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SPORTaktiv Magazin April 2017

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LAUFEVENTS ... beat the

LAUFEVENTS ... beat the city presented by Über Stock, Stein und 110 Kilometer: der „Großglockner Ultra Trail“. 1 HINDER- NISSE 0 1 . J u n i 2017 Graz-Innenstadt Start: 16:00 Uhr Ein Event von: 500 Teilnehmern liegt. „Aber Selbstläufer ist es keiner: Wir müssen jedes Jahr aktiv werben, Plakate und Flyer drucken, Inserate schalten und schauen, dass die Leute auch nach dem Lauf sitzen bleiben und ein bisschen feiern.“ Ist die Atmosphäre und das Rundum-Paket gut, werden Teilnehmer leichter zu Wiederholungstätern. DIE TRAILLÄUFE KAMPF GEGEN SICH SELBST Auch das ist kein Geheimnis: Bei Trailrunningevents gibt es die größten Zuwächse. Trail- und Ultratrailläufe (jenseits der Marathondistanz) scheinen in den letzten Jahren aus dem Boden zu schießen – und mühelos ihr Klientel zu finden. „Der Zulauf hat sicher damit zu tun, dass die Leute wieder raus in die Natur wollen“, sagt Anton Wippel. Der aber auch eine andere Theorie hat: „Die Läufe sind untereinander nicht so leicht vergleichbar wie Straßenläufe, allein aufgrund der Höhenprofile. Man kann die Geschwindigkeit pro Kilometer nicht vergleichen und der Druck, den man sich selbst macht, fällt weg.“ Anders als bei Marathons geht hier der Trend nicht zur Kürze: Einer großen deutschen Trailrunning-Studie zufolge wünscht sich der Großteil der Protagonisten Strecken zwischen 50 und 80 Kilometer, mit durchaus anspruchsvollem Höhenprofil. Als der Traunsee Bergmarathon zum ersten Mal stattfand, sprach man noch gar nicht vom Traillaufen – trotzdem passt der 70 Kilometer lange Lauf perfekt in das Wunschschema. „Es geht bei uns nicht so sehr um den Wettkampf, als viel mehr um das Erlebnis“, sagt Orga- nisator Harald Buchinger, dessen Lauf heuer (30. Juni bis 1. Juli) zum 29. Mal stattfindet. „Bei so einem Rennen läufst du ja nicht nur“, betont aber Hubert Resch vom „Großglockner Ultra Trail“. „Die Leute traben, wandern, gehen, bleiben auch einmal stehen. Es ist weniger der Kampf gegen die Uhr, als vielmehr der Kampf gegen sich selbst.“ Auch Resch „In Frankreich, Spanien und der Schweiz boomen Trailläufe schon viel länger. Diese Begeisterung schwappt jetzt zu uns herüber.“ HUBERT RESCH ORGANISATOR DES „GROSSGLOCKNER ULTRA TRAILS“ bestätigt, dass Trail- und Extremläufe zunehmen. „Neu ist der Trailrunning-Boom aber nicht. In Spanien, der Schweiz und vor allem Frankreich ist das schon lange ein Riesenthema.“ Jetzt komme der Trend einfach auch bei uns an. EIN HELFER FÜR JEDEN LÄUFER Beim Glockner-Ultra-Trail (21.-23. Juli) geht es gleich 110 Kilometer weit – da wird dann die Zielgruppe schon klein. „Anfangs hatten wir um die 300 Läufer aus aller Welt – und fast mehr Helfer und Mitarbeiter.“ Denn solche Veranstaltungen seien logistisch extrem herausfordernd. „Wir haben vier Ärzte, 60 FOTOS: Großglockner Ultra Trail 44 SPORTaktiv

Posten der Bergrettung besetzt, alle 15, 20 Kilometer einen Posten mit Unterstand“, rechnet Resch vor. Dazu ist er ständig mit einem Meteorologen in Kontakt. Für Schlechtwetter-Einbrüche gibt es mehrere Varianten, um die Läufer umzuleiten. Die Langsamsten reizen das Zeitlimit von 31 Stunden aus und sind, nachdem am Freitag um 23 Uhr gestartet wird damit zwei Nächte hintereinander unterwegs. Und statt des Besenwagens großer Straßenläufe gibt es Schlussläufer. „Mehrere natürlich“, erzählt Resch, „denn das kannst du ja nicht einem alleine zumuten.“ Natürlich gibt es auch beim Großglockner Ultra Trail Einsteiger-Distanzen über 50 und 30 Kilometer, sowie die Zweierstaffel für den ganzen Lauf. „Über die kürzeren Distanzen können sich Interessierte herantasten.“ DIE SPASSIGEN LOCKERES MITEINANDER Bleiben noch die Funläufe mit künstlichen Hindernissen wie dem „Dirtrun“, dem „Grazathlon“, dem „Strongman Run“ usw. – die ebenfalls auf großes Interesse stoßen. „Stimmt, auch bei uns gehen die Teilnehmerzahlen nach oben“, bestätigt Elisabeth Hartl von Flachau Tourismus. Beim „Strongman- Run Flachau“ (15. Juli) geht es neben der Natur aber auch durch Röhren oder über meterhohe Bretterhindernisse. „Das ist einfach eine Gaudi“, sagt Hartl. Das spürt man schon am Start: Kein nervöses Zappeln, kein Tunnelblick, sondern gemeinschaftliche Vorfreude herrscht dort. „Solche Läufe passen für eine breite Schicht“, sagt auch Anton Wippel. „Du musst dabei keine 10 oder 20 Kilometer am Stück laufen können, weil nach ein, zwei Kilometern Hindernisse kommen. Dort musst du wegen des Andrangs warten, kannst durchschnaufen, was trinken und weiter geht’s.“ Freilich: Muskelkraft und Kraftausdauer sind bei vielen Hindernissen schon auch gefragt. Durch die Action wird die Sache jedenfalls auch für die Zuschauer interessant – „und dann haben alle mehr Spaß“, weiß Hartl. Und um den geht es schließlich bei allem Wettkampfgedanke – egal ob im Dorf, der Großstadt oder in den Bergen: den Spaß am Laufen ... ULTIMATE GRIP CONCEPT Nr. 2; April / Mai 2017 45

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