Aufrufe
vor 1 Jahr

SPORTaktiv Juni 2018

  • Text
  • Sportaktiv
  • Juni
  • Laufen
  • Outdoor
  • Biken
  • Fitness
  • Triathlon
  • Wassersport

AUS PRO BIERT BIKE

AUS PRO BIERT BIKE DIESMAL IM SPORTAKTIV-CHECK: MAGNETISCHE PEDALE, INNOVATIVE HANDSCHUHE UND EINE MOBILE RADWASCHANLAGE VON CHRISTOPH HEIGL EXTREM ANZIEHEND Es gab schon viele Versuche, Konkurrenzprodukte zu den bewährten Pedalsystemen wie Shimano SPD und Co. auf den Markt zu bringen. Der neueste kommt aus Tirol und ist erst seit Kurzem auf dem Markt. „Wir haben innerhalb von sechs Wochen 3000 Stück verkauft“, freut sich Paul Wessiack, der das MAGPED (UVP € 99,–) mit Harald Himmler vertreibt. Wobei: Eine Alternative zum Marktführer SPD will man gar nicht sein: „Wer mit SPD happy ist, braucht uns nicht. Wir richten uns an die, die damit nicht so klar kommen, und derzeit vor allem an die E-Biker“, meint Wessiack. Die Idee ist so einfach wie genial. In den flachen Pedalen („Flatpedals“) ist auf einer Seite ein Magnet eingearbeitet, der die flache Stahlplatte in den Bike-Schuhen (die SPD-kompatibel sein müssen) magnetisch anzieht. Schuhe mit flacher Sohle (z. B. Five Ten) funktionieren besonders gut. Den Magneten gibt es in unterschiedlichen Stärken (wir haben die 15-kg-Version getestet) und weil er auf einer Polymerfederung gelagert ist, wurde das System auch patentrechtlich geschützt. Die Montage ist einfach, rauf aufs Rad! Das Pedal wirkt sehr hochwertig und bietet durch kurze Stahlstifte guten Halt. Auf der Seite ohne Magnet kann man ganz normal pedalieren. Auf der Magnetseite „pickt“ der Schuh förmlich am Pedal, hat aber, wenn die Höhe korrekt eingestellt ist, immer noch ein paar Milimeter seitliches Spiel, was auch gut und in Ordnung ist, damit es keine Knieprobleme gibt. Zum Ablösen muss man nur den Schuh vom Pedal kippen bzw. ziehen. Das klappt ohne viel Kraftaufwand. Für Mountainbiker, die gerne einen sehr festen Halt haben, ist der Magnet etwas zu schwach, normale Radfahrer, Flatpedal- und Tourenbiker aber haben mit dem Magped ein sehr flexibles System, das die Angst vor Klickpedalen auslöscht und auch in der Pedal-Aufwärtsbewegung eine sehr gute Kraftübertragung garantiert. Fotos: Thomas Polzer 118 SPORTaktiv

DIE WASSERPISTOLE Bei schlammigen Mountainbikerennen hält sich noch immer der Witz, der Sieger sei nur deshalb so schnell im Ziel gewesen, weil er als Erster dann bei der Bike-Waschanlage nicht so lange in der Warteschlange bibbern muss. Auch Biker, die nach einer dreckigen Tour ihr verschmutztes Rad ins Auto heben müssen, warteten sehnsüchtig auf eine Lösung, wie sie jetzt AQUA2GO anbietet. Wir haben die PRO-Version (UVP € 219,95) getestet, ein mobiler Hochdruckreiniger mit Akku. GEGEN TAUBE FINGER Nicht nur eine 165-jährige Firmenhistorie hat der bayrische Handschuh-Hersteller Chiba, sondern auch neueste Zahlen. Und die besagen, dass 80 Prozent aller Radfahrer unter einschlafenden Händen leiden. Dieses Taubheitsgefühl in den Fingern ist unangenehm und gefährlich, immerhin soll man mit den Fingern die Kontrolle über Lenker, Schaltung und Bremsen haben. Laut Chiba entsteht ein Großteil der Probleme durch Druck auf den Ulnar-Nerv, auf den Carpaltunnel, durch unnatürliche Handhaltung oder durch Vibrationen. Der Aqua2go-Pro lässt sich zwar auch beim Zigarettenanzünder des Autos anstecken (und auch an eine bestehende Wasserleitung), aber den vollen Reiz entfaltet das Ding fernab aller Wasser- und Stromleitungen, draußen im Wald, oben am Berg, hinten im Tal. Der Tank fasst 20 Liter, damit verspricht die Bedienungsanleitung bis zu 30 Minuten (!) Dauereinsatz. Einstellbare Sprühdüsen reinigen mit 10.000 pulsierenden Schwingungen und bis zu 10 bar Wasserdruck. Leer hat das Gerät sieben Kilo, mit 20 Liter Wasser wird es schwer. Aber es hat Rollen und in jedem Kofferraum Platz. Zum Abspritzen von dreckigen Rädern nimmt man den sechs Meter langen Schlauch samt Sprühkopf und schießt los: Zugegeben, der Wasserduck ist nicht so hoch wie bei klassischen Kärcher-Geräten (bis zu 160 bar), aber für Bikes reicht es locker. Für Dichtungen ist der sanftere Strahl sogar besser. Ob er 30 Minuten hält, haben wir nicht ausgetestet, wir mussten zurück in die Redaktion ... Super praktisch: Für den Einsatz beim Camping lässt sich ein Brausekopf zum Duschen anbringen, der Akku hat USB-Buchsen (Handy!) und eine integrierte LED-Taschenlampe. Mit dem System CHIBA BIOXCELL will Chiba ein Heilmittel gefunden haben, wir haben die Kurzfinger-Pro-Version (UVP € 36,90) getestet. Man merkt sofort, dass der Handschuh ungewöhnlich dick gepolstert ist. Doppelte, bis zu 8 mm hohe Gelposter schützen den Handballen. In der Praxis dämpft der Chiba-Handschuh tatsächlich viele Vibrationen weg, für Tourenfahrer eine ideale Lösung. Manchen Fahrern könnte die Gelpolsterung zu dick sein. Praktisch: die Quick-Pull Ausziehhilfe. Mit den vier Laschen zwischen den Fingern kann man den Handschuh sehr easy ausziehen. SPORTaktiv 119

Magazin

SPORTaktiv April 2016
SPORTaktiv 1 2016
SPORTaktiv Bikeguide 2016
SPORTaktiv Laufguide 2016
SPORTaktiv Winterguide 2015