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SPORTaktiv Juni 2020

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138 SPORTaktiv Fotos: Expeditionstechnik Därr, Garmin

KOMMUNIZIEREN ÜBERALL NAVIGIEREN & In weiten Teilen der alpinen Bergwelt gibt es kein Handynetz. Gar keines. Und dann funktioniert alles am Smartphone, wofür Netzverbindung benötigt wird, nicht mehr. Beispielsweise telefonieren, SMS oder E-Mail senden bzw. empfangen, aber auch Karten-Apps. Ist man nicht erreichbar, kann ein kleines Problem schnell groß werden. Zwar gibt es für die Netzlosigkeit Lösungen. Alleine, um sie muss man sich kümmern und sie nutzen lernen, bevor es hinaus zum nächsten Outdoor-Abenteuer geht. Karten-Apps auch offline Gute Karten-Apps gibt es zahlreiche. Für sie gilt: Viele lassen sich nur mit Internetverbindung starten und wenn man die Karten nur online nutzt, geht offline gar nichts mehr. Zwar bieten alle Apps Downloadmöglichkeiten an, allerdings meist nur im Rahmen von Bezahlversionen. Hat man die Karte für die Region, in der man unterwegs ist, aufs Smartphone geladen und die App im Netz gestartet, sieht man – dank GPS – immer, wo man sich befindet. Das ist sehr hilfreich und löst nahezu alle Navigations- oder Orientierungsprobleme. Im Test sehr bewährt haben sich: Bergfex Touren „UNGLAUBLICH! ÜBERALL GIBT ES HANDYNETZ, NUR HIER NICHT.“ „WIESO FUNKTIONIERT DIE KARTEN-APP PLÖTZLICH NICHT MEHR?“ ZWEI DER TYPISCHEN PROBLEME, WENN MAN ERWARTET, ÜBERALL IN DEN BERGEN VIA SMARTPHONE KOMMUNIZIEREN UND NAVIGIEREN ZU KÖNNEN. WAS TUN, UM AUCH OHNE NETZ SICHER UNTERWEGS ZU SEIN? VON OLIVER PICHLER (praktisch, einfach, intuitiv, solide Karten), Naturfreunde Tourenportal (neu, sehr umfangreich, in der Pro+ Version enorme Kartenauswahl), Kompass Karten (sehr gute Kartografie, alle wichtigen Funktionen) und Ortovox Bergtouren (gut, klug, durchdacht – etwa die schnell verfügbare Notruffunktion). Keine Lösung bieten all die Apps, wenn man Kontakt zur Außenwelt aufnehmen will. Zwar funktioniert GPS auch via Satellit, es dient der Positionsbestimmung, bietet aber keine Kommunikationsmöglichkeit. SMS & E-Mail per Satellit Satellitennetzwerke sind notwendig um überall, auch in den entlegendsten, handynetzfreien Flecken der Welt Textnachrichten als SMS oder E-Mail versenden zu können. Konkret das Satellitennetzwerk Iridium. 66 um die Erde kreisende Satelliten garantieren weltweite Abdeckung. Da alle Geräte mit einer eigenen App arbeiten, ist die Grundfunktionalität des Schreibens, Sendens und Empfangens nahezu gleich wie beim klassischen SMS- oder E-Mail-Einsatz. Nur im Satellitennetz dauert der Versand bzw. Empfang deutlich länger (im Test bis zu zehn Minuten), als man es vom klassischen SMS gewohnt ist. Zwingend notwendig ist die freie Sicht zum Himmel. In Innenräumen oder auch nur unter dem Dach einer Terrasse funktioniert das System nicht. Zwei Firmen bieten im Test bewährte Möglichkeiten: A*Live von ProteGear ist ein feines Gerät. Es nutzt für all seine Funktionen Handynetz, solange eines verfügbar ist. Steht kein Netz mehr zur Verfügung, Garmin InReach Mini SPORTaktiv 139

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