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SPORTaktiv Magazin April 2017

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SICHERHEIT Auch im

SICHERHEIT Auch im leichten Gelände gilt: nie leichtsinnig werden, sondern konzentriert bleiben. Spaziergänger-Accessoire? „Ja. Wenn du im leichten Gelände dahinwanderst und es stark regnet, ist ein kleiner Schirm perfekt.“ Zu viel soll es aber insgesamt nicht sein, das man auf den Berg mitnimmt – denn jedes zusätzliche Gewicht summiert sich und erschwert die Tour. „Der Reinhold Messner und ich haben immer so wenig wie möglich mitgenommen“, erinnert sich Habeler – was darin gipfelte, eben auch keine Sauerstoffflaschen auf den Everest-Gipfel zu schleppen ... DAS WETTER IM AUGE BEHALTEN Bevor es dann losgeht, sollte man sich unbedingt nochmals mit dem Wetter auseinandersetzen – auch wenn die Prognose am Vortag gut war. Unterwegs muss man ebenfalls stets einen Blick auf das Wetter haben. Das führt überhaupt zu einer weiteren Bergsteiger-Tugend: dem „Nein-sagen-Können“. „Wenn schlechtes Wetter aufzieht, musst du Nein zum Ziel, Nein zum Gipfel sagen können und umkehren.“ Ebenfalls vor Tourstart hinterlässt der umsichtige Berggeher sein Tourenziel bei Freunden, Familie oder der Pension, von der aus er in die Berge aufbricht. „Das erleichtert im Ernstfall die Suche der Bergrettung enorm.“ TEMPO ANPASSEN Peter Habelers nächster Tipp betrifft das Tempo. „Ich bin ein Freund der kleinen Schritte und bleibe gerne auch einmal stehen. Die Natur genießen, den Blick schweifen lassen, die Atmung wieder zur Ruhe kommen lassen, das taugt mir.“ Und es hilft der Sicherheit. Das Tempo müsse man unbedingt dem Gelände anpassen. „Wenn es flach ist und eben kannst du schon einmal schneller gehen. Je unwegsamer, desto langsamer sollte man dann aber unterwegs sein.“ Die Trittsicherheit ist dann einfach bei jedem besser: „Viele Unfälle passieren, weil Leute zu schnell unterwegs sind und dann stolpern.“ Habeler rät auch zu Wanderstöcken: „Damit geht es sich einfach leichter.“ GRUPPENHIERARCHIEN Ist man in der Gruppe unterwegs, muss einer die Entscheidung treffen, der dann alle folgen. „Mit der Demokratie am Berg ist das nämlich so eine Sache“, meint Habeler. Es ist auch klar: Im Ernstfall muss einer die Auto- FOTOS: Kuratorium für Verkehrssicherheit RADMARATHON AN DER ADRIA Lerne die Halbinsel Istrien während des internationalen Radmarathons Istria Granfondo kennen – von 6. bis 8. Oktober 2017 mit Start und Ziel in Umag. Entweder auf der 88 km Strecke „Small“, oder du wählst lieber die Distanz „Classic“ mit 128 km. Es erwartet dich eine spannende Mischung aus Meer und hügeliger Landschaft. Für die passende Unterkunft sorgt das Hotel Sol Umag, das durch seine optimale ab € 76,– p. P. Lage direkt an der Adria und die Nähe zur Stadt Umag besticht. Das Service im Hotel ermöglicht dank der durchdachten Organisation eine individuelle Betreuung jedes einzelnen Radfahrers. SOL UMAG **** UMAG / KROATIEN Šetalište Miramare 1, 52470 Umag Tel.: 00385/52 71 40 00 E-Mail: sol.umag@istraturist.hr WEB: www.istraturist.com Istria Granfondo BUCHBAR VOM 7.10. BIS 8.10.2017 • 1 x Übernachtung inklusive HP • Startgebühr für den Rennradmarathon „Istria Granfondo“ • 1 x Energiepaket • sicherer und versperrter Fahrradraum mit 24-Stunden-Videoüberwachung • Servicewerkstatt • Infomaterial mit Radwegekarten und Karten der Region • Benutzung des Hallenbades • Kostenloses WLAN • Early Check-in/Late Check-out nach Verfügbarkeit FOTOS: Hotel Sol Umag 98 SPORTaktiv

