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SPORTaktiv Laufguide 2016

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Dieses Special bringt nochmal auf den Punkt, wieso das Herumtigern – sei es nun auf Asphalt oder im Gelände – einem Jungbrunnen gleichkommt, schlank macht und ein Naturerlebnis ist. Außerdem erklären wir dir mal ganz genau, was dein Laufoutfit – von der Jacke bis zur Socke – so alles können muss.

RUN SPECIAL Masse sorgt

RUN SPECIAL Masse sorgt beim Mega-Event für Stimmung und Motivation. SPORTaktiv-TAGEBUCH Draußen „am Land“ läuft es eher familiär und stressfrei. MEGA-EVENT ODER DOCH DORFLAUF? Nach geschätzten 25 Halb- und Viertelmarathons, Volks- und Silvesterläufen in den vergangenen drei bis vier Saisonen zieht unser laufender Redakteur Wolfgang Kühnelt eine subjektive Bilanz: Wo läuft es sich eigentlich am besten in Österreich? Bei den großen Events in den Hauptstädten – oder bei den kleinen familiären Wettbewerben in der Provinz? Rauchwart, Hallein, Mürzzuschlag oder Mistelbach – die schillernde Welt des Laufsports hat diese Orte eher nicht auf dem Radar. Also doch lieber einen größeren Marathon mit deutlich mehr als 10.000 Läufern ansteuern? Die wichtigste Frage, die sich jeder Hobbysportler bei der Auswahl seines nächsten Events stellen sollte: Was erwarte ich mir von einem gelungenen Wettbewerb? Eine spannende Strecke mit reichlich Höhenmetern oder eine Rennbahn? Jede Menge Gratisverpflegung? Einen Spitzenplatz, weil so wenige Läufer am Start sind? Ein Funktionsleiberl, eine Medaille und ein prall gefülltes Startersackerl? „Nein, eine neue Bestzeit“, werden jetzt viele sagen. Die Jagd nach dem persönlichen Rekord steckt in den meisten von uns. Sie ist mitverantwortlich dafür, dass Großveranstaltungen in der Wachau, in Wien, Graz, Linz und am Wörthersee hierzulande die größte mediale Aufmerksamkeit bekommen und daher auch die meisten Teilnehmer anziehen. Die Strecken werden als „ausgesprochen flach“ angepriesen, auch die Masse an Konkurrenten motiviert die Teilnehmer, mehr Tempo zu machen als üblich. Genau da lauert aber auch die Gefahr: Diese fröhliche Jagd nach der persönlichen Bestzeit kann schnell dazu führen, dass man sich zu früh FOTOS: Graz Marathon/GEPA Pictures, Leobersdorf/Gregor Nesvadba, Thomas Polzer TEXT: Wolfgang Kühnelt 54 SPORTaktiv

