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SPORTaktiv Magazin April 2017

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WETTKAMPFVORBEREITUNG

WETTKAMPFVORBEREITUNG Der Experte MAG. HERWIG NATMESSNIG ist für Runtastic als Sportwissenschafter tätig. Als Profiathlet war er 14 Jahre lang Mitglied der österreichen Kanu-Slalom- Nationalmannschaft. WEITERE INFOS: www.runtastic.com/blog in den Trainingsplan aufgenommen werden wie Bergsprints oder Fahrtenspiele, um die Muskulatur und das Herz-Kreislauf–System kontinuierlich vor neue, notwendige Herausforderungen zu stellen.“ Wer im Training hingegen stets die gleiche Belastung wählt, findet sich langfristig garantiert auf einem Leistungsplateau wieder, auf dem „nichts mehr weitergeht“. KLARE ZIELSETZUNG Hat man eine persönliche Bestzeit im Visier, macht ein Besuch beim Trainingsprofi nicht nur zu Beginn, son- 31. VEITSCHER GRENZSTAFFEL LAUF HOHE VEITSCH TRAIRUN Ultra-Alpin-Marathon 54 km / 2060 Hm 2er und 3er Staffel 16,5/16,0/21,5 km SAMSTAG START 24.6.2017 9 UHR Start Ziel dern auch gegen Ende der Wettkampfvorbereitung Sinn, so Natmessnig. „Die genaueste Möglichkeit, um eine realistische Zielzeit bzw. die optimale Pace zu ermitteln, ist ein Leistungstest mittels Laktatbestimmung oder Atemgasanalyse.“ Spätestens in den letzten paar Wochen vor dem Wettkampf ist die Zeit für Experimente vorbei! Entscheidend ist nun, dass man die Trainingsumfänge langsam reduziert, um möglichst fit und energiegeladen an den Start gehen zu können. Natmessnig kennt das klassische Problem: „Viele Läufer meinen, kurz vor dem großen Tag noch einmal alles geben zu müssen, doch genau damit berauben sie sich selbst ihres Potenzials. Beim sogenannten Tapering werden die Trainingsumfänge in der Woche vor dem Rennen auf 50 bis 30 Prozent des ‚normalen‘ Laufumfangs reduziert. Ungewohnte Belastungen haben im Training jetzt definitiv nichts mehr verloren – nicht nur, weil diese jetzt keine Verbesserungen mehr bringen, sondern weil sie zu diesem Zeitpunkt der Leistungsfähigkeit schaden.“ Auch radikale Ernährungsumstellungen sind nun fehl am Platz. Speziell in der letzten Woche vor dem Rennen sollte aber auf eine möglichst ausgewogene Nährstoffverteilung und großzügige Flüssigkeitszufuhr geachtet werden. KLEINIGKEITEN ENTSCHEIDEN Trotz perfekter, körperlicher Vorbereitung gibt es am Renntag noch reichlich Möglichkeit, die Nerven wegzuschmeißen und im Eifer des Gefechts auf wichtige Details zu vergessen. Daher macht es Sinn, sich auch mental mit dem Bevorstehenden zu befassen, und stets einen konkreten Plan parat zu haben – gerade für Situationen, wenn es gerade nicht nach Wunsch läuft. „Ein durchdachter Wettkampfplan mit realistischen Pace-Vorgaben kann schwierige Situationen oft schon im Voraus ausschließen“, betont Natmessnig nachdrücklich. Doch auch ohne Rekord-Gedanken liefert ein wissenschaftlicher Check bzw. ein Termin beim Laufcoach knapp vorm Rennen hilfreiche Daten. Der Grund: Gerade Wettkampf-Neulingen wird im Eifer des Gefechts nicht selten Selbstüberschätzung zum Verhängnis, wieder andere passen sich vor lauter Aufregung unbewusst an das Tempo stärkerer Läufer an, starten zu schnell und müssen im schlimmsten Fall deshalb sogar das Handtuch werfen. „Taktisch sollte man so vorgehen, dass man die zweite Hälfte des Rennens etwas schneller läuft als die erste“, rät der Runtastic-Experte, und stellt klar: „Außerdem muss eines jedem Starter von vornherein klar sein: Es ist keine Schande, überholt zu werden!“ Einen anderen, häufigen Fehler ortet Natmessnig im Verzicht auf ein entsprechendes Aufwärmprogramm: „Wie wichtig das sowohl für die Leistungsfähigkeit als auch die Verletzungsprophylaxe ist, wird häufig unterschätzt. Die positiven Effekte des Aufwärmens sollte man sich schon ab dem Startschuss zugute machen und nicht erst während des Rennens ‚warmlaufen‘. Ein guter Indikator für eine ordentliche Durchwärmung des Körpers ist, dass man leicht zu schwitzen beginnt.“ Beim Wettkampf selbst gilt es, sich darauf zu besinnen, was man in der Vorbereitung gemacht hat. Das schließt auch Ess- und Trinkgewohnheiten ein. So nützt „das beste Energy-Gel“ nichts, wenn man erst im Ernstfall erkennt, dass man es einfach nicht runterbekommt. Natmessnig: „Die Flüssigkeits- und Nahrungsaufnahme ist umso entscheidender, je länger die zu bewältigende Distanz ist. Daher sollte man während des Trainings unbedingt austesten, was einem schmeckt und vor allem, was man am besten verträgt.“ Ähnliches gilt für die Kleidung, insbesondere aber für das Schuhwerk. Neue Schuhe, die beim Wettkampf zum ersten Mal zum Einsatz kommen, führen nicht selten zu mehr als unangenehmen Druckstellen und werden Einsteigern so immer wieder zum Verhängnis. Beachtet man diese Grundregeln, muss man sich aber keine Sorgen machen, für die während des Rennens ohnehin kein Platz ist. Denn nach einer umfangreichen Vorbereitungsphase stehen am Tag X vor allem zwei Dinge im Vordergrund: Eindrücke sammeln und genießen. FOTO: Runtastic 50 SPORTaktiv www.grenzstaffellauf. com

17.06.2017 www.stelviomarathon.it 15.07.2017 www.reschenseelauf.it

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