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SPORTaktiv Magazin April 2017

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BOULDERN Eine homogene

BOULDERN Eine homogene Gruppe ortet er dagegen nicht. Den einen typischen Boulderer sucht man vergebens. Manche Kletterer betreiben den Sport schon 20, 30 Jahre und waren Pioniere. Es gibt junge, starke Wettkampfkletterer, die mit wenig Erfahrung am Felsen aus der Kletterhalle kommen. Oder die Hobbykletterer, die ohne große Leistungsambitionen einfach eine schöne Zeit in der Natur verbringen wollen. „Und natürlich die Generation des urbanen Fitness-Fun-Boulder - Trendsports, die den Felsen als erweiterten Aktionsraum kennenlernen“, erklärt Jakob Wurm. Die Grenzen zwischen den einzelnen Typen sind in der Praxis natürlich fließend und verschwimmen. Allen gemein ist, dass sie den „Boulder“ – also das klettertechnische Problem – auf möglichst kreative Art lösen wollen. „Wenn es nicht mehr auf herkömmlichem Weg geht, müssen wir uns von eingefahrenen Bewegungsmustern trennen und Neues, manchmal auch Absurdes ausprobieren“, erzählt Wurm. Und das geht in der Gruppe eben leichter, weil das kreative Potenzial dadurch steigt. WEITE HOSEN, ENGE SHIRTS Wie jede Gruppe hat auch die Boulder-Gemeinschaft ihren eigenen Stil. „Eher weite Hosen zum Beispiel“, sagt Wurm. „Denn Bewegungsfreiheit ist wichtig und es muss ja kein Klettergurt drüberpassen.“ Die T-Shirts sind dafür eher eng, um die Muskeln zu betonen, und in kräftigen Farben. „Weil sich die auf den Fotos besser vom Felsen abheben“, erklärt Wurm. Dazu kommen, ähnlich wie bei den Skatern und Snowboardern, auch Mützen, Kappen, coole Sweatshirts. Längst haben Bergsportmarken die Boulder-Community als Kundschaft erkannt und eigene Boulder-Linien herausgebracht. Hin und wieder stehen am Fuße der Felsen auch Boxen, aus denen Hip- Hop, Reggae, Dub oder Elektro-Beats kommen – auch wenn das von vielen mitten in der Natur durchaus kritisch betrachtet wird. Was den Erfolg dieses relativ jungen Sports, der sich in den 1990er-Jahren als eigene Sportart und nicht bloß als Training fürs Sportklettern etabliert hat, ausmacht? Es ist seine Einfachheit, seine Reduktion auf das Wesentliche, mutmaßt Jakob Wurm. Wie jedes gute Spiel kommt es mit wenigen Regeln, wenig Material und wenig Organisationsaufwand aus. Oder, wie es Wurm ausdrückt: „Von unten nach oben, ohne dabei den Boden zu FOTOS: Naturfreunde Österreich ab € 134,– p.P. RADELN ENTLANG DES MURRADWEGES… … und dabei die schönsten Plätze in der Süd- und Weststeiermark erkunden. Der Einstieg in den Murradweg liegt nur wenige Kilometer vom Hotel Ramada Graz entfernt. Gleich angrenzend befindet sich auch das Schwarzl Freizeitzentrum mit einem umfangreichen Sportangebot wie Tauchen, Segeln, Surfen oder Wakeboarden. Sollte das Wetter einmal nicht mitspielen, gibt es für Aktivurlauber auch ein hoteleigenes Fitnesscenter mit Sauna. Die Nähe sowohl zur Kulturhauptstadt Graz wie auch zur Südsteiermark machen vielfältige kulturelle und kulinarische Ausflüge ganz einfach möglich. RAMADA GRAZ **** GRAZ-UMGEBUNG / STEIERMARK Seering 10, 8141 Unterpremstätten Tel.: 0043 316/8077 605 Mail: info@ramada-graz.at WEB: www.ramada-graz.at Aktiv-Package BUCHBAR VOM 01. 03. BIS 01. 11. 17 • 2 Übernachtungen im Standardzimmer inkl. reichhaltigem Frühstücksbuffet • Tageskarte für das Schwarzl Freizeitzentrum • E-Bike-Verleih im Hotel • Murradweg-Karte • freie Benutzung der Sauna und des Fitnessraumes • Parkplatz • Gratis WLAN im ganzen Haus FOTOS: Hotel Ramada Graz 106 SPORTaktiv

erühren. Der Weg, die Linie, wird vom Fels vorgegeben. Sie ist einfach da und es braucht nur noch jemanden, der sie erkennt, entschlüsselt und beklettert.“ Und das ohne viel Schnickschnack drumherum. Es braucht – abgesehen von Kletterschuhen – kaum spezifische Ausrüstung, keine vorbereitete Wand, die bereits mit Haken versehen ist, kein Wissen um Seile, Sicherungen und Knoten. „Eventuell ein bisschen Chalk, also Kletterkreide und ein Crashpad.“ DOSIERTER NERVENKITZEL Bouldern stärkt auch das Vertrauen, die Beziehung zweier Menschen zueinander. Denn während der Eine im Fels unterwegs ist, steht unten meist ein „Spotter“, der dafür sorgt, dass der Kletterer im Ernstfall nicht kopfüber oder neben der Matte landet und der den Sturz ein wenig abfängt. „Da braucht es natürlich Vertrauen in den Partner, auf den du dich voll verlassen können musst.“ Und dann ist da noch der Nervenkitzel, das Überwinden der Angst, wenn es darum geht, eine schwierige Stelle noch zu probieren, obwohl ein Sturz aus drei Metern Höhe die Folge sein könnte. „Das Wechselspiel zwischen Kontrolle und Freiheit, das bewusste oder auch unbewusste Risikomanagement ist beim Bouldern ständig dabei. Und eine wesentliche Würze dieses Bewegungsspiels“, erklärt es Jakob Wurm. Spür dich selbst! Besieg den inneren Schweinehund! Genieß den Flow! Such immer wieder deine Freiheit! Hör niemals auf zu sporteln! Lies regelmäßig Österreichs größtes Aktivsport-MagazinSPORTaktiv“, was ich damit sagen will: „BLEIB FIT!“ CHRISTOPH SUMANN, siebenfacher Medaillen- Gewinner im Biathlon Der Experte MAG. JAKOB WURM ist Mitglied des Sportkletter- Lehrkaders der Naturfreunde. Wurm bildet Sportkletter- Übungsleiter und Instruktoren aus und bouldert aus Leidenschaft, weil dabei Taktik, Psyche und Technik voll gefordert werden. WEB: www.naturfreunde.at Nr. 2; April / Mai 2017 107 NÄCHSTE AUSGABE: 1. JUNI 2017 Erhältlich bei Intersport, Sport 2000, Gigasport, den Top100 Radshops, in den SPORTaktiv Hotels, in der Trafik, im Abo. Jetzt SPORTaktiv ABO bestellen! € 19,90 für sechs Ausgaben pro Jahr. Abo-Bestellmöglichkeit: www.magazin-abo.com, Tel.: 01/51414-800 www.sportaktiv.com

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