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SPORTaktiv Juni 2020

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LAUFENMIT DEN ARMEN WARUM DIE ARME BEIM LAUFEN EINE WESENTLICHE ROLLE SPIELEN UND WARUM MAN MIT KLEINEN ÄNDERUNGEN RELATIV GROSSE WIRKUNG ERZIELEN UND ÜBER­ LASTUNGEN VORBEUGEN KANN. VON KLAUS MOLIDOR FOTOS: THOMAS POLZER Großes Bild: Armwinkel unter 90 Grad, die Arme schwingen mit leichter Rotation nach innen. Oben: zu großer Armwinkel, Unten: zu starke Rotation der Arme. Fersenauftritt, Rebound, Plantarfaszien und Achillessehne, Gesäßmuskel, Vorfußlandung. Immer stehen die Beine und Füße beim Laufen im Mittelpunkt des Interesses. Die Arme? Nicht einmal eine Randnotiz wert. Dabei kann man Laufökonomie und -stil verbessern und Überbelastungen vorbeugen, wenn man sich beim Laufen auch einmal den Armen widmet und ihrem nur scheinbar bedeutungslosen Herumschwingen, während die unteren Extremitäten für Vortrieb, Pace und Kilometerleistung sorgen. Der Grund dafür ist einfach: „Es geht um die Kreuzkoordination“, sagt Bernd Marl, der als Sportwissenschafter in Graz auch Laufanalysen und Trainings macht. „Also anders gesagt: Schwingt der rechte Arm nach vor, machen wir mit dem linken Bein einen Schritt und umgekehrt.“ Die Arme sind damit nicht bloße Anhängsel, sondern Taktgeber. Der Versuch macht dich sicher. Arme langsam zu schwingen und schnelle Schritte zu machen ist unmöglich – auch die Gegenprobe beweist den direkten Zusammenhang. „Die Arme haben aber auch einen Einfluss auf die Schrittlänge“, erklärt Marl. „Wenn du ausholende Bewegungen mit den Armen machst, wird auch der Schritt länger, während kurze Schwünge die Schritte kleiner machen.“ SPORTaktiv 55

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