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SPORTaktiv Juni 2019

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ENTWEDER / ODER MIT LISA

ENTWEDER / ODER MIT LISA PERTERER Abu Dhabi oder Gold Coast? Gold Coast, eindeutig. Ich liebe Australien! Morgenmuffel oder Frühaufsteher? Frühaufsteher. Ich habe kein Problem, um 5 Uhr aufzustehen, nur ein großes Frühstück ist dann wichtig. Techno oder Pop? Pop – ich bin ein Alleshörer, je nach Stimmung. Beim Training brauche ich allerdings keine Musik. Eishockey oder Fußball? Eishockey! Früher bin ich öfter zum VSV gegangen, jetzt fehlt mir oft die Zeit. Schweinsbraten oder gemischter Salat? Salat. Wobei ich immer das esse, was der Körper gerade braucht. Das kann auch Schokolade oder eben ein Schweinsbraten sein. Facebook oder Instagram? Insta. Wird immer mehr, dort mache ich auch alles selber. Bei Facebook hilft mir die Mama. Buch oder Tablet? Tablet, ich bin keine große Leseratte. Vettel oder Hamilton? Eher Hamilton, der taugt mir als Typ eindeutig mehr. Spielkonsole oder Waldspaziergang? Waldspaziergang, ich bin überhaupt kein Gamer. hörte, ich aber trotzdem nur 40. wurde.“ Um das zu verhindern, absolviert Perterer, die vor einem Jahr in Cagliari als erste Österreicherin überhaupt ein ITU-World-Cup-Rennen gewann, ein ultrahartes Trainingspensum. Freie Tage kennt sie dabei nur vom Hörensagen, an sechs von sieben Wochentagen hat sie alle drei Disziplinen auf dem Programm stehen. „Sonntags verzichte ich meistens aufs Schwimmen, dafür stehen längere Ausfahrten oder Läufe an. Das klingt hart, ist es manchmal auch, aber ich habe mich daran gewöhnt.“ Ihr Trainer, der frühere deutsche Meister und damalige Trainer des Olympiasiegers Jan Frodeno, Roland Knoll, betreut sie dabei aus der Ferne, entwirft Pläne und erkundigt sich meist telefonisch nach dem Befinden. Für die Nahbetreuung ist ihre Mutter als Schwimmcoach und Norbert Domnik, Olympia-Teilnehmer 2004 in Athen, zuständig. „Ich hab auch mal probiert, mich internationalen Trainingsgruppen anzuschließen, aber da war selbst mir das viele Reisen zu stressig. Nur aus dem Koffer Beim zur WM-Serie gehörenden Triathlon in Bermuda eroberte Perterer den starken vierten Platz. DA WIRD GETRETEN, MIT ELLBOGEN GEARBEITET. WENN DU DA UNTERGEHST, HAST DU DAS GEFÜHL ZU ERTRINKEN. leben, das bin nicht ich“, sagt Perterer, die das aktuelle Modell zwar als nicht optimal, aber das derzeit bestmögliche ansieht. Ein weiteres Problem: Es gibt in Österreich nicht sehr viele Athleten, die diesen Sport auf diesem hohen Niveau betreiben, bei den WTS-Rennen oder bei Worldcups starten. Gerade bei Olympia ein klarer Nachteil. „Ich hab das in Rio genau beobachtet“, sagt Perterer. „Wenn bei solch einem großen Wettkampf zum Beispiel eine Nation eine Siegchance hat und drei der gleichen Nation am Start sind, dann helfen die beiden anderen der Favoritin. Das ist bei uns nicht möglich, zumal wir uns wahrscheinlich auch nur zwei Startplätze sichern werden.“ Dafür kann die 27-jährige Heeressportlerin darauf zurückgreifen, bereits olympische Erfahrungen gesammelt zu haben. 2012 qualifizierte sie sich als jüngste Triathletin überraschend für die Spiele in London und staubte dort einen respektablen 48. Platz ab. Und dennoch war die Zeit vor den Spielen mit einer veritablen Krise verbunden. „Ich habe gemerkt, wie ich mit dem ganzen Rummel nicht klarkam. Medien, Erwartungshaltung, das wurde mir zu viel. Ich hab damals sogar kurz überlegt, alles hinzuschmeißen“, erzählt sie. Was sie Gott sei Dank nicht getan hat. Against all odds. Und mit Olympia hat sie ja ohnehin noch eine Rechnung offen. Foto: Lisi Perterer 154 SPORTaktiv

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