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SPORTaktiv Juni 2020

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1 Was spricht für die

1 Was spricht für die Klassiker Dachträger, Kupplungsmontage und Heckträger? Oben am Autodach: Dachträger sind für fast alle Fahrzeuge erhältlich und schnell montiert, das ist ein Klassiker und ein gewohntes Bild von der Südautobahn bis zur Tour de France. Nachteile: Die Räder stehen bei Autobahntempo voll im Wind, zu niedrige Unterführungen werden zu „Fahrrad-Killern“ und – vor alledem – die Zuladungsgrenzen für Dachträger und Dach sind schnell erreicht. Vor allem der Transport von schweren E-Bikes am Dachträger ist schwierig bis nahezu unmöglich. Anhängekupplung (AHK): Radträger auf der Anhängekupplung hinten können meist viel Zuladung aufnehmen. Der geringe Abstand zum Boden kommt älteren Menschen und Menschen mit Rückenbeschwerden sehr entgegen. Die Zuladungsgrenze (meist 60 kg) ermöglicht im Normalfall den Transport von zwei E-Bikes, die bei marktüblichen Modellen derzeit im Schnitt je 22 bis 25 kg wiegen. Nachteil: Es muss natürlich eine AHK vorhanden sein, am besten als Originalausstattung. „Da die Nachrüstung meist sehr teuer ist, empfehlen wir Interessenten meist den Transport über einen Dachträger, falls keine AHK vorhanden ist“, heißt es bei Thule. Heckklappe: Heckklappenträger spielen eine untergeordnete Rolle, da diese Lösung mit vielen Nachteilen einhergeht. „Wir empfehlen sie nur, falls der Transport über Dach oder AHK nicht möglich ist“, sagt Thule. In Deutschland gibt es strengere rechtliche Vorgaben für den Betrieb solcher Trägerlösungen (StVO), was Thules Angebot im Vergleich zu anderen EU-Ländern einschränkt. Die Heckklappen vieler Fahrzeugmodelle sind zudem immer öfter aus Kunststoff gefertigt, was der Kompatibilität mit Heckklappenträgern abträglich ist. Ein weiterer Nachteil: Der Kofferraum ist mit einem Träger voller Bikes nur noch sehr eingeschränkt zugänglich, da die Gasdruckdämpfer des Kofferraumdeckels ab Werk nicht für das zusätzliche Gewicht ausgelegt sind. 2 Welches Konzept passt zu wem am besten und was sind ideale Varianten für Rennrad und E-Bikes oder gibt es One-for-All-Lösungen? DIE SIEBEN W-FRAGEN „Zu bevorzugen ist ein AHK-Träger“, lautet die Empfehlung der Thule-Experten, „dieser ist am benutzerfreundlichsten und zukunftssicher. Ist keine AHK vorhanden, empfehlen wir bei Rennrädern und regulären Mountainbikes den Dachtransport. Traditionalisten unter Rennradfahrern schwören nach wie vor auf den klassischen Dachträger.“ Sind Dach und Kupplung aus irgendwelchen Gründen kein Thema, kann man immer noch auf die Heckklappe ausweichen. Für E-Bikes ist die AHK sowieso die Nummer eins. 86 SPORTaktiv

WER SEIN RAD GERNE IN DEN URLAUB UND INS WOCHENENDE MITNIMMT ODER SPONTAN IN DEN BIKEPARK FÄHRT, STEHT VOR DER FRAGE: WIE KRIEGE ICH DAS DING AUFS AUTO? SPORT AKTIV HAT BEI DEN EXPERTEN VON MARKT- FÜHRER THULE NACH NEUEN ANTWORTEN FÜR DEN SOMMER 2020 GESUCHT UND AUCH EINIGE WARNUNGEN BEKOMMEN. VON CHRISTOPH HEIGL. THULE Schwedischer Hersteller von Transportsystemen. Erik Thulin begann 1942 mit der Herstellung von Produkten für schwedische Fischer, die Marke Thule entstand. Das erste Thule-Produkt war 1955 ein Scheinwerferschutzgitter, 1962 folgte der erste Skiträger, 1964 der erste Dachträger mit Korb, seit 1997 weltweit größter Hersteller von Dachboxen. Mittlerweile macht Thule auch Taschen, Schneeketten, Rucksäcke, Kindersitze, Kinderwagen, Radanhänger und Handwerker-Werkzeug. Der Hauptsitz der Thule Group befindet sich in Malmö (Schweden). Foto: Thule Wonach richte ich mich bei der Kaufentscheidung des Trägersystems? Nach dem Auto oder dem Rad? Sowohl als auch. Zum einen muss der Fahrradträger natürlich zum Zweirad passen (Zuladung, Dimension) und zum anderen bieten sich unterschiedliche Möglichkeiten zum Transport an, je nach Fahrzeug und dessen Eigenschaften (Limousine, Van, SUV, Kombi, Bus). Entscheidet man nach Vorhandensein einer AHK, nach Dachtyp und nach Beschaffenheit der Heckklappe, drängt sich meistens eine Transportlösung auf. Bei großen Kombis und SUVs, Bussen und Vans kann man Räder natürlich auch ohne Fixierungssystem einfach im Inneren transportieren, sofern Platz und ausreichend Höhe vorhanden sind. Ein schmutziges, nasses Bike nach der Fahrt wieder einladen, ist dann aber kein so großes Vergnügen. 3 SPORTaktiv 87

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