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SPORTaktiv Juni 2016

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RENNRAD IST NICHT GLEICH

RENNRAD IST NICHT GLEICH RENNRAD Neue Technologien sorgen für mehr Komort am „Renner“ MIT „SCHOTTER-MÜHLEN“ AUF FELDWEGEN STARK BEFAHRENE STRASSEN sind nicht immer schön beim Rennradeln. Nicht selten findet man dann neben der Straße Wirtschafts- oder Forstwege, die allerdings nicht asphaltiert sind – und auf Schotter ist ein herkömmliches Straßen-Rennrad nun mal nicht das ideale Sportgerät. Aber genau dafür gibt es den „Cross-Renner“ – mit breiteren, profilierten Reifen, besser geeignet. CYCLOCROSS-BIKES (früher Querfeldein-Räder genannt) sind von ihrer Geometrie her allerdings meist recht sportlich ausgelegt: Ein Cross-Rennen dauert ja selten länger als eine Stunde. Auf einer „klassischen“ Rennrad-Runde über drei, vier oder noch mehr Stunden macht sich die typische Cross-Sitzposition dann doch oft unangenehm bemerkbar – vor allem, wenn man nicht mehr der Jüngste ist. Darum haben amerikanische Radhersteller vor einigen Jahren begonnen, die Vorteile der Cross-Räder mit einer bequemeren Geometrie zu vereinen. Herausgekommen sind die „Gravel Grinder“, (auf Deutsch in etwa „Schottermühlen“) die mittlerweile viele Hersteller im Angebot haben. „Gravel-Bikes sind die idealen Räder, wenn man dem Autoverkehr entfliehen, auf Road-Performance aber nicht verzichten will“, sagt Specialized-Marketing-Mann Jan Bruns: „Da sich bis 35 mm breite Reifen montieren lassen, kann man damit prima Wald- und Schotterwege erobern.“ Die entspannte Ausdauer-Geometrie und vibrationshemmende Elastomer-Einsätze in Rahmen und Gabel sorgen für ein angenehmes, kraftsparendes Fahrerlebnis. GRAVEL-BIKES sind zudem in der Regel mit Scheibenbremsen ausgerüstet, die vor allem bei nassen Straßenbedingungen im Vergleich zu den herkömmlichen Rennrad-Felgenbremsen deutlich besser wirken. „Wenn‘s nass ist, braucht die Felgenbremse zuerst einmal zwei bis drei Radumdrehungen, bis die Felge trocken ist“, weiß Entwicklungsleiter Brian Jordan vom Komponenten-Hersteller Sram, „erst dann hat man die volle Bremswirkung. Scheibenbremsen ziehen dagegen sofort und auch deutlich besser. Und das können in kritischen Momenten genau die entscheidenden Meter sein, um einen Sturz oder einen Unfall zu vermeiden.“ A D R E N A L I N E BEYOND LIMITS PAVO GRANFONDO SL „ENDURANCE“-RENNER FÜR LANGE RUNDEN Wer die Vorteile von Scheibenbremsen (zum Beispiel auf längeren Abfahrten) und einer komfortableren Geometrie nutzen will, ohne deshalb aber gleich ins Gelände zu wollen, der sollte sich für ein sogenanntes „Endurance“- oder „Gran Fondo“-Rennrad entscheiden. Viele Hersteller haben diese Komfort-Renner mittlerweile im Programm, um für die speziellen Kunden ein passendes Gerät zu haben, die gern Rennrad fahren, aber nicht mehr in der klassischen, sehr sportlichen Sitzposition radeln wollen. „Endurance-Bikes haben keine Sattelüberhöhung mehr wie die klassischen Renner. Das heißt, hier sind Sattel und Lenker in etwa auf einer Höhe“, erklärt Hans-Peter Kuner, Marketing-Manager beim Schweizer Hersteller BMC: „Zudem ist das Oberrohr oft länger, man sitzt etwas gestreckter und insgesamt deutlich bequemer.“ Viele BMC-Kunden fahren schon lange Rennrad, so Kuner weiter: „Sie sind mittlerweile etwas älter, haben vielleicht auch schon das eine oder andere Rückenproblem und wollen nicht mehr in diese extreme Sitzposition. Da ist ein ,Gran Fondo‘ genau das richtige.“ Nicht nur die Sitzposition ist bei den Endurance-Rennern anders; ähnlich wie bei den Gravel-Bikes kommen auch hier breitere Reifen zum Einsatz, um den Komfort durch geringeren Luftdruck zu erhöhen. 25 mm sind Standard, nicht selten sind 28 mm breite Slicks montiert – oder Gabel und Ausfallende sind zumindest breit genug, um bei Bedarf breitere Reifen aufzunehmen. Mittlerweile dürfte sich herumgesprochen haben, was schon mehrere Test ergeben haben: Breitere Reifen laufen bei gleichem Luftdruck besser. Das liegt an der schmäleren sogenannten „Aufstandsfläche“ der Reifen auf dem Untergrund. Der Fachbegriff für diese Fläche ist übrigens „Latsch“. Damit bekommt der schöne Ausdruck „loslatschen“ eine völlig neue Bedeutung... Am besten testet ihr das mal auf einer ruhigen, gut geteerten Straße. Vielleicht im Sonnenaufgang? Wir wünschen auf alle Fälle schon mal viel Spaß! composing bikes 72 SPORTaktiv

RENNRADMODEL IN VOLLER FAHRT Angela Fröschl (28) gewann bei unserem Trek-Gewinnspiel ein sportliches Fotoshooting, ein Bikefitting und ein Top-Rennrad für eine Saison. Bei Trek steht die Saison 2016 (auch) im Zeichen eines Frauen-Rennrad-Schwerpunkts. Mit SPORTaktiv war daher dieses Gewinnspiel ausgeschrieben: „Gewinne ein Fotoshooting als Rennradmodel!“ Angela Fröschl (28) bewarb sich und wurde gezogen. Neben dem professionellen Fotoshooting kann sich die Physiotherapeutin und Hobby-Rennradfahrerin über ein Silque S Women‘s Endurance Rennrad als Testgerät für die ganze Saison freuen; außerdem über ein Bikefitting bei Radshop Fritz in Aschach an der Donau (OÖ) sowie eine Bontrager-Rennradausstattung mit Bekleidung und Helm. Wie man sieht, machte Angela (nicht nur) als Fotomodel eine echt professionelle Figur! FOTOS: LICHTSPIELER/Florian Neumüller Gewinnerin Angela bei der Sitzpositionsoptimierung mit Simon Mayrhofer von „Radsport Fritz“ (linke Bild reihe) – und als Bikemodel mit ihrem Trek-Testrad und der Bontrager-Ausrüstung (rechts oben und unten). Nr. 4; August / September 2014 73

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