verausgabt – nicht von ungefähr sehe ich gerade bei Großbewerben viele Hobbyathleten, die es nicht oder nur mit letzter Kraft ins Ziel schaffen. Ein Nachteil auch, den speziell Ehrgeizlinge bei großen Laufevents einkalkulieren müssen: Die Gefahr von Staus beim Start oder bei engen Kehren und Staffelübergaben ist hier klarerweise deutlich höher als bei einer Laufveranstaltungen mit überschaubarem Starterfeld. GRATIS ODER UMSONST? Was gerade in letzter Zeit ebenfalls tendenziell gegen Großveranstaltungen spricht: Die Startgebühren sind deutlich höher, aber das Service-Level deshalb noch nicht automatisch besser. Das beginnt beim Startersackerl, das „am Land“ zwar oft spartanisch ist, aber dafür irgendeine nette Abwechslung bietet: Ein Handtuch zuletzt in der Weststeiermark machte definitiv mehr Freude als die Billig-Leiberln, die sich bei Vielläufern wie mir nutzlos im Regal stapeln. Und wenn es statt des obligaten schnöden Plastiksackerls bei der Startnummernausgabe eine vielseitig verwendbare Sporttasche aus Stoff gibt, wie es beim Pitztaler Gletscherlauf in Imst der Fall war, dann ist das durchaus eine nette Überraschung. Wer läuferisch so viel herumkommt wie ich, dem fällt auch auf: Das „Buffet danach“ ist in einem kleinen Ort oft besonders charmant. Die lokale Bevölkerung schmiert Brote, serviert Mehlspeisen aus eigener Produktion, schenkt Getränke aus – und das alles gegen freiwillige Spenden oder zu einem sehr vernünftigen Preis. DIE STIMMUNG MACHT’S Was bei den Serviceleistungen also durchaus willkommen ist, ist zugleich aber auch das Manko bei so manchen sogenannten „Dorfläufen“: Das „Familiäre“ setzt sich nämlich dort leider meist auch bei der Zuschauerkulisse fort. Wer schon einmal kilometerlang mutterseelenalleine bei brütender Hitze durch die Pampa getrabt ist, wird Begleitung und lautstarke Unterstützung zu schätzen wissen. Wer also gerne in Gesellschaft läuft, wird die Läufe in den Großstädten und die landschaftlich reizvollen Events in der Wachau und in Kärnten sicherlich ganz oben auf der Rechnung haben. Hier trifft man auch immer wieder bekannte Gesichter aus der Hobbylaufszene – und im Idealfall sorgt richtig gute Stimmung am Streckenrand samt Anfeuerungsrufen aus dem Publikum für zusätzliche Motivation. Tipp dazu: Eine durchaus spannende Kombination aus beiden Extrempositionen sind kleinere Events in großen Städten. Die Läufe des LCC in Wien etwa sind ausgesprochen professionell organisiert, bieten mit dem Prater ein schönes Umfeld und sind trotzdem im wahrsten Sinne des Wortes nicht „überlaufen“. BEIDES AUSPROBIEREN Was bleibt bei diesem Vergleich „Groß gegen Klein“ unterm Strich? Wie so vieles im Leben haben eben beide Arten von Laufveranstaltungen ihre Vor- und Nachteile. Und es liegt letztlich einzig und allein an den Vorlieben und Erwartungen jedes Hobbyläufers, welche Wahl er trifft. Auch dazu noch zwei persönliche Tipps: Wer sowieso mehrmals im Jahr 2016 mit einer Startnummer unterwegs sein will, sollte unbedingt bei beiden Varianten dabei sein. Für Neueinsteiger aber gilt doch: Wer erstmals an einem Rennen teilnimmt, für den ist ein „Dorflauf“ sicher die ideale Teststrecke. Apropos Test: Nach meinen vielen Testläufen im vergangenen Jahr erlaube ich mir, hier abschließend noch meine drei ganz persönlichen Favoriten an Events in meinem Lauftagebuch zu notieren – von der Größe her allesamt eher im mittleren Bereich angesiedelt. • Nummer 1: Der „Römerlauf“ (heuer 16. Juli). Eine Veranstaltung für die ganze Familie, die abends rund um den südsteirischen Sulmsee führt. Anspruchsvolle Strecke, tolle Beleuchtung mit Kerzen und Fackeln, verkleidete „Römer“ und vor allem ein richtiges Volksfest danach. • Nummer 2: Pitztaler Gletscherlauf (das nächste Mal am 3. Juli 2016). Zuerst geht es steil bergab, dann wieder bergauf. Vergangenes Jahr bei brütender Hitze. Klingt hart, ist es auch. Aber in Summe eine Riesengaudi. • Nummer 3: Kärnten läuft (heuer vom 19. bis 21. August). Ein großes dreitägiges Laufwochenende am Wörthersee, das alle Stückerl spielt. Mit der leicht adaptierten Strecke bekommt man nun auch etwas mehr vom See mit. Und der ganze Event ist so gut organisiert wie kaum ein zweites Rennen in Österreich. LIVE DABEI Keep on running: Lauftagebuch 2016 Nachdem unser Laufreporter Wolfgang Kühnelt im Jahr 2015 in allen neun Bundesländern in Summe dreizehn Wettkämpfe gelaufen ist, heißt es heuer für ihn: Neue Ziele setzen! Oberste Priorität hat dabei sein erster „ganzer“ Marathon im Herbst. Zudem wird sich unser Lauftagebuchschreiber in diesem Jahr vermehrt den Job der Pacemaker ansehen. Von Porträts einiger dieser fleißigen SPORTaktiv-Tempomacher über den Lauf an der Seite eines Spezialisten bis zum Eigenversuch als Pacemaker. Mehr in den kommenden Ausgaben ... Nr. 1; Februar / März 2016 55

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