ität haben, rasch eine Entscheidung zu treffen, die dann bedingungslos gilt. Der Erfahrendste sollte das Kommando haben, dem sich alle fügen. „Oft genug ist es vorgekommen, dass Leute in Not geraten, Hilfe alarmieren und sich dann zerstreuen, jeder wo anders hin“, erzählt der Tiroler. „Die oberste Regel in so einem Fall ist aber: Immer zusammenbleiben!“ Und dann ist da noch die Technik. „Den Reinhold haben sie einmal fürchterlich geschimpft, als er gegen das Handy am Berg aufgetreten ist“, erinnert sich Habeler. „Aber ganz falsch war sein Standpunkt nicht“, meint Peter Habeler – und präzisiert: „Natürlich hab ich auch selbst immer ein Handy mit, schließlich kannst du damit einen Notruf absetzen und geortet werden. Auf der anderen Seite macht dieses Sicherheitsgefühl die Leute leichtsinnig.“ Und das sei ein generelles Problem, im heutigen Freizeit-Bergsport: Der Fokus auf das sichere Zuürckkommen, auf das alle Handlungen und Entscheidungen auszurichten sind, gehe verloren ... IMMER KONZENTRIERT SEIN Die Konzentration ist und bleibt unerlässlich. Besonders auf der „Hausrunde“ oder Strecken, die man schon oft gegangen ist. „Am gefährlichsten sind Routinefehler“, weiß Habeler. Und davor seien auch Profis nicht gefeit – „so wie der Kitzbüheler Extremsportler Peter Ressmann“, von dem Habaler erzählt. Er hatte eben eine Skiabfahrt vom Mount St. Elias in Alaska geschafft und war wenig später bei einer vergleichsweise harmlosen Tour in Salzburg abgestürzt, weil er ein Seil in den falschen Karabiner eingehängt hat. Daher sagt Habeler: „Du musst in den Bergen zu jeder Zeit konzentriert bleiben und aufpassen, auch im leichten Gelände.“ Wer diese einfachen Regeln befolgt – oder wie es Habeler ausdrückt: „Wenn du mit der Natur lebst und nicht gegen sie“ – dann steht einem genussvollen Erlebnis in den Bergen nichts mehr im Wege. „Dann hast du schon gewonnen“, weiß Habeler. „Und dann kannst du Mit Charme und Schmäh erklärt Peter Habeler, wie man sicher in den Bergen unterwegs ist. dem Stress im Berufsleben, der so viele Leute überfordert, entfliehen – dafür gibt es keinen besseren Ort.“ Und was für ein Jungbrunnen die Berge sein können, macht Habeler Schritt für Schritt selbst vor ... FOTOS: Naturparkhotel Lambrechterhof, Billion Photos/Shutterstock.com Natürlich wandern BUCHBAR VOM 1.4. BIS 31. 10. 2017 • 2 Nächte im Klassik-DZ inklusive Frühstücksbuffet mit Bioecke und Halbpension • Begrüßungsdrink • Nachmittagssnack • 1 x Weinverkostung im Weinkeller • 1 x geführte Wanderung mit einer Wanderjause • 1 x Fußmassage • freie Benutzung des hoteleigenen Wellnessbereiches • MurtalCard mit Vergünstigungen für Ausflugsziele in der Region ab € 169,– p. P. DAS ULTIMATIVE WANDERERLEBNIS … ... erwartet dich im Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen. Bei über 150 Routen, die hier erkundet werden können, kommt sicher keine Langeweile auf. Da das Naturparkhotel Lambrechterhof direkt an das regionale Wanderwegenetz angeschlossen ist, kannst du gleich losmarschieren. Von Mai bis Oktober werden hier dreimal wöchentlich geführte Wanderungen angeboten. Dabei bringt dich ein Bus zum Ausgangspunkt und wieder ins Hotel. Besonders heißer Tipp für alle Rennrad- und Mountainbike-Fans: das Trainingscamp Ende Juni. Und es gibt einen E-Bike Verleih! NATURPARKHOTEL LAMBRECHTERHOF NATURPARK ZIRBITZKOGEL- GREBENZEN / STEIERMARK Hauptstraße 38-40, 8813 St. Lambrecht Tel.: 0043 3585/27 555 E-Mail: hotel@lambrechterhof.at WEB: www.lambrechterhof.at Nr. 2; April / Mai 2017 99

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