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SPORTaktiv Juni 2019

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RO HAT SICH DER NEUE

RO HAT SICH DER NEUE BUNDES­ LIGA-MODUS BEWÄHRT? „OBEN UND UNTEN IST SPANNUNG GARANTIERT“ Mein Eindruck war: Die Zehnerliga in ihrer alten Form war etwas festgefahren, jeder hat etwas Neues herbeigesehnt. Mir gefällt dieser Modus mit Teilung in Meister- und Abstiegsrunde und Halbierung der Punkte nach 22 Spieltagen jedenfalls richtig gut. Und das sage ich nicht nur, weil wir mit dem WAC eine überragende Saison gespielt haben. Bei dieser Konstellation hast du von der ersten Runde an den Druck, Ergebnisse liefern zu müssen. Das sorgt natürlich auch für Stress bei Vereinen, Spielern und Trainern, aber es erhöht die Spannung ungemein. Und mit Druck musst du in diesem Geschäft ohnehin umgehen können. Was bei dieser Konstellation Gott sei Dank wegfällt: Kein Verein kann sich irgendwie in die Winterpause retten und die Transferperiode dazu nutzen, neue Spieler zu holen und zu sagen: „So, und jetzt starten wir die große Aufholjagd!“ Dafür ist die Zeit einfach zu knapp, heuer waren es nur vier Runden. Und auch wenn wir mit dem WAC natürlich froh sind, in der Meisterrunde zu sein. Aber ich finde richtig gut, dass der Beste von unten noch um einen Europacupplatz spielen kann. So ist überall Spannung garantiert. Einzig, dass der Achte auch noch eine Chance hat, wenn der Sechste fix durch die Finger schaut, halte ich aus Fairnessgründen für fragwürdig. „ICH BIN FÜR EINE GESCHLOSSENE LIGA“ Es mag paradox klingen: Aber auch, wenn wir als SV Mattersburg davon profitiert haben, finde ich es sportlich nicht fair, dass der Achtplatzierte noch die Chance hat, sich für den Europacup zu qualifizieren. Aber das ist nicht das Einzige, worin ich die Schwächen der Reform sehe: Die Halbierung der Punkte ist aus sportlicher Sicht ungerecht, da jeder Zähler hart erarbeitet wurde und nicht einzusehen ist, warum diese zu einem bestimmten Zeitpunkt entwertet werden. Das Ziel, die Zuschauerzahlen um zehn Prozent zu steigern, wurde nicht nur nicht erreicht, sondern meiner Meinung nach auch falsch gesetzt. Um das zu erreichen, muss viel mehr passieren, als nur eine Reform auf den Weg zu bringen. Dazu kommt, dass sich durch die Verengung die Vereine in der Qualifikationsrunde schwertun, frühzeitig für die neue Saison zu planen, da niemand weiß, in welcher Liga er spielt. Daher mein Vorschlag: Lasst uns doch über eine geschlossene Liga ohne Abstieg nachdenken, damit sich die Vereine – vielleicht in einer Profiliga mit 18 Klubs – wirtschaftlich und sportlich konsolidieren können. Als Unterbau könnte ich mir eine Liga mit den U21-Mannschaften der Bundesligisten vorstellen, um dem Nachwuchs eine Plattform zu bieten, auf der er auf hohem Niveau Spielpraxis sammeln kann. MICHAEL LIENDL Mittelfeldspieler beim Wolfsberger AC PATRICK SALOMON Mittelfeldspieler beim SV Mattersburg Fotos: ÖFB 158 SPORTaktiv

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