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SPORTaktiv Februar 2021

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SO IST DAS LEBEN: WER

SO IST DAS LEBEN: WER EIN ZIEL ERREI- CHEN WILL, MUSS WISSEN, OB DAFÜR AUCH DIE VORAUSSETZUNGEN GEGE- BEN SIND! FÜR ALLE MENSCHEN, DIE SPORT BETREIBEN, HEISST DAHER DIE FRAGE: BIN ICH FIT GENUG FÜR DAS, WAS ICH TUE? WIE IHR SELBST DARAUF DIE ANTWORT FINDET, KLÄREN WIR HIER MIT DEN SPORTWISSENSCHAFTERN KURT STEINBAUER UND STEFAN SPIRK. VON THOMAS POLZER Fotos: istock, Mag. Kurt Steinbauer, Mag. Stefan Spirk 18 SPORTaktiv

Es ist eigentlich paradox, aber trotzdem Realität: Ausgerechnet der Corona- Lockdown, der unseren Alltag völlig einbremst, hat mehr Menschen denn je zu Sport und Bewegung motiviert. Die Gründe dafür sind allerdings so unterschiedlich wie der körperliche Zustand jedes Einzelnen, sie reichen vom reinen Gesundheitsgedanken über eine gewünschte Gewichtsabnahme bis zum Erreichen eines hochgesteckten sportlichen Zieles. Aber bei aller Verschiedenheit gibt es eine Gemeinsamkeit, die alle – von den unbedarften Neueinsteigern bis zu den versierten Hobby sportlern – betrifft: „Wer Sport betreibt und damit ein Ziel verfolgt“, wissen unsere Experten, Mag. Kurt Steinbauer und Mag. Stefan Spirk von der Sportchirurgie Plus in Graz, „muss sich im Klaren sein, von welchen körperlichen und auch mentalen Voraussetzungen auszugehen ist. Das heißt: Nur wer seinen Ist-Stand kennt und diesen natürlich auch berücksichtigt, kann einerseits die erhofften Ziele erreichen, verhindert andererseits aber auch möglichen Schaden.“ Auf welche Art und Weise man diesen Ist-Stand ermitteln kann und vor allem, welche Faktoren dafür überprüft werden müssen, dafür liefern unsere beiden Experten hier die passende Gebrauchsanweisung. 1. Schritt: Bestimme dein Ziel! Zuerst stellst du dir die Frage, welche Ziele du dir grundsätzlich mit bzw. in deinem Sport gesetzt hast. Willst du Gewicht reduzieren, kleine Schwachstellen beseitigen, Knie- oder Rückenschmerzen in den Griff bekommen, eine allgemeine bessere Fitness für den Alltag erreichen oder tatsächlich die Leistungsfähigkeit in deinem Sport verbessern? So verschieden diese Ziele sind, so unterschiedlich sind klarerweise auch die Wege und Methoden, die zu diesen Zielen führen. Dementsprechend müssen auch die Voraussetzungen überprüft werden, die du mitbringst. 2. Schritt: Welche Fitness brauchst du dafür? Wer sich als Sport Laufen, Biken, Skitourengehen oder etwa Wandern ausgesucht hat, muss in erster Linie über seine Herz-Kreislauf-Ausdauerfähigkeit Bescheid wissen, also darüber, wieviel Sauerstoff an die Muskeln geliefert werden kann. „Für alle Hobbysporter, egal, ob Ausdauersportler, Fitnesssportler oder Kraftsportler, ist es zusätzlich ganz wichtig, dass sie den Ist-Stand ihrer funktionellen Beweglichkeit kennen“, sagt Stefan Spirk, „denn die- WIE FIT ? BIN ICH se entscheidet über Bewegungsmuster und koordinative Steuerung. Und bei intensiver Belastung (oft auch nur muskulär) mit einer Dauer bis max. einer Minute z. B. Crossfit, Bodyworkout, Ski alpin, Eishockey, Tennis, muss man noch mehr Augenmerk auf seine Werte bei der Kraft- und Schnelligkeitsausdauer legen. Aber natürlich gilt für alle Hobbysportler in erster Linie, dass sie ihre allgemeine Ausdauerfähigkeit kennen, denn die ist auch die Basis für Kraftausdauer und Schnelligkeitsausdauer.“ 3. Schritt: Wie kannst du dich testen? Um nun vorrangig diese Herz-Kreislauf-Ausdauerfähigkeit zu überprüfen, ist grundsätzlich eine „professionelle Leistungsdiagnostik am Fahrrad oder Laufband“ zu empfehlen, und zwar für Neueinsteiger ebenso wie für durchaus gut trainierte Hobbysportler. „Mit dieser Leistungsdiagnostik kann jeder Mensch nicht nur seinen momentanen Gesundheitsund Fitnesszustand genau feststellen, sondern von einem Sportmediziner oder Sportwissenschafter auch gleich eine Trainingsempfehlung ableiten lassen“, SPORTaktiv 19

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