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SPORTaktiv Juni 2018

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Strömung zu kentern“,

Strömung zu kentern“, das ist zunächst im einfachen Wildwasser Herausforderung genug für Einsteiger. Es geht darum, ein Gefühl für das Kajak und seine Reaktionen zu entwickeln, die Herausforderungen liegt hier vor allem im koordinativen Bereich. Kraft und Ausdauer kommen später als Komponenten ins Spiel, wenn man das Gerät technisch schon beherrscht. Wie stets gibt es auch beim Paddeln Naturtalente und solche, die etwas mehr Zeit und Übung brauchen. Doch erlernbar ist der Sport für jeden. Logisch, dass das eine oder andere erfrischende Bad gerade in der Lernphase nicht ausbleibt. Doch durch die Tipps des Instruktors stellen sich zumeist rasch Fortschritte ein. Hauptsache Spaß „Die restlichen Tage wird das Gelernte am Fließwasser umgesetzt und langsam gesteigert. Wichtig: Spaß muss dabei sein, damit sich ein guter Lernfortschritt einstellt“, sagt Christian Tiefenbacher. Am Ende des Einsteiger-Kurses ist man dann in der Regel so weit, das Erlernte selbst weiter trainieren zu können. Was der Grundkurs noch bringt: Man ist mit dem Material so weit vertraut, um sich eine eigene Ausrüstung zuzulegen (dabei aber unbedingt in einem Shop mit Fachkompetenz beraten lassen). Sich nach geschafftem Einstieg in den Sport einem Verein anzuschließen, ist sehr zu empfehlen. Allein sollte man im Wildwasser, ähnlich wie im Winter im ungesicherten Skiraum, nicht unterwegs sein, um sich im Notfall gegenseitig helfen zu können. „Ab jetzt heißt es üben, üben, üben“, gibt Christian Tiefenbacher seinen Schützlingen noch mit auf den Weg. Und: „Demnächst wieder einen Kurs besuchen.“ Fortgeschrittenen-Kurse werden in Kajakschulen für die unterschiedlichsten Leistungsstufen angeboten – und ein Technik-Update tut auch Routiniers immer wieder gut. Und für alle frisch Eingetauchten gilt: Bei Stufe II von sechs Wildwasser-Schwierigkeitsstufen gibt es noch viel Spielraum zum Lernen ... CHRISTIAN TIEFENBACHER ist Bundesreferent für Paddelsport der Naturfreunde Österreich und Wildwasser Kajak- Instruktor. kanusport.naturfreunde.at Lernen kann man die Sportart in einer der zahlreichen Kajakschulen in und um Österreich. Bei den Naturfreunden ist man im Wildwasserzentrum Wildalpen (St) an der richtigen Adresse. Infos: www.kanusport.naturfreunde/wildwasserzentrum-wildalpen Von 28. Juli bis 3. August findet die Int. Wildwasserwoche in Obervellach (K): statt. Dort werden viele Kurse vom Einsteiger über Fortgeschrittene verschiedener Leistungsstufen, bis zum Freestyle oder Open Canoe-Kurs geboten. 132 SPORTaktiv

WILDWASSER-HOTSPOTS OPEN CANOEING Kanutouren auf Seen und (meist ruhigen) Flüssen erfreuen sich seit einigen Jahren stark steigender Beliebtheit. „Open Canoe“ oder Wandercanadier-Boote eignen sich hervorragend für längere Touren auch mit viel Gepäck. Sie sind oben offen und werden sitzend oder kniend mit einem Stechpaddel gefahren. Es gibt auch Open Canoes, die wildwassertauglich sind. RAFTING Für den ersten Sprung ins wilde Wasser eignet sich Rafting bestens. Hier kann man sich – unter Anleitung eines Profiguides – ganz ohne Vorkenntnisse in die kalten Fluten stürzen. Beim Raften geht es neben dem riesigen Erlebnis auch ums Teamwork. Und man legt, motiviert von Guide und Gruppe, die Scheu, sich auf – und zur Not auch schwimmend – in einem Fließgewässer zu bewegen, schnell ab. RIVERBUG Der „Flusskäfer“ breitet sich im (touristischen) Wildwasser aus. Das ca. 150 x 80 cm kleine und 8 kg leichte Einmann- Raft wurde in Neuseeland erfunden. Es wird mit Armen und Beinen mit einer speziellen Paddeltechnik gesteuert. Riverbugs sind für Einsteiger geeignet und machen dennoch auch Fortgeschrittenen Spaß. Info: www.riverbug.me • Salza (St): Das smaragdgrüne Naturjuwel im Naturpark Steirische Eisenwurzen im Gesäuse und – etwas weiter flussabwärts – rund um Wildalpen. www.gesaeuse.at • Enns (St): Der zweite wunderschöne Kajak- und Raftingfluss im steirischen Gesäuse – diesmal mitten im Nationalpark. www.gesaeuse.at • Imster Schlucht (T): Der Inn-Abschnitt zwischen Imst und Roppen ist ein Highlight für Rafting-Fans und geübte Paddler. www.tirol.at • Lech (T): Natur von ihrer schönsten Seite bietet der noch weitgehend unverbaute Wildfluss im Naturpark Lechtal. www.tirol.at • Gail (K): Ab Maria Luggau startet das Kajakvergnügen im Lesachtal – auf einem der reizvollsten Flüsse im Alpenraum. www.lesachtal.com • Möll (K): In der Wildwasser Arena Mölltal rund um das Zentrum Obervellach finden sich Flussabschnitte für Profis genauso wie solche für weniger Geübte. www.wildwasserarena-moelltal.at • Saalach (S): Das Salzburger Saalachtal mit dem namensgebenden Fluss gehört zu den gefragtesten Spots im Land. www.salzburgerland.com • Lammer (S): Die Lammeröfen sind berühmt, leichter befahrbar ist der Fluss im Oberlauf. www.salzburgerland.com • Isel (Osttirol): Der gletschergespeiste Gebirgsfluss bietet Paddlern tolle Voraussetzungen in allen Schwierigkeitsgraden. www.osttirol.com • Soca (Slo): Die blaugrüne Soca gilt als einer der schönsten Flüsse Europas - der beliebte Kajak-Spot ist von Österreich aus rasch erreicht. www.slovenia.info SPORTaktiv 133

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