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SPORTaktiv Freerideguide 2018

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NICHT ALLES GOLD MARIO

NICHT ALLES GOLD MARIO KÄPPELI IST PROFESSIONELLER SNOWBOARDER UND DAS SEIT 14 JAHREN. DER BLUE-TOMATO-RIDER IST IN UNZÄHLIGEN VIDEOPRO- DUKTIONEN ZU SEHEN, HAT ES AUF DIE COVERSEITEN GROSSER SNOWBOARD- MAGAZINE GESCHAFFT UND VERBRINGT IM WINTER FAST JEDEN TAG IM SCHNEE. WAS SICH NACH PERFEKTEM LE- BEN ANHÖRT, IST AUCH MIT STRESS, RISIKEN UND VER- LETZUNGEN VERBUNDEN. VON STEFAN DORFSTETTER 60 SPORTaktiv

M Foto: Mario Käppeli ario, nach allem, was man so hört, sollen die Berge in der Schweiz sogar noch höher und schöner sein als hier in Tirol. Was führt dich als Schweizer nach Innsbruck? Ich bin in Laax und Davos aufgewachsen, das ist schon recht nah an Österreich. Eigentlich wollte ich ins Zillertal übersiedeln, weil es da den Hintertuxer Gletscher gibt und coole Funparks. Mein Manager war aber aus Innsbruck, über den hab ich die Stadt kennengelernt. Auch meine Freundin und viele Kumpels waren von hier. Innsbruck ist eine Großstadt, die noch überschaubar ist. Und natürlich gefällt mir, dass ich hier mitten in den Bergen bin und es in der Umgebung viele Gletscherskigebiete gibt. Ursprünglich warst du im Funpark zu Hause und in dieser Disziplin auch sehr erfolgreich. Heute kennt man dich aus Freeride-Videos. Stimmt, ich bin 2003 auch ins Schweizer Nationalteam gekommen. Ich war aber auch in meinen Anfangsjahren schon genau so gerne im Gelände unterwegs. Ich habe dann auch immer weniger Lust auf die vielen Trainings gehabt, die ich für das Nationalteam absolvieren musste. Außerdem hab ich bald Probleme mit meinem Knie gekriegt. Und für das Knie ist Freeriden wesentlich schonender als Springen im Park. Und ich habe Glück gehabt: Mein Manager hat mir ermöglicht, dass ich bei Freeride-Filmproduktionen mit dabei bin. Die nächsten Winter war ich dann in Kanada am Filmen, in Revelstoke und Whistler. Und in Lake Tahoe in Colorado. Wir haben für Forum Snowboards gefilmt und für verschiedene schweizerische und deutsche Filmproduktionen. Die letzten Jahre warst du nun wieder mehr in den Alpen unterwegs? Einerseits ist es natürlich geil, mit großen Crews zum Filmen zu gehen, weil du da Dinge machen kannst, die bei uns nicht gehen, also mit dem Heli fliegen oder mit dem Skidoo auf die Berge fahren. Andererseits gibst du ein Stück Freiheit auf und bist eingespannt in einen Terminplan. Das bedeutet auch Stress. Und nach ein paar Jahren habe ich davon genug gehabt und wollte wieder meine eigenen Sachen machen. Es gibt hier in den Alpen und auch rund um Innsbruck so viele Möglichkeiten, so viele Sachen, die ich noch nicht gemacht habe. Meine Sponsoren waren damit einverstanden und haben mir ein Budget gegeben, mit dem ich jetzt meine eigenen Projekte mache. Rund um Innsbruck, aber auch in Italien, in Slowenien und der Schweiz.“ Wie läuft so ein Winter für dich ab? Im Herbst bin ich viel in den Gletscherskigebieten unterwegs, zum Einfahren. Wenn dann der Schnee kommt, geht’s mit dem Filmen los. Da bin ich dann immer auf der Suche nach dem besten Schnee und interessantem Gelände. Es gibt selten Tage, wo du für dich selbst fahren gehst.“ Auch das klingt nach Stress … Es ist ein Job. Ein lässiger Job, weil du jeden Tag das machen kannst, was dir am meisten Spaß macht. Aber du willst natürlich auch ein geiles Produkt liefern und dazu brauchst du gutes Filmmaterial. Deshalb musst du jeden Tag, an dem das Wetter passt, zum Filmen nutzen. Du musst ständig am Checken sein, du beobachtest Wetter- und Schneeberichte, schaust dir Hänge an und überlegst SPORTaktiv 61

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