventlauf oder das „Laufen hilft“-Laufopening Anfang März in Wien. Und dann ist da Laufen bestimmt das Leben von Michael Buchleitner (ganz rechts). Erst als Spitzensportler, jetzt als Veranstalter. ja auch noch sein Laufgeschäft in der Wiener Innenstadt, in dem er sich mit seinen Mitarbeitern ganz der individuellen Beratung verschrieben hat. Laufen bestimmt, seitdem er 11 ist, sein Leben. Als Bub war er im örtlichen Turnverein. „Im Sommer wurde dann immer Leichtathletik gemacht, damit wir rauskommen aus der Halle.“ Da gab es Drei- und Vierkämpfe, wo auch ein Waldlauf dabei war. „Bei den Dreikämpfen war ich so halbwegs und bei den Geländeläufen immer gut.“ Den letzten Schubser in Richtung Läufer-Laufbahn gab es dann am Nationalfeiertag. „Damals hat es noch die Fitläufe am Nationalfeiertag gegeben. Da hab ich bei den Älteren überlegen gewonnen. Mein Vater hat dann gemeint: ‚Schaut aus, als ob du das ganz gut kannst. Wenn dir das Spaß macht, steck ma dich in einen Verein.‘“ Wenig später trainierte er Leichtathletik bei der Union Mödling in der Südstadt. „Und weil ich weder weit springen konnte noch einen Schlagball weit werfen, ist es das Laufen geworden“, erzählt er mit einem Lächeln. Die 3000 Meter Hindernis sind dann seine Spezialdisziplin geworden. Stadionleichtathletik war einfach sein Ding. „Die Taktik, der Kampf Mann gegen Mann auf der Bahn – das hat mir immer getaugt. Das hast du beim Marathon einfach nicht in dem Ausmaß.“ Warum es ihn dann trotzdem auf die klassische Distanz verschlagen hat, ist nicht einfach eine „Alterserscheinung“. Die Dopingproblematik war es, die ihn zum Umdenken bewogen hat. „Ich hab SPORTaktiv 71